Die CDU-Frak­ti­on im Kreis­tag Ahr­wei­ler ist beun­ru­higt über Plä­ne der Bun­des­re­gie­rung, im Zuge von Anpas­sun­gen an das EU-Recht zukünf­tig auch Volks­hoch­schul­kur­se zu besteu­ern. „Im schlimms­ten Fall wären dann für alle Kur­se der Kreis-Volks­hoch­schu­le (KVHS) Mehr­wert­steu­ern zu ent­rich­ten“, so der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Karl-Heinz Sund­hei­mer. Die Sor­ge der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Horst Gies und Gui­do Ernst: „Es liegt auf der Hand, dass dadurch die Kurs­ge­büh­ren deut­lich stei­gen wür­den. Das wäre für die Attrak­ti­vi­tät der KVHS-Ange­bo­te fatal.“ Die CDU-Frak­ti­on for­dert daher die Bun­des­re­gie­rung auf, ein geplan­tes Geset­zes­vor­ha­ben zur Besteue­rung von Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men zurück­zu­zie­hen.

Bis­lang sei­en die Gebüh­ren für Kurs­an­ge­bo­te der KVHS ver­gleichs­wei­se mode­rat, so Karl-Heinz Sund­hei­mer. Wenn aber zukünf­tig auf die Kurs­ge­büh­ren Mehr­wert­steu­ern gezahlt wer­den müss­ten, blie­be der KVHS kei­ne ande­re Mög­lich­keit, als die Gebüh­ren ent­spre­chend anzu­he­ben. „Die zu erwar­ten­de Fol­ge wäre ein Rück­gang der Teil­neh­mer­zah­len — aber eigent­lich wol­len wir ja gera­de das Gegen­teil“, betont er. Zudem tref­fe die Ver­teue­rung der Wei­ter­bil­dung vor allem Ein­kom­mens­schwa­che, die sich viel­fach ohne­hin abge­hängt fühl­ten. Ingrid Stro­he, die für die CDU im Mit­glie­der­bei­rat der Kreis­volks­hoch­schu­le tätig ist, meint: „ Man muss auch an die Ehren­amt­li­chen und die Ver­ei­ne den­ken, die von der Wei­ter­bil­dung ihrer ver­ant­wort­li­chen Kräf­te pro­fi­tie­ren. Und was ist mit den Rent­ne­rin­nen und Rent­nern? Müs­sen die­se dann mehr zah­len, weil sie nicht mehr im Beruf ste­hen?“

Die Auf­ga­be der KVHS ist die Erwach­se­nen­bil­dung mit einem viel­fäl­ti­gen Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bot in den Berei­chen Geschich­te und Gesell­schaft, Kunst und Kul­tur, Gesund­heit und Spra­chen, IT, Beruf­li­che Bil­dung und Schlüs­sel­qua­li­fi­ka­tio­nen. In 2018 führ­te die KVHS Ahr­wei­ler ins­ge­samt 635 Kur­se, Semi­na­re, Vor­trä­ge und Prü­fun­gen durch mit einem Gesamt­um­fang von 20.591 Unter­richts­stun­den und ins­ge­samt über 7.500 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern.