5. März 2021

MdL: Horst Gies: „Auch Schulen, die bisher kein MS-Teams angewendet haben, muss man jetzt die Nutzung ermöglichen“

Rhein­­land-pfäl­­zi­­sche Schu­len, die bis­her erfolg­reich mit MS Teams gear­bei­tet haben, dür­fen dies nun bis Som­mer 2022 auch wei­ter­hin tun. Bil­dungs­mi­nis­te­rin Hubig und der Lan­des­da­ten­schutz­be­auf­trag­te Kugel­mann geben klein bei – zu groß wur­de der gleich­ge­rich­te­te Wider­stand von Sei­ten der Leh­re­rin­nen und Leh­rer, Schü­le­rin­nen und Schü­ler, Eltern sowie der CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on. Lei­der wird dies wei­ter­hin Schu­len ver­wehrt, die neu in Teams ein­stei­gen woll­ten und wol­len. Das erfuhr der Abge­ord­ne­te auch von Schu­len aus dem Kreis Ahrweiler.

Die Platt­for­men des Lan­des – Mood­le und Big­Blue­But­ton – berei­ten noch immer Pro­ble­me. Ein Jahr nach Aus­bruch der Pan­de­mie, Lock­downs und Dis­kus­sio­nen um den Fern­un­ter­richt hat die Lan­des­re­gie­rung es nicht geschafft, für unse­re Schu­len ein eige­nes jeder­zeit ein­wand­frei lau­fen­des digi­ta­les Lern- und Kon­fe­renz­sys­tem zu instal­lie­ren“, berich­ten vie­le Leh­re­rin­nen und Lehrer.

Auch die CDU-Lan­d­­tags­­­kan­­di­­da­­tin Petra Schnei­der hat dies durch Zuschrif­ten oft erfah­ren und  ergänzt: „Schu­len, die auf ein funk­tio­nie­ren­des Sys­tem wie MS Teams zurück­ge­grif­fen hat­ten, hat­ten Glück. Für vie­le ande­re aber war es ein ver­lo­re­nes Jahr. Umso wich­ti­ger ist es aktu­ell, auch den Schu­len, die in der noch andau­ern­den Pan­de­mie schnell auf MS Teams umstei­gen möch­ten, dies zu ermöglichen.“

Das meint auch Horst Gies: „Wir müs­sen Schü­lern und Leh­rern aktu­ell alle Hin­der­nis­se aus dem Weg räu­men, um Bil­dung sicher ver­mit­teln und sozia­le Kon­tak­te erhal­ten zu können“.

 Er erwar­tet vom Land, dass es in der kom­men­den Zeit die Erfah­run­gen der Schu­len nun kon­struk­tiv beglei­tet und alle Vor­aus­set­zun­gen für den not­wen­di­gen Daten­schutz schafft. „Nut­zen wir die Ver­län­ge­rung doch als erwei­ter­te Test­pha­se. Denn wir erwar­ten, dass das Land dann schnellst­mög­lich ein Gesamt­kon­zept schafft, das sowohl anwen­der­freund­lich wie daten­schutz­kon­form ist.“

 Der Abge­ord­ne­te aus dem Ahr­kreis macht dazu fol­gen­den Vorschlag:

  • Das Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um ver­schafft sich einen Über­blick über die Schu­len, die bereits mit MS Teams oder ähn­li­chen Pro­duk­ten arbeiten.
  • Auch Schu­len, die bis­her kein MS-Teams ange­wen­det haben, aber umstei­gen möch­ten, weil sie Pro­ble­me mit den lan­des­ei­ge­nen Sys­te­men haben, muss jetzt die Nut­zung ermög­licht werden.
  • Im Lau­fe der Nut­zung – im Som­mer 2022 spä­tes­tens – erfolgt eine Aus­wer­tung der MS Teams-Nut­­zung oder ähn­li­cher Produkte.
  • Das Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um muss sich kon­struk­tiv mit den Erfah­rungs­be­rich­ten auseinandersetzen.
  • Das Bil­dungs­mi­nis­te­ri­um bleibt auf­ge­for­dert schnellst­mög­lich ein Gesamt­kon­zept zu schaf­fen, das sowohl anwen­der­freund­lich wie daten­schutz­kon­form ist.

Wir brin­gen Sys­tem in das Bil­dungs­cha­os, das Minis­te­rin Hubig hin­ter­lässt und wir schla­gen Lösun­gen vor, damit alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler die glei­chen Chan­cen auf einen Bil­dungs­er­folg im Fern­un­ter­richt wäh­rend der Pan­de­mie und auch danach haben“, so Horst Gies.