Der CDU-Gemein­de­ver­band Ade­nau und die CDU-Kreis­tags­frak­ti­on haben sich für den Bau eines Lehr­schwimm­be­ckens am Schul­stand­ort Ade­nau aus­ge­spro­chen. Wie die bei­den Vor­sit­zen­den Micha­el Kor­den und Karl-Heinz Sund­hei­mer gemein­sam erklär­ten, sei es das Ziel nach der Schlie­ßung des Bade­no­va den Schü­lern an den Schu­len in der Ver­bands­ge­mein­de Ade­nau wie­der Schwimm­un­ter­richt anbie­ten zu kön­nen. Auch soll es wie­der Gesund­heits­schwim­men etwa der Rheu­ma­li­ga oder für Senio­ren sowie die Mög­lich­keit für Ver­eins­schwim­men in Ade­nau geben.

Schwimm­un­ter­richt zur regel­mä­ßi­gen Übung der Schwimm­tech­ni­ken ist eine wich­ti­ge Grund­fer­tig­keit, die daher mit gutem Grund in den Lehr­plä­nen der Schu­len steht, erläu­tert Karl-Heinz Sund­hei­mer bei, der selbst vie­le Jah­re Schul­lei­ter der Ade­nau­er Real­schu­le Plus war. Vor­aus­set­zung für die Teil­nah­me am Schwimm­un­ter­richt ist aller­dings, dass die Schü­ler bereits das Schwim­men erlernt haben. Daher sei es wich­tig, dass die Kin­der in der Ver­bands­ge­mein­de wie­der wohn­ort­nah die Mög­lich­keit haben, in Schwimm­kur­sen das Schwim­men zu erler­nen, um sich sicher im Was­ser bewe­gen und im Not­fall selbst vor Ertrin­ken schüt­zen zu kön­nen, begrün­det der Vor­sit­zen­de Micha­el Kor­den die CDU-Initia­ti­ve.

Auf­grund der hohen Kos­ten, die immer mit dem Bau und Betrieb eines Schwimm­be­ckens ver­bun­den sind, müss­ten jetzt zunächst mög­li­che Kos­ten ermit­telt wer­den. Hier­über habe man bereits mit Land­rat Dr. Pföh­ler und Bür­ger­meis­ter Nisi­us gespro­chen. Denk­bar sei eine gemein­sa­me Finan­zie­rung durch den Kreis und die Ver­bands­ge­mein­de. Der Kreis ist Schul­trä­ger aller wei­ter­füh­ren­den Schu­len und die Ver­bands­ge­mein­de zustän­dig für die Grund­schu­len.

Vor­stell­bar sei der Bau des Lehr­schwimm­be­ckens auf einem bis­lang unbe­bau­ten Grund­stück, dass zwi­schen dem Schul­ge­bäu­de der Grund­schu­le und der Turn­hal­le des Gym­na­si­ums mit­ten in der Stadt Ade­nau in zen­tra­ler Lage liegt und für die Schü­ler der angren­zen­den Schu­len einen kur­zen Weg in den Schwimm­un­ter­richt bie­ten wür­de. Zunächst sei neben einer Stand­ort­ana­ly­se und eine Mach­bar­keits­stu­die anzu­stel­len, die auch eine Kos­ten­er­mitt­lung beinhal­te. Auf­grund der Dimen­si­on der Inves­ti­ti­on sei aber schon jetzt abseh­bar, so Kor­den und Sund­hei­mer, dass die Finan­zie­rung nicht ohne eine deut­li­che Bezu­schus­sung durch das Land Rhein­land-Pfalz gelin­gen kön­ne.   

Seit das Ade­nau­er Hal­len- und Frei­bad Bade­no­va nach lan­ger Dis­kus­si­on und schwe­ren Her­zens auf­grund hoher Defi­zi­te im Jahr 2012 geschlos­sen wer­den muss­te, hat­te es auch für die Schü­ler an den drei Grund­schu­len in Ade­nau, Wers­ho­fen und Ant­wei­ler, der Hoch­ei­fel-Real­schu­le Plus mit Fach­ober­schu­le und dem Erich-Klau­se­ner-Gym­na­si­um in Ade­nau sowie der För­der­schu­le in Wim­bach kei­nen regu­lä­ren Schwimm­un­ter­richt mehr gege­ben. Auch Gesund­heits- und Ver­eins­schwim­mer muss­te in benach­bar­te Schwimm­bä­der aus­wei­chen.

Auf Initia­ti­ve der Ade­nau­er Christ­de­mo­kra­ten orga­ni­siert das Jugend­bü­ro der Ver­bands­ge­mein­de bereits seit eini­gen Jah­ren bezu­schuss­te Feri­en-Schwimm­kur­se für Schwimm­an­fän­ger im Hal­len­bad in Bad Müns­ter­ei­fel. In die­sem Jahr wur­de die finan­zi­el­le Bezu­schus­sung von Schwimm­kur­sen auf Antrag der CDU-Rats­frak­ti­on sogar noch­mals aus­ge­wei­tet. Gegen Teil­nah­me­nach­weis erhal­ten seit die­sem Jahr auch Eltern, die in Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on ihrem Kind einem Anfän­ger­schwimm­kurs ermög­li­chen, von der Ver­bands­ge­mein­de­ver­wal­tung einen Zuschuss in Höhe von bis zu 60,- EUR.