10. Juli 2017

CDU-Abgeordnete bemängeln schlechte Landesstraßen im Kreis Ahrweiler

Die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten aus dem Kreis Ahr­wei­ler Gui­do Ernst und Horst Gies wei­sen auf den schlech­ten Zustand vie­ler Lan­des­stra­ßen im Kreis Ahr­wei­ler hin. Wäh­rend der Kreis sich seit vie­len Jah­ren bemüht, mit einem fes­ten Bud­get den Zustand der Kreis­stra­ßen zu erhal­ten und zu ver­bes­sern, sehen die Abge­ord­ne­ten beim Land auch nach dem Regie­rungs­wech­sel nur weni­ge Fort­schrit­te im Bereich der Lan­des­stra­ßen. Sie erin­nern dar­an, dass der Rech­nungs­hof schon im August 2015 auf die­sen Not­stand hin­ge­wie­sen und Vor­schlä­ge zur Ver­bes­se­rung gemacht hat. Dies sei damals von einem Ver­tre­ter der Lan­des­re­gie­rung, Staats­se­kre­tär Gün­ter Kern, zurück­ge­wie­sen wor­den, der von einem ins­ge­samt ver­kehrs­si­che­ren und leis­tungs­fä­hi­gen Zustand der Lan­des­stra­ßen gespro­chen habe.

Hier­zu mei­nen Horst Gies und Gui­do Ernst: „Dies hat die neue Lan­des­re­gie­rung wohl schon 2016 nicht mehr so gese­hen, denn Wirt­schafts­mi­nis­ter Vol­ker Wis­sing ist ange­tre­ten den Etat in die­sem Bereich erheb­lich zu erhö­hen, um die Män­gel schnel­ler bekämp­fen zu kön­nen.“ Die Abge­ord­ne­ten aus dem Ahr­kreis stel­len aber fest, dass die Stei­ge­rung der Sum­men im Lan­des­haus­halt in die­sem Bereich zwi­schen 5 und 10% bei wei­tem nicht aus­rei­chen. Der Lan­des­rech­nungs­hof war in sei­nem Bericht 2015 von einem Inves­ti­ti­ons­be­darf von ca. 970 Mio. Euro bei einem Kos­ten­stand von 2014 ausgegangen.

MdL Gui­do Ernst und sein Kol­le­ge Horst Gies sind der Über­zeu­gung, dass die Schuld hier nicht beim Lan­des­be­trieb Mobi­li­tät lie­ge, der alles tue, was in sei­nen Mög­lich­kei­ten steht. Die frü­he­ren Lan­des­re­gie­run­gen hät­ten das Pro­blem zu lan­ge ver­schleppt und es sei­en außer­dem zu wenig Mit­tel bereit­ge­stellt wor­den. Die­se Schwie­rig­keit ver­schär­fend hät­ten die Ver­ant­wort­li­chen in der Regie­rung sich auch nicht um genü­gend Per­so­nal im Lan­des­be­trieb geküm­mert. Jetzt wür­den die Archi­tek­ten und Inge­nieu­re feh­len, die man heu­te nicht so schnell fin­den könne.

Gui­do Ernst und Horst Gies wol­len sich zunächst um beson­ders sanie­rungs­be­dürf­ti­ge Lan­des­stra­ßen in ihren Wahl­krei­sen küm­mern. Bei Gui­do Ernst wären das die L74 Bir­res­dorf – Rema­gen, die L82 Sin­zig – Fran­ken, die L 87 Königs­feld – Wal­dorf und Gön­ners­dorf – Bad Breisig/Rheineck. Für Horst Gies ist zunächst vor allem die L74 Wers­ho­fen – Ahr­tal und die L 90 Kes­se­ling – Wei­den­bach im Blick. Die bei­den Abge­ord­ne­ten wer­den in die­ser Fra­ge nun das Gespräch mit dem Minis­te­ri­um und dem Lan­des­be­trieb Mobi­li­tät suchen, auch wenn die nächs­te Fünf­jah­res­pla­nung erst für die Jah­re 2019 bis 2024 ansteht.