6. Dezem­ber 2021

CDU fragt nach Impfzentrum im Kreis Ahrweiler

In Anbe­tracht der hohen Inzi­denz­zah­len bei  Coro­na­in­fek­tio­nen , dem zer­stör­ten Impf­zen­trum im Kreis und der nun ent­deck­ten neu­en Muta­ti­on „Omi­kron“, die wahr­schein­lich auch in Zukunft im Kreis Ahr­wei­ler fest­ge­stellt wer­den wird, frag­te die CDU den ers­ten Bei­geord­ne­ten Horst Gies, der das Amt des Land­rats momen­tan aus­übt,  nach den Mög­lich­kei­ten zur Beschleu­ni­gung des Impf­tem­pos, sowohl bei Erst- und Zweit­imp­fun­gen, als auch bei den soge­nann­ten Boos­tern, also Auffrischungsimpfungen.

In ihrer Ant­wort weist die Kreis­ver­wal­tung dar­auf hin, dass die Covid 19- Schutz­imp­fun­gen grund­sätz­lich durch die nie­der­ge­las­se­nen Ärz­te erfol­gen sol­len. Zusätz­lich wür­de täg­lich ein Impf­bus rol­lie­rend in allen acht Gebiets­kör­per­schaf­ten ein­ge­setzt. Dies sei, nach Anga­ben des Lan­des, auch im Janu­ar geplant. Außer­dem ver­weist die Kreis­ver­wal­tung auf bestehen­de Impf­stel­len in den Kran­ken­häu­sern und dem MVZ Sin­zig, die aller­dings nur tage- bzw. stun­den­wei­se imp­fen. Die Ter­mi­ne wer­den in der Pres­se bekannt­ge­ge­ben und kön­nen im Inter­net ein­ge­se­hen wer­den. Horst Gies berich­tet auch, dass eine vom Orts­ver­ein des DRK in Ade­nau betrie­be­ne Impf­stel­le in Pla­nung sei. Auch ste­he er mit dem Kreis­ver­band des DRK in Ver­bin­dung, wei­te­re Impf­mög­lich­kei­ten im Janu­ar zu schaf­fen. Für die Graf­schaft sei eben­falls eine zusätz­li­che Impf­stel­le in Planung.

Der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der CDU Karl-Heinz Sund­hei­mer frag­te in sei­nem Schrei­ben auch, ob dies alles aus­rei­chend sei, da das Land ja, anders als in ande­ren rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Krei­sen, kein neu­es Impf­zen­trum pla­ne. Hier­auf ant­wor­te­te die Kreis­ver­wal­tung, dass dies bei der Ent­wick­lung der Pan­de­mie nicht sicher beant­wor­tet wer­den kön­ne, dass man aber doch nach den gro­ßen Schä­den eine respek­ta­ble Auf­bau­leis­tung aller Betei­lig­ten sehen kön­ne. Eine letz­te Fra­ge der CDU ziel­te auf die Ver­sor­gung der beson­ders vul­nerablen Grup­pe der älte­ren Men­schen in Seni­o­­ren- und Pfle­ge­hei­men, aber auch in der ambu­lan­ten Pfle­ge. Die­se ist nach Aus­kunft der Kreis­ver­wal­tung gesi­chert, wenn die Ein­rich­tun­gen ihre Impf­be­reit­schaft er Koor­di­nie­rungs­stel­le des Deut­schen Roten Kreu­zes gemel­det haben. Sie erfol­ge dann durch mobi­le Impf­teams oder in Zusam­men­ar­beit der Ein­rich­tung mit einer Haus­ärz­tin oder einem Hausarzt.

Bei der CDU bleibt man skep­tisch, ob dies bei allen Bemü­hun­gen des Krei­ses aus­ei­chen wird. Man wis­se noch nicht, wie beherr­schend die neue Muta­ti­on wer­de, außer­dem habe Herr Scholz, als vor­aus­sicht­lich neu­er Bun­des­kanz­ler, ja schon geäu­ßert, dass  man die Schutz­wir­kung der Imp­fung wohl nur für 6 Mona­te als gege­ben sehen wol­le und der Schutz­sta­tus danach nicht mehr aner­kannt wer­de. Dies wür­de bedeu­ten, dass damit nach der Grund­im­mu­ni­sie­rung nach 6 Mona­ten eine Auf­­­frisch-Imp­­fung („Boos­ter“) erfor­der­lich wür­de. Gera­de in der Not­fall­re­gi­on im Kreis Ahr­wei­ler, muss nach Ansicht der CDU Sor­ge vom Land dafür getrof­fen wer­den, dass die Ver­sor­gung mit der Imp­fung abso­lut gewähr­leis­tet ist. Des­halb ist die CDU Kreis­tags­frak­ti­on auch dafür dank­bar, dass Horst Gies als ers­ter Bei­geord­ne­ter dazu im fort­lau­fen­den Aus­tausch mit den zustän­di­gen Lan­des­stel­len steht.