13. April 2018

CDU für gerechtere Kommunalfinanzen

Die bei­den CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten und Kreis­tags­mit­glie­der Gui­do Ernst und Horst Gies sowie der Vor­sit­zen­de der CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on, Karl-Heinz Sund­hei­mer begrü­ßen die durch sie ange­sto­ße­ne Dis­kus­si­on über die sei­tens der Lan­des­re­gie­rung geplan­ten Ände­run­gen des kom­mu­na­len Finanz­aus­gleichs (KFA). Die Lan­des­re­gie­rung stel­le damit die Wei­chen für die finan­zi­el­le Aus­stat­tung des Krei­ses in den kom­men­den Jah­ren grund­le­gend anders und zwar zu des­sen Nachteil.

Unzu­tref­fend sei die Behaup­tung der Lan­des­re­gie­rung, dass die neue Schlüs­sel­zu­wei­sung C 3 in Höhe von ins­ge­samt 60 Mio. Euro nicht durch eine Umschich­tung von den Krei­sen zu den kreis­frei­en Städ­ten gedeckt wür­de. Denn die Schlüs­sel­mas­se — also der Betrag, der für die Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen ins­ge­samt zur Ver­fü­gung steht — stei­ge in 2018 um 132 Mio. Euro. Davon wür­den jedoch ent­ge­gen dem bis­her gel­ten­den Recht 60 Mio. Euro den kreis­frei­en Städ­ten direkt zuflie­ßen. Sund­hei­mer for­mu­liert es so: „Bevor die Sup­pe aus dem Topf an alle Kom­mu­nen ver­teilt wird, schöpft das Land mit einem gro­ßen Löf­fel schon mal einen Teil für die kreis­frei­en Städ­te her­aus. Damit bleibt zum Ver­tei­len an alle natür­lich weni­ger übrig. Hier­bei möch­ten wir uns, genau wie Land­kreis­tag, Gemein­­de- und Städ­te­bund sowie Städ­te­tag, nicht gegen zusätz­li­che Hil­fen für die durch Sozi­al­aus­ga­ben beson­ders belas­te­ten kreis­frei­en Städ­te wen­den, wohl aber dage­gen, dass die­se Mit­tel aus dem Topf der Kom­mu­nen genom­men wer­den und nicht aus eige­nen finan­zi­el­len Mit­teln des Landes.“

Ernst und Gies beto­nen: „Tat­sa­che ist, dass ohne die geplan­te Ände­rung des Lan­des­fi­nanz­aus­gleichs­ge­set­zes (LFAG) im Haus­halt des Land­krei­ses Ahr­wei­ler sage und schrei­be 2,7 Mio. Euro mehr hät­ten ver­an­schlagt wer­den kön­nen. Das stellt die Lan­des­re­gie­rung in ihren eige­nen Pro­be­be­rech­nun­gen fest. Geld, das der Kreis auf­grund der hohen Sozi­al­aus­ga­ben, der Not­wen­dig­keit der Sanie­rung von Kreis­stra­ßen oder auch für die Schul­aus­stat­tung drin­gend brauche.“

Hin­zu kom­me, dass das Land — unab­hän­gig von den Ände­run­gen des LFAG — Bun­des­mit­tel, die für die Kom­mu­nen bestimmt sei­en (z. B. Inte­gra­ti­ons­pau­scha­le), nicht voll­stän­dig an die­se wei­ter­lei­te. Ein wei­te­res gra­vie­ren­des Bei­spiel sei die Tat­sa­che, dass das Land erhöh­te Umsatz­steu­er­an­tei­le, wel­che vom Bund für die Kom­mu­nen vor­ge­se­hen sei­en, nur in Höhe von 21 % wei­ter­lei­te. Wür­de das Land das Geld voll­stän­dig durch­lei­ten, wäre das für den Kreis und sei­ne Kom­mu­nen jähr­lich ein Plus von rund 1,2 Mio. Euro.

Völ­lig unver­ständ­lich sei vor die­sem Hin­ter­grund die Hal­tung von Chris­toph Schmitt, Vor­sit­zen­der der SPD-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on, der sich voll und ganz hin­ter die Linie der Lan­des­re­gie­rung stel­le. Sei­ne Begrün­dung gehe an der Sache vor­bei. Soweit Schmitt den Über­schuss von 5,1 Mio. Euro des Krei­ses im Jahr 2016 her­an­zie­he, sei dies nicht auf höhe­re Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen des Lan­des zurück­zu­füh­ren, son­dern auf die Tat­sa­che, dass der Kreis seit Jah­ren spar­sam wirt­schaf­te. Davon abge­se­hen, habe der Haus­halt 2016 nichts mit den jetzt geplan­ten Ände­run­gen des Lan­des für 2018 und die Fol­ge­jah­re zu tun.

Gui­do Ernst, Horst Gies und Karl-Heinz Sund­hei­mer erwar­ten von der SPD-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on, „dass sie sich bei der Lan­des­re­gie­rung klar und deut­lich für eine gerech­te und zukunfts­si­che­re Finanz­aus­stat­tung unse­rer Kom­mu­nen ein­setzt und die gemein­sa­me Posi­ti­on aller kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­de unter­stützt. Ansons­ten erfolgt die Ent­schul­dung des Lan­des wei­ter­hin auf dem Rücken der Kom­mu­nen und deren Handlungsfähigkeit.“