11. Novem­ber 2020

Kurswechsel bei kleinen Krankenhäuser im ländlichen Raum angemahnt: Adenauer CDU diskutierte mit Vorsitzenden des Bundestagsgesundheitsausschusses Erwin Rüddel

Über die Zukunft der Kran­ken­haus­ver­sor­gung im länd­li­chen Raum sprach kürz­lich der Vor­stand des CDU-Gemein­­de­­ver­­­ban­­des Ade­nau mit dem Vor­sit­zen­den des Gesund­heits­aus­schus­ses des Bun­des­ta­ges MdB Erwin Rüd­del. Anlass des Gesprä­ches war die aus Sicht der CDU nach wie vor unbe­frie­di­gen­de Situa­ti­on am St. Josef Kran­ken­haus in Ade­nau. Nach Gesprä­chen auf Lan­des­ebe­ne mit dem Vor­sit­zen­den der CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on Chris­ti­an Bald­auf, Gesund­heits­mi­nis­te­rin Bät­­zing-Lich­­ten­t­hä­­ler und Ver­tre­tern der Mari­en­haus GmbH hat­te die Ade­nau­er CDU einen Ansprech­part­ner der Bun­des­ebe­ne ein­ge­la­den, um auf die Nöte der klei­nen Kran­ken­häu­ser im ein­woh­ner­schwa­chen länd­li­chen Gebie­ten hin­zu­wei­sen. An dem Gedan­ken­aus­tausch nah­men zudem der Wahl­kreis­ab­ge­ord­ne­te Horst Gies sowie Bür­ger­meis­ter Gui­do Nisi­us teil, die über zahl­rei­che Gesprä­che auf Lan­des­ebe­ne und mit dem Kran­ken­haus­trä­ger berichteten.

Wir brau­chen einen Kurs­wech­sel in der Kran­ken­haus­po­li­tik auf allen poli­ti­schen Ebe­nen“, erklär­te der Vor­sit­zen­de des CDU-Gemein­­de­­ver­­­ban­­des Ade­nau Micha­el Kor­den gegen­über dem Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Erwin Rüd­del. Die Pro­ble­ma­tik ein klei­nes Kran­ken­haus im länd­li­chen Raum wirt­schaft­lich betrei­ben zu kön­nen, sei in ganz Deutsch­land zu beob­ach­ten, so Kor­den wei­ter. Inso­weit sei dies auch eine Fra­ge der Bun­des­po­li­tik, gegen die­se struk­tu­rel­le Fehl­ent­wick­lung anzu­ge­hen. Gesund­heits­ex­per­te Rüd­del erwähn­te den vom Bund gewähr­ten Sicher­stel­lungs­zu­schlag und berich­te­te über eine Initia­ti­ve des Bun­des­ra­tes zur Stär­kung von länd­li­chen Kran­ken­häu­sern.  sowie Plä­ne für eine gro­ße Kran­ken­haus­re­form, die wegen der Coro­­na-Pan­­de­­mie aber wohl nicht mehr in der lau­fen­den Legis­la­tur­pe­ri­ode des Bun­des­ta­ges ange­gan­gen wer­de. Auch im Nach­bar­bun­des­land NRW wer­de eine Kran­ken­haus­re­form vor­be­rei­tet. Maß­ga­be sei dort, für den Not­fall eine in der nähe­ren Umge­bung erreich­ba­re Kli­nik vor­zu­hal­ten und für plan­ba­re Ein­grif­fe durch Spe­zia­lis­ten ein Kran­ken­haus in ggf. wei­te­rer Ent­fer­nung auf­su­chen zu können.

Horst Gies fass­te das gemein­sa­me Anlie­gen der CDU so zusam­men, dass es das Ziel der Kran­ken­haus­ver­sor­gung blei­ben müs­se, auch in Zukunft ein Kran­ken­haus mit der Mög­lich­keit zur Not­fall­ver­sor­gung bei inne­ren Erkran­kun­gen und all­ge­mein­chir­ur­gi­schen Not­fäl­len grund­sätz­lich inner­halb von 20 Auto­mi­nu­ten zu errei­chen. Dies wür­de auch dem Kran­ken­haus­stand­ort Ade­nau Pla­nungs­si­cher­heit geben. Zwin­gend erfor­der­lich sei­en dann aber auch Finan­zie­rungs­me­cha­nis­men, die Kran­ken­häu­sern im länd­li­chen Raum die Chan­ce eröff­ne­ten, aus eige­ner Kraft wirt­schaft­lich arbei­ten zu kön­nen. Erwin Rüd­del ver­sprach die Anlie­gen der Ver­bands­ge­mein­de Ade­nau in Ber­lin in den wei­te­ren Bera­tun­gen zu berück­sich­ti­gen und hier­zu mit der Ade­nau­er CDU in Kon­takt zu bleiben.