2. März 2026

CDU-Kreistagsfraktion fordert flexiblere Förderbedingungen für Gewässerwiederherstellung und Hochwasserschutz

Die CDU-Kreis­­tags­­frak­­ti­on hat sich in ihrer jüngs­ten Sit­zung inten­siv mit der stra­te­gi­schen Wei­ter­ent­wick­lung des Hoch­was­ser­schut­zes im Kreis Ahr­wei­ler und ins­be­son­de­re des Stadt­ge­bie­tes Bad Neu­en­ahr-Ahr­­wei­­ler befasst. Zu Gast war Her­­mann-Josef Pel­grim, Geschäfts­füh­rer der Auf­­­bau- und Ent­wick­lungs­ge­sell­schaft Bad Neu­en­ahr-Ahr­­wei­­ler mbH (AuEG), der umfas­send über lau­fen­de Maß­nah­men und künf­ti­ge Pla­nun­gen in der Kreis­stadt infor­mier­te. Im Mit­tel­punkt des Aus­tauschs stan­den die unter­schied­li­chen Bau­stei­ne eines zukunfts­fä­hi­gen Hoch­was­ser­schut­zes. Pel­grim erläu­ter­te die geplan­te Aus­ge­stal­tung und Auf­tei­lung von Reten­ti­ons­räu­men, die der geziel­ten natür­li­chen Rück­hal­tung und Steue­rung von Was­ser­men­gen die­nen. Die­se sind klar von klas­si­schen tech­ni­schen Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men wie Schutz­mau­ern zu unter­schei­den. Wäh­rend tech­ni­sche Anla­gen bau­li­che Siche­rung bie­ten, tra­gen natür­li­che Rück­hal­te­räu­me dazu bei, Abfluss­spit­zen zu redu­zie­ren und Was­ser kon­trol­liert zu verteilen.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt war die Fra­ge, wie Hoch­was­ser­er­eig­nis­se künf­tig mög­lichst scha­dens­arm bewäl­tigt wer­den kön­nen. Dabei spie­len die aktu­el­len gesetz­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen sowie die gel­ten­den För­der­richt­li­ni­en eine zen­tra­le Rol­le. Sie bil­den die Grund­la­ge für Pla­nung, Geneh­mi­gung und Umset­zung sämt­li­cher Maß­nah­men und beein­flus­sen maß­geb­lich deren Tem­po und Aus­ge­stal­tung. Posi­tiv her­vor­ge­ho­ben wur­de die Gewäs­ser­wie­der­her­stel­lung als wich­ti­ger Bestand­teil eines nach­hal­ti­gen Hoch­was­ser­schut­zes. Natur­na­he Gewäs­ser­struk­tu­ren und zusätz­li­che Über­schwem­mungs­flä­chen leis­ten nicht nur einen öko­lo­gi­schen Bei­trag, son­dern ver­bes­sern zugleich die Hoch­was­ser­vor­sor­ge und schaf­fen mehr Raum für das Gewäs­ser im Ereignisfall.

Gleich­zei­tig wur­de deut­lich, dass sowohl der Kreis Ahr­wei­ler als auch die Stadt Bad Neu­en­ahr-Ahr­­wei­­ler ins­be­son­de­re im Bereich des Gewäs­ser­wie­der­her­stel­lungs­kon­zep­tes wei­ter­hin an Gren­zen bestehen­der För­der­mög­lich­kei­ten sto­ßen. Nicht alle prä­ven­ti­ven Maß­nah­men las­sen sich im Rah­men der aktu­el­len För­der­ku­lis­sen aus­rei­chend abbil­den, was die Umset­zung nach­hal­ti­ger Schutz­kon­zep­te erschwert. Nata­lie Baum, stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de der CDU-Kreis­­tags­­frak­­ti­on, erklär­te: „Der Wie­der­auf­bau muss kon­se­quent mit einer nach­hal­ti­gen Hoch­was­ser­vor­sor­ge ver­knüpft wer­den. Natür­li­che Rück­hal­te­räu­me, bau­li­che Schutz­maß­nah­men und ein nach­hal­ti­ger Wie­der­auf­bau dür­fen nicht in getrenn­ten För­der­lo­gi­ken gedacht wer­den.“ Der Vor­sit­zen­de der CDU-Kreis­­tags­­frak­­ti­on, Micha­el Kor­den, ergänz­te: „Gewäs­ser­wie­der­her­stel­lung und zusätz­li­che Über­schwem­mungs­flä­chen sind ent­schei­den­de Bau­stei­ne für einen lang­fris­tig wirk­sa­men Hoch­was­ser­schutz. Prak­ti­ka­ble Ver­fah­ren und ver­läss­li­che För­der­be­din­gun­gen sind zu schaf­fen, damit not­wen­di­ge Maß­nah­men zügig umge­setzt und auch prä­ven­ti­ve Kon­zep­te finan­ziert wer­den können.“

Die CDU-Kreis­­tags­­frak­­ti­on for­dert, dass die nächs­te Lan­des­re­gie­rung fle­xi­ble­re För­der­instru­men­te defi­niert, die natür­li­che Was­ser­rück­hal­tung, tech­ni­schen Hoch­was­ser­schutz und eine lang­fris­ti­ge Stadt­ent­wick­lung gemein­sam betrach­ten und kom­bi­nier­te Lösun­gen ermöglichen.