8. Dezem­ber 2018

Vertreter der CDU führten Gespräch mit Hebammen: Unterstützung für die Geburtshilfe im Kreis Ahrweiler

Der CDU Kreis­ver­band Ahr­wei­ler beschäf­tigt sich seit eini­ger Zeit mit der Situa­ti­on der Geburts­hil­fe im Kreis Ahr­wei­ler. Hier­zu fand bereits ein Besuch der Abtei­lung Gynä­ko­lo­gie und Geburts­hil­fe im Kran­ken­haus Maria Hilf statt. Nun stand wie ange­kün­digt ein Gespräch mit Heb­am­men aus dem Ahr­wei­ler an. Kreis­vor­sit­zen­der Horst Gies — MdL, sei­ne Stell­ver­tre­ter Ingrid Näkel-Sur­­ges, Tino Hacken­bruch und Micha­el Kor­den, die Vor­sit­zen­de der Frau­en-Uni­on, Hei­ke Krä­­mer-Resch und der Vor­sit­zen­de der MIT, Elmar Lerch, sowie die wei­te­ren Kreis­tags­mit­glie­der Karl-Heinz Sund­hei­mer (Frak­ti­ons­spre­cher), Gui­do Ernst, MdL und Mar­cel Wer­ner  wur­den dabei umfas­send infor­miert. „Wir wol­len kei­ne Schau­fens­ter­po­li­tik. Uns geht es ernst­haft um die Sor­gen und Nöte der Geburts­hil­fe. Wir wol­len hel­fen“, so Kreis­vor­sit­zen­der Horst Gies, MdL. Er berich­te­te auch von einem Par­la­men­ta­ri­schen Abend der Heb­am­men in Mainz, wo noch­mals die Pro­blem­stel­lung erläu­tert wurde.

Vie­le Heb­am­men waren dem Ruf der CDU zu einem Gedan­ken­aus­tausch gefolgt. Vor allem im Bereich der Nach­sor­ge sei aus Sicht der Heb­am­men Hand­lungs­be­darf. „Durch die ange­kün­dig­te Schlie­ßung der Geburts­hil­fe­sta­ti­on im Kran­ken­haus Daun könn­te sich die Situa­ti­on der Nach­sor­ge­be­treu­ung vor allem im Bereich Ade­nau ver­schär­fen“, so Heb­am­me Lau­ra Bachem. Frü­her sei­en Heb­am­men auch direkt in Pra­xen von Gynä­ko­lo­gen anzu­fin­den. „Durch geän­der­te Abrech­nungs­prak­ti­ken der Kran­ken­kas­sen ist dies heu­te erheb­lich erschwert“, so Bachem wei­ter. Es feh­le auch an einer Ver­net­zung, so dass Fami­li­en direkt erken­nen könn­ten, wel­che Heb­am­me ste­he für das The­men­feld der Vor- und Nach­sor­ge zur Ver­fü­gung. Hier wird die CDU Ihre Hil­fe direkt anset­zen. „Hier könn­te eine Online-Plat­t­­form Abhil­fe schaf­fen. Ähn­lich dem Kin­­der­­gar­­ten-Por­­tal Ahr­li­ni. Wir wer­den hier­zu direkt mit den zustän­di­gen Stel­len in Gesprä­che ein­tre­ten“, so Frak­ti­ons­spre­cher Karl-Heinz Sund­hei­mer. Auch Modi­fi­ka­tio­nen im Zuschuss-Pro­­­gramm des Krei­ses für den länd­li­chen Raum sei­en denkbar.

Wir haben einen wun­der­schö­nen Beruf. Wir hel­fen Kin­dern auf die Welt. Was gibt es schö­ne­res?“, so die Heb­am­men uni­so­no. Was aber feh­le, sei­en genü­gend Aus­bil­dungs­plät­ze. „Auch hier wer­den wir schau­en, wie wir im Rah­men unse­rer Mög­lich­kei­ten hel­fen kön­nen“, so der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Gui­do Ernst. Die Heb­am­men begrüß­ten den Gedan­ken­aus­tausch. „Uns fehlt eine star­ke Lob­by. Wir haben daher die Initia­ti­ve der Kreis-CDU sehr begrüßt“, so Lau­ra Bachem. 

Horst Gies führ­te noch­mals aus, dass wir heu­te „bereits eini­ge Lösungs­an­sät­ze fin­den konn­ten. Wir wer­den an die­ser The­ma­tik dran blei­ben. Sie alle sind als Heb­am­me im Land­kreis Ahr­wei­ler tätig. Hier­für gilt Ihnen unser herz­li­cher Dank. Schließ­lich ist eine acht­sa­me Betreu­ung vom Beginn der Schwan­ger­schaft bis zum Ende der Still­zeit ein gesell­schaft­lich rele­van­ter Bei­trag zur Frau­en- und Fami­li­en­ge­sund­heit. Durch eine kom­pe­ten­te Heb­am­men­be­glei­tung wird das zukünf­ti­ge, gesund­heit­li­che Wohl­erge­hen von Mut­ter und Kind gestärkt“.