18. Mai 2017

Energiekonzept EnAHRgie für den Kreis Ahrweiler

Gemein­sam mit der Kreis­ver­wal­tung und einer Rei­he wei­te­rer Pra­xis­part­ner aus der Regi­on ent­wi­ckeln Exper­ten aus unter­schied­li­chen wis­sen­schaft­li­chen Dis­zi­pli­nen der­zeit ein Ener­gie­kon­zept für den Kreis Ahr­wei­ler. Das vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung finan­zier­te Pro­jekt geht jetzt in die ent­schei­den­de Pha­se. „Dies ist für uns der Anlass“, so der Vor­sit­zen­de der Kreis-CDU Horst Gies MdL und der Vor­sit­zen­de der Kreis­tags­frak­ti­on der CDU Karl-Heinz Sund­hei­mer über­ein­stim­mend, „ uns über den Stand des Ver­fah­rens zu infor­mie­ren, das für unse­ren Kreis sehr wich­tig ist.“

Bei einer gemein­sa­men Sit­zung der bei­den CDU-Gre­­mi­en hat der Pro­jekt­lei­ter Dr. And­re Schaff­rin von der Euro­pean Aca­de­my of Tech­no­lo­gy and Inno­va­ti­on Assess­ment GmbH Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler den Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­kern aus der Regi­on einen umfas­sen­den Über­blick über den Ver­lauf der bis­he­ri­gen Arbei­ten und den Ent­wick­lungs­stand des Pro­jekts gegeben.

Wir haben“, so Karl-Heinz Sund­hei­mer, „im Kreis­tag 2011 das Ziel beschlos­sen, die Strom­ver­sor­gung bis 2030 bilan­zi­ell zu 100% aus erneu­er­ba­ren Ener­gie­quel­len zu gewin­nen. Des­halb sind wir sehr dank­bar, dass uns in die­sem für den Ahr­kreis ein­ma­li­gen Pro­jekt kon­zep­tio­nell trag­ba­re Vor­schlä­ge ent­wi­ckelt wer­den. Denn eines ist klar: Es geht nur gemein­sam mit allen Betei­lig­ten, also der Wirt­schaft, Pri­va­ten, den Städ­ten und Gemein­den sowie dem Kreis. Ent­schei­dend sind dabei aber auch die gro­ßen Rah­men­be­din­gun­gen von EU, Bund und Land, die wir nicht beein­flus­sen können.“

Im ver­gan­ge­nen Herbst wur­de den Mit­glie­dern des Kreis- und Umwelt­aus­schus­ses bereits der Sta­­tus-Quo-Bericht vor­ge­legt. Fort­schrit­te gab es bei der Solar­ener­gie  und der Bio­mas­se. Auf­bau­end auf die­sen Erkennt­nis­sen wer­den der­zeit die mög­li­chen Sze­na­ri­en für die Ener­gie­wen­de und die denk­ba­ren Struk­tu­ren für eine Ver­ste­ti­gung des mit dem Pro­jekt ange­sto­ße­nen Pro­zes­ses im Kreis Ahr­wei­ler ent­wi­ckelt. „ Das ist sehr wich­tig für uns“, so CDU-Kreis­­vor­­­si­t­­zen­­der Horst Gies, „ da wir z.B. die Fra­ge klä­ren müs­sen, ob die Pla­nungs­be­hör­den poten­ti­el­le Stand­or­te für Wind­kraft aus­wei­sen oder ob man Natur­schutz, Land­schafts­schutz oder auch Frem­den­ver­kehrs­über­le­gun­gen Vor­rang gewäh­ren muss bezie­hungs­wei­se auch gewäh­ren will.“

Damit sich die erar­bei­te­ten Sze­na­ri­en an den tat­säch­li­chen Mög­lich­kei­ten im AW-Land ori­en­tie­ren und pra­xis­taug­li­che Maß­nah­men vor­ge­schla­gen wer­den kön­nen, wer­den von der EnAhr­­gie-Inno­­va­­ti­on­s­­grup­­pe in ver­schie­de­nen Fall­stu­di­en mit Kom­mu­nen, Pri­vat­haus­hal­ten und Unter­neh­men unter­schied­li­che Lösun­gen erar­bei­tet.  MdL Gui­do Ernst meint hier­zu: „Ich hal­te es für aus­ge­zeich­net, dass hier mit loka­len und regio­na­len Fach­leu­ten und deutsch­land­weit renom­mier­ten Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­lern ergeb­nis­of­fen und nach höchs­ten For­schungs­stan­dards eine Bestands­auf­nah­me vor­ge­nom­men wird und Vor­schlä­ge für ein Kon­zept gemacht wer­den.“ Die Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker der CDU waren sich einig, dass sie den wei­te­ren Pro­zess kon­struk­tiv beglei­ten werden.