1. Okto­ber 2016

CDU-Kreistagsfraktion Ahrweiler tagte in Brohl-Lützing: Kampf gegen Bahnlärm bleibt wichtiges Thema

Fraktions­sitzungen zur Vor­be­rei­tung der Sit­zun­gen der Kreis­aus­schüs­se und des Kreis­ta­ges besucht die Kreis­tags­frak­ti­on der CDU die ver­schie­de­nen Gebiets­kör­per­schaf­ten unse­res Kreis­ge­bie­tes. Dies­mal tag­te sie in Brohl-Lüt­­zing, um sich vor Ort über die Pro­ble­ma­tik des Bahn­lärms, die die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger im Rhein­tal beson­ders betrifft, zu informieren.

Die­se Infor­ma­tio­nen lie­fer­te Bür­ger­meis­ter Micha­el Schä­fer, der die Frak­ti­on im Sit­zungs­saal des Rat­hau­ses begrüß­te und sei­ne Vor­gän­ge­rin im Amt Chris­tel Ripoll, die Mit­glied der Kreis­tags­frak­ti­on ist. Schä­fer zeig­te die posi­ti­ve Ent­wick­lung des Ortes auf, wies aber auch auf die Schwie­rig­keit der Aus­deh­nung im engen Tal hin, die auch schon zum Rück­gang der Ein­woh­ner­zahl geführt habe. Beson­ders pro­ble­ma­tisch ist in die­sem Zusam­men­hang der Bahn­lärm der bei Tag und Nacht von 600 Zügen in vier­und­zwan­zig Stun­den ver­ur­sacht wird. Sie erzeu­gen dabei jeweils eine Lärm­be­las­tung von 110 Dezi­bel, die durch einen Schall­schutz nicht aus­rei­chend ver­rin­gert wird. Hin­zu kom­men noch die hohe Belas­tung durch Fein­staub und Stick­stoff­di­oxi­de. Hier müss­te es, so Chris­tel Ripoll, Über­prü­fun­gen und eine Umwelt­pla­ket­te wie bei den Autos geben. Die Anwoh­ner befürch­ten dar­über hin­aus auch gesund­heit­li­che Beein­träch­ti­gun­gen durch die elek­tro­ma­gne­ti­schen Fel­der der Oberleitungen.

Gemein­sam mit den Bür­gern in NRW, Hes­sen und Baden Würt­tem­berg for­dert man im Inter­es­se der Anwoh­ner hoch­lärm­be­las­te­ter Güter­bahn­stre­cken Tem­po­li­mits und Nacht­fahr­be­schrän­kun­gen für die lau­ten Güter­wag­gons. Da die dies­jäh­ri­ge Öff­nung des St. Got­t­hard-Tun­­­nels noch mehr Schie­nen­gü­ter­ver­kehr ins Rhein­tal bringt, wer­den Lärm­schutz­wän­de, Schie­nen­steg­dämp­fer und Schie­nen­schlei­fen nicht mehr aus­rei­chen. Die CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on Ahr­wei­ler schließt sich, so Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Karl-Heinz Sund­hei­mer, des­halb der For­de­rung der Anwoh­ner nach einer Alter­na­tiv­stre­cke an. Dies muss schon für den Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan 2030 vor­ge­se­hen wer­den, indem man das Pro­jekt in den vor­dring­li­chen Bedarf auf­stuft, damit die Pla­nung begin­nen kann.

Die CDU-Lan­­des­­po­­li­­ti­­ker Gui­do Ernst und Horst Gies sowie die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Mecht­hild Heil sol­len sich hier­für mit Enga­ge­ment ein­set­zen. Das­sel­be erwar­tet die Frak­ti­on aber auch von den Lan­d­­tags- und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten der ande­ren Parteien.