18. August 2022

CDU Kreistagsfraktion Ahrweiler möchte ÖPNV attraktiver machen: 365-Euro-Jahresticket für alle Altersgruppen

Nach­dem die CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on schon vor 3 Jah­ren, gemein­sam mit FDP und FWG, Attrak­ti­vi­täts­maß­nah­men für den Öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr vor­ge­schla­gen hat­te, macht sie nun einen neu­en Vor­stoß in die­sem Bereich. Die damals ange­streb­ten Maß­nah­men wie Leih­fahr­rad­sta­tio­nen an Hal­te­stel­len der Ahr­tal­bahn, kos­ten­lo­ser Schnup­per­tag im ÖPNV oder Elek­tri­fi­zie­rung der Ahr­tal­bahn waren wegen der gra­vie­ren­den Aus­wir­kun­gen der Flut­ka­ta­stro­phe im Ahr­tal ver­ständ­li­cher­wei­se in den Hin­ter­grund gerückt. Nach Mei­nung der CDU-Frak­­ti­on darf aber die För­de­rung des ÖPNV gera­de nach den Aus­wir­kun­gen die­ses Ereig­nis­ses nicht aus dem Blick­feld geraten.

Die posi­ti­ve Auf­nah­me des 9‑Eurotickets in der Bevöl­ke­rung hat nach ihrer Mei­nung klar gezeigt, dass die Men­schen bereit sind, den ÖPNV anzu­neh­men. Er muss aber bezahl­bar und in den Ver­bin­dun­gen attrak­tiv sein. Aus die­sem Grund und den Grün­den des Kli­ma­schut­zes hat­te die CDU schon im Früh­jahr in einem Antrag an den Kreis gebe­ten, die Mög­lich­keit eines 365-Euro-Tickets zu über­prü­fen. Dies soll­te allen Alters­grup­pen, nicht nur Rent­nern, Schü­lern und Stu­die­ren­den, für die der VRM bereits ähn­li­che Ange­bo­te bereit­hält, ange­bo­ten wer­den. In ver­schie­de­nen Gesprä­chen mit den Ver­kehrs­un­ter­neh­men möch­te die Frak­ti­on errei­chen, dass Über­le­gun­gen zu einem Jah­res­ti­cket im nied­rig­schwel­li­gen Preis­be­reich ange­stellt wer­den. Offen sind hier­bei aller­dings noch die Fra­gen nach dem Gel­tungs­be­reich des Tickets und der Preishöhe.

Für die Mit­glie­der der CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on ist es dabei aber wich­tig, dass das Ticket auch im Bereich des Über­gangs­ta­rifs, also in der Zusam­men­ar­beit der Ver­kehrs­ver­bün­de VRM, VRS in NRW sowie der Bahn AG gel­ten müs­se. Hier sol­len von der Frak­ti­on noch wei­te­re Gesprä­che geführt wer­den. Auch die beson­de­ren Pro­ble­me im länd­li­chen Bereich des Krei­ses, wo älte­re Men­schen oft die Schwie­rig­keit haben, den Bus­bahn­hof oder die Hal­te­stel­le über­haupt zu errei­chen, müs­sen ange­spro­chen wer­den. Die­se Pro­ble­me könn­ten even­tu­ell durch ein ähn­li­ches Modell wie den „online-demand-Bus“, also Bus­se auf Anfor­de­rung, in Witt­lich gelöst wer­den. Aber auch ört­li­che Bür­ger­bus­se könn­ten hier hel­fen. Eine Schwie­rig­keit sieht die CDU nicht so sehr in der Bereit­stel­lung von Bus­sen son­dern bei den Fah­rern, die nicht zur Ver­fü­gung ste­hen. Zunächst wird die CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on mit den Ver­ant­wort­li­chen in Witt­lich das Gespräch über deren Modell suchen und bemerkt zu ihrer Initia­ti­ve: „Wir blei­ben am Ball. Das The­ma ist zu wich­tig, als dass man es ver­nach­läs­si­gen sollte.“