25. Febru­ar 2018

Mechthild Heil MdB (CDU) kritisiert die weiterhin bestehenden Kürzungspläne: DB-Netz AG plant Einschränkungen bei der Ahrtalbahn

Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil ist erstaunt und besorgt über die wei­ter­hin bestehen­den Kür­zungs­plä­ne der Deut­schen Bahn AG bei den Ver­bin­dun­gen der Ahr­tal­bahn zwi­schen Ahr­brück und Bonn. Wie jetzt im Febru­ar bei der Ver­öf­fent­li­chung der fina­len Ver­si­on des Plans zur Erhö­hung der Schie­nen­we­ge­ka­pa­zi­tät (PEK) zuta­ge trat, wird wei­ter­hin die Kap­pung eines gro­ßen Teils der direk­ten Ver­bin­dun­gen zwi­schen Ahr­tal und Bonn geplant. Der Umstieg in Rema­gen führt für Berufs­pend­ler und Tages­gäs­te zu län­ge­ren War­te­zei­ten und schmä­lert die Attrak­ti­vi­tät der Bahn als Alter­na­ti­ve zum Auto.

Von der Netz-Abtei­­lung der Bahn wird offen­bar den Güter­zü­gen eine kla­re Prio­ri­tät gegen­über den Per­so­nen­zü­gen gege­ben. Denn hier sei es offen­bar, so Heil, das durch Strei­chung der Ver­bin­dun­gen der Ahr­tal­bahn von Rema­gen nach Bonn wei­te­re „Zeit­fens­ter“ für mehr Güter­zü­ge auf der links­rhei­ni­schen Haupt­tras­se eröff­net wer­den sol­len. Dies stößt nicht nur bei der CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten son­dern auch bei den kom­mu­nal­po­li­tisch Ver­ant­wort­li­chen im Kreis Ahr­wei­ler und der Stadt Bonn auf deut­li­che Kri­tik. „Wir kön­nen die Ein­schrän­kun­gen der Ahr­tal­bahn kei­nes­falls akzep­tie­ren, “ so Heil „und dabei gleich­zei­tig mehr Güter­zü­ge im ohne­hin stark lärm­be­las­te­ten Rhein­tal akzep­tie­ren.“ Die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te ver­weist zusätz­lich auf die drin­gen­de Not­wen­dig­keit, zur Ent­las­tung des Rhein­tals eine wei­te­re links­rhei­ni­sche Bahn­tras­se, etwa über den Huns­rück, zu planen.

Mecht­hild Heil erklärt dazu: „Das Ahr­tal als eine der publi­kums­stärks­ten tou­ris­ti­schen Desti­na­tio­nen im Wes­ten Deutsch­lands ist ohne­hin auf­grund des Besu­cher­an­dran­ges durch Indi­vi­du­al­ver­kehr stark belas­tet und bräuch­te eher deut­lich mehr Bahn­ver­bin­dun­gen als weni­ger. Redu­zie­run­gen hin­ge­gen sind nicht ver­kraft­bar! Es ist aus mei­ner Sicht nicht nach­voll­zieh­bar, dass es der Sinn eines „Pla­nes zur Erhö­hung der Schie­nen­weg­ka­pa­zi­tät“ sein kann, die Inan­spruch­nah­me der Schie­nen­we­ge zu redu­zie­ren. Ich wer­de mich bei den zustän­di­gen Stel­len der Bahn AG dafür ein­set­zen, dass die­se Plä­ne nicht umge­setzt wer­den.“ Heil for­dert dar­über hin­aus auch, die Ahr­tal­bahn aus Umwelt­grün­den mit­tel­fris­tig zu elek­tri­fi­zie­ren, so wie das im neu­en Koali­ti­ons­ver­trag bis 2025 für 70 Pro­zent des Schie­nen­net­zes sei­tens des Bun­des vor­ge­se­hen ist. In Ber­lin wer­de man ein umfas­sen­des För­der­pro­gramm auch für regio­na­le Schie­nen­stre­cken hier­zu auflegen.“