3. Dezem­ber 2025

CDU im Kreis Ahrweiler warnt vor Überlastung der Kommunen: Kreisumlage soll nicht steigen

Der Kreis­tag steht kurz davor, den Haus­halt 2026 zu bera­ten und zu beschlie­ßen. Die CDU-Kreis­­tags­­frak­­ti­on hat sich dafür jetzt in Rech/Ahr zu einer Klau­sur­ta­gung getrof­fen und das umfang­rei­che Zah­len­werk unter die Lupe genom­men, das im Ent­wurf der Kreis­ver­wal­tung erneut ein deut­li­ches Defi­zit von mehr als 27 Mil­lio­nen Euro ausweist.

Beson­ders die stei­gen­den Kos­ten in Jugend und Sozia­les belas­ten den Haus­halt mas­siv“, erklärt CDU-Frak­­ti­ons­­vor­­­si­t­­zen­­der Micha­el Kor­den. „Es han­delt sich fast aus­schließ­lich um Pflicht­auf­ga­ben, die den Land­krei­sen ohne aus­rei­chen­de Gegen­fi­nan­zie­rung durch das Land über­tra­gen wer­den. Die seit Jah­ren anhal­ten­de struk­tu­rel­le Unter­fi­nan­zie­rung der Kom­mu­nen in Rhein­­land-Pfalz setzt den Krei­sen enorm zu – und die Lan­des­re­gie­rung schaut taten­los zu. So kön­nen unse­re Städ­te und Gemein­den auf Dau­er nicht hand­lungs­fä­hig blei­ben.“ Die CDU kri­ti­siert in die­sem Zusam­men­hang erneut die unge­lös­te Finanz­si­tua­ti­on der Kom­mu­nen im Land. Rhein­­land-Pfalz bele­ge seit Jah­ren bun­des­weit die hin­te­ren Plät­ze bei der kom­mu­na­len Finanz­aus­stat­tung. Dies füh­re dazu, dass Krei­se und Gemein­den trotz stren­ger Haus­halts­dis­zi­plin struk­tu­rel­le Defi­zi­te kaum ver­mei­den kön­nen. Die Christ­de­mo­kra­ten for­dern daher, dass das Land sei­ner gesetz­li­chen Ver­ant­wor­tung end­lich nach­kommt und die kom­mu­na­len Pflicht­auf­ga­ben voll­stän­dig gegenfinanziert.

Eine zen­tra­le Bot­schaft rich­tet die CDU im Kreis an die Städ­te und Gemein­den im Kreis: Die Kreis­um­la­ge soll auch 2026 sta­bil blei­ben. Dafür will sich die CDU-Kreis­­tags­­frak­­ti­on mit Nach­druck ein­set­zen. Die Kom­mu­nen sei­en bereits heu­te finan­zi­ell am Limit, betont die Frak­ti­on. Vie­le Orts­ge­mein­den, Städ­te und Ver­bands­ge­mein­den kämpf­ten mit stei­gen­den Sach­kos­ten, wach­sen­den Per­so­nal­auf­wen­dun­gen und immer neu­en gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen, ohne dass ihnen das Land die nöti­gen Mit­tel bereit­stel­le. Eine wei­te­re Belas­tung über die Kreis­um­la­ge wäre für zahl­rei­che Kom­mu­nen kaum noch zu stem­men und wür­de not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen vor Ort aus­brem­sen. Genau das wol­le die CDU verhindern.

Inten­siv dis­ku­tier­te die Frak­ti­on außer­dem die von der Ver­wal­tung vor­ge­schla­ge­nen Ände­run­gen im Stel­len­plan. Neue Stel­len sol­len nur dort geschaf­fen wer­den, wo sie zwin­gend not­wen­dig sind. Unum­strit­ten ist die Auf­sto­ckung um vier Stel­len in der Bau­ab­tei­lung, um die Bear­bei­tungs­zei­ten bei Bau­ge­neh­mi­gun­gen wei­ter zu ver­kür­zen – ein Anlie­gen, das die CDU seit Jah­ren fordert.