7. Sep­tem­ber 2020

CDU: Wichtige Klimaschutzprojekte im Kreis trotz Corona angelaufen — „Entscheidende Weichen gestellt“

Der Kreis­tag hat­te vor rund einem Jahr beschlos­sen, erst­mals eine Trei­b­haus­­gas-Bilan­­zie­­rung für den Kreis Ahr­wei­ler und die Ein­stel­lung eines Kli­ma­schutz­ma­na­gers auf den Weg zu brin­gen. Die CDU-Frak­­ti­on, die die­sen Antrag gemein­sam mit der FWG und der FDP bean­tragt hat­te, hat dazu nach dem Sach­stand gefragt, über den die Ver­wal­tung jetzt im Kreis- und Umwelt­aus­schuss berich­tet hat. „Beim The­ma Kli­ma­schutz sind ent­schei­den­de Wei­chen gestellt“, so das anschlie­ßen­de Fazit des CDU-Frak­­ti­on­s­­vor­­­si­t­­zen­­den Karl-Heinz Sundheimer.

Ins­be­son­de­re hat­te die Ver­wal­tung zwi­schen­zeit­lich die Trans­fer­stel­le Bin­gen (TSB) beauf­tragt, eine Trei­b­haus­­gas-Bilan­­zie­­rung für den Kreis Ahr­wei­ler zu erstel­len. „Mit dem im letz­ten Jahr eben­falls beschlos­se­nen Bei­tritt zum Kli­ma­bünd­nis der euro­päi­schen Städ­te haben wir uns das Ziel gesetzt, die CO2-Emis­­si­o­­nen alle fünf Jah­re um 10 Pro­zent zu redu­zie­ren. Auf der Basis die­ser Bilan­zie­rung haben wir nun die Mög­lich­keit, zu prü­fen, ob wir die­ses Ziel auch errei­chen“, unter­streicht Sund­hei­mer. Dazu war eine umfang­rei­che Daten­er­he­bung der Städ­te und Gemein­den mit Blick auf die Strom- und Gas­ver­bräu­che der kom­mu­na­len Lie­gen­schaf­ten, die Grö­ße der bewirt­schaf­te­ten Flä­chen sowie zum kom­mu­na­len Fuhr­park notwendig. 

Der zur Umset­zung der Ener­gie­wen­de im Kreis Ahr­wei­ler ein­ge­stell­te Koor­di­na­tor hat die­se Daten auf­be­rei­tet. Auf die­ser Basis hat die TSB einen Ent­wurf erstellt, den die Ener­gie­agen­tur Rhein­­land-Pfalz der­zeit noch­mals über­prüft. Die Ener­gie­agen­tur ver­fügt bei die­sem The­ma über eine jah­re­lan­ge Erfah­rung. Vor­aus­sicht­lich ist in weni­gen Wochen mit der ers­ten Trei­b­haus­­gas-Bilanz zu rech­nen, die dann dem Kreis- und Umwelt­aus­schuss vor­ge­legt wird. Par­al­lel wur­de zudem ein Mit­ar­bei­ter der Kreis­ver­wal­tung umfas­send in der Anwen­dung des Kli­ma­schutz­pla­ners geschult. So kann die Ver­wal­tung die Bilan­zie­rung selbst fort­schrei­ben. „Damit haben wir künf­tig ein her­vor­ra­gen­des Instru­ment, um die CO2-Ent­­­wick­­lung im Sin­ne des Kli­ma­schut­zes zu steu­ern“, so Sundheimer.

Fer­ner hat­te der Kreis zwi­schen­zeit­lich in Koope­ra­ti­on mit der TSB beim zustän­di­gen Pro­jekt­trä­ger Jülich einen Antrag auf För­de­rung eines Kli­ma­schutz­ma­na­gers gestellt. Auf­ga­be des Kli­ma­schutz­ma­na­gers soll es sein, ein inte­grier­tes Kli­ma­schutz­kon­zept zu erstel­len. Der Antrag wur­de jetzt bewil­ligt und eine ent­spre­chen­de Stel­le aus­ge­schrie­ben. Der­zeit läuft das not­wen­di­ge Ver­fah­ren, um die Stel­le zu besetzen.