10. Okto­ber 2022

Frauen-Union im Kreis Ahrweiler fordert: Landesminister Lewentz muss zurücktreten

Die bei­den CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten Julia Klöck­ner und Mecht­hild Heil waren die Ehren­gäs­te bei einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung der Frau­en-Uni­on der CDU im Kreis Ahr­wei­ler. Natür­lich wur­de inten­siv über die aktu­el­len Kri­sen rund um den Krieg in der Ukrai­ne und die Situa­ti­on der Ener­gie­ver­sor­gung in Deutsch­land dis­ku­tiert. Im Mit­tel­punkt stan­den aber die augen­blick­li­chen Dis­kus­sio­nen um die Rol­le von Lan­des­in­nen­mi­nis­ter Roger Lew­entz am Flut­abend 2021. Die trau­ma­ti­schen Ereig­nis­se vom Juli letz­ten Jah­res hat­ten auch vie­le Teil­neh­me­rin­nen bei der Frau­en-Uni­on im per­sön­li­chen Lebens­be­reich getrof­fen. Bei­de Bun­des­po­li­ti­ke­rin­nen gin­gen auf das Ver­hal­ten der Lan­des­re­gie­rung in Per­son von Innen­mi­nis­ter Roger Lew­entz ein.

Mecht­hild Heil hier­zu: „Wie nimmt die Lan­des­re­gie­rung ihre Ver­ant­wor­tung für 134 Flut-Tote wahr? Die Hub­­schrau­­ber-Vide­os und die herz­lo­sen Erklä­run­gen von Innen­mi­nis­ter Lew­entz erschüt­tern die Men­schen weit über das Ahr­tal hin­aus. Die Auf­nah­men bele­gen: Lew­entz hat­te am Flut­abend alle Infor­ma­tio­nen, die er brauch­te, um die­se Kata­stro­phe von his­to­ri­schem Aus­maß zu erken­nen. Hät­te er gehan­delt, hät­ten Men­schen­le­ben geret­tet wer­den kön­nen – das ist Fakt. Nur Lew­entz selbst will das nicht wahr­ha­ben. Das gan­ze Land fragt sich, was die­ser Innen­mi­nis­ter für ein Amts­ver­ständ­nis hat. Gut, dass es dazu in Kür­ze eine Son­der­sit­zung des rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Land­tags gibt, die von der CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on gemein­sam mit der Frak­ti­on der Frei­en Wäh­ler bean­tragt wur­de. Der Innen­mi­nis­ter kann und darf sich nicht län­ger aus der Ver­ant­wor­tung stehlen.“

Nata­lie Baum aus Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler und Pia Wasem aus Sin­zig, bei­de CDU-Mit­­­glie­­der im Kreis­tag, unter­stüt­zen die For­de­rung nach der Über­nah­me der per­sön­li­chen Ver­ant­wor­tung des Minis­ters: „Roger Lew­entz wuss­te am Flut­abend, wel­che ver­hee­ren­den Fol­gen das Ereig­nis an der Ober­ahr und Mit­tel­ahr bereits hat­te. Er hät­te sofort mit allen Mit­teln, die er als Ver­ant­wort­li­cher für den Kata­stro­phen­schutz in Rhein­­land-Pfalz hat, ein­grei­fen müs­sen. Er statt­des­sen nichts getan. Schließ­lich tischt er der Öffent­lich­keit zuletzt sei­ne Ver­si­on auf, die Fol­gen des Hoch­was­ser sei­en so auf den Video­auf­nah­men des Poli­zei­hub­schrau­bers am Abend nicht erkenn­bar gewe­sen. Jemand, der in der Not­si­tua­ti­on ver­sagt hat und nach­träg­lich solch uner­träg­li­che Schön­re­de­rei betreibt, ist nicht län­ger zumut­bar für die Men­schen im Ahrtal.“