9. Dezem­ber 2016

CDU kritisiert Wegfall von Lehrerstellen bei gleichzeitigem Unterrichtsausfall

Die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten der CDU aus dem Kreis Ahr­wei­ler Gui­do Ernst und Horst Gies kri­ti­sie­ren den geplan­ten Weg­fall von 310 Stel­len im Bil­dungs­be­reich, haupt­säch­lich Stel­len von Leh­re­rin­nen und Leh­rern, bei gleich­zei­tig wei­ter bestehen­dem Unterrichtsausfall.

Gui­do Ernst sagt auch als Vor­sit­zen­der des Bil­dungs­aus­schus­ses hier­zu: „ Nach den neu­es­ten Zah­len des Minis­te­ri­ums wird struk­tu­rel­ler Unter­richts­aus­fall zwi­schen 1,2 % an Grund­schu­len bis zu 3,4% an För­der­schu­len und auch mehr als 3% an Berufs­schu­len von der Lan­des­re­gie­rung hin­ge­nom­men.“ Hier­bei müs­se man wis­sen, dass dies nur der von vorn­her­ein ange­nom­me­ne Unter­richts­aus­fall sei. Hin­zu kom­me dann noch der Unter­richts­aus­fall durch Krank­heit von Leh­re­rin­nen und Leh­rern, deren Fort­bil­dung, Klas­sen­fahr­ten usw. Ins­ge­samt lie­ge der tem­po­rä­re Aus­fall wohl wie­der bei 5–6 Prozent.

Sein Kol­le­ge Horst Gies weist in die­ser Fra­ge dar­auf hin, dass es sich hier zwar um die offi­zi­el­len Zah­len des Bil­dungs­mi­nis­te­ri­ums han­delt, die Leh­rer­ver­bän­de , zum Bei­spiel die GEW, in ihrer Befra­gung bei Schu­len aber höhe­re Aus­fäl­le im struk­tu­rel­len Unter­richts­aus­fall ermit­telt hätten.

Inso­fern ist es den bei­den CDU-Poli­­ti­­kern völ­lig unklar, wie in die­ser Situa­ti­on noch Leh­re­rin­nen und Leh­rer ein­ge­spart wer­den kön­nen. Das ver­steht auch der Ver­band Bil­dung und Erzie­hung in Rhein­­land-Pfalz nicht, der immer wie­der dar­auf hin­weist, dass an den Grund­schu­len noch etwa 1000 Leh­re­rin­nen und Leh­rer ein­ge­stellt wer­den müss­ten. Einen Leh­rer­man­gel, beson­ders in der Ober­stu­fe der Gym­na­si­en, beklagt auch der Phi­lo­lo­gen­ver­band als Ver­band der Gymnasiallehrer.

Die bei­den Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Gui­do Ernst und Horst Gies ver­mu­ten, eben­so wie die schul­po­li­ti­sche Spre­che­rin der CDU Land­tags­frak­ti­on Anke Beil­stein, dass man über Schul­schlie­ßun­gen bei klei­nen Grund­schu­len und von klei­nen Real­schu­len plus hier die Ein­spa­run­gen errei­chen will. Bil­dungs­mi­nis­te­rin Hubig demen­tie­re dies zwar, aber in einer klei­nen Anfra­ge von Anke Beil­stein hat sie der CDU-Poli­­ti­­ke­­rin geant­wor­tet, dass man in Anleh­nung an die Richt­li­nie für die Grö­ße von Real­schu­len plus momen­tan eine „Leit­li­nie für ein wohn­ort­na­hes Ange­bot an klei­nen Grund­schu­len“ erarbeitet.

Gui­do Ernst und Horst Gies wol­len im Zuge die­ser Erar­bei­tung sehr sorg­fäl­tig auf die Ent­wick­lung bei Grund­schu­len und Real­schu­len plus in ihrem Kreis schauen.