10. August 2016

Lehrer auch im Ahrkreis über die Ferien arbeitslos?

Nach den Erfah­run­gen der letz­ten Jah­re, in denen sich immer wie­der in Rhein­­land-Pfalz und ande­ren Bun­des­län­dern Leh­re­rin­nen und Leh­rer , die kei­ne Plan­stel­le hat­ten, arbeits­los mel­den muss­ten, wol­len die CDU-Abge­­or­d­­ne­­ten aus dem Ahr­kreis Gui­do Ernst und Horst Gies es genau wissen.

Aus die­sem Grund haben sie eine klei­ne Anfra­ge an die Lan­des­re­gie­rung gerich­tet, in der sie wis­sen wol­len, wie vie­le Leh­re­rin­nen und Leh­rer zum Stich­tag 15.07.2016 nur über einen befris­te­ten Arbeits­ver­trag ver­füg­ten und wie vie­le davon auch über die Som­mer­fe­ri­en einen sol­chen Ver­trag haben. Außer­dem inter­es­siert sie, wie vie­le Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen schon seit meh­re­ren Jahr nur sol­che befris­te­ten Ver­trä­ge hat­ten und wel­chen Stun­den­um­fang die­se Ver­tre­tungs­ver­trä­ge im Juli 2016 im Kreis Ahr­wei­ler einnehmen.

Hin­ter­grund ist für sie, dass Bil­dungs­mi­nis­te­rin Ste­fa­nie Hubig (SPD) in einer Land­tags­de­bat­te am 13. Juli erklärt hat­te, 95 % der Ver­tre­tungs­lehr­kräf­te sei­en in den letz­ten bei­den Schul­jah­ren über die Som­mer­fe­ri­en bezahlt wor­den. Dem wider­sprach schon am nächs­ten Tag die Vor­sit­zen­de des Arbeits­krei­ses Bil­dung der CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on Anke Beil­stein, indem sie auf eine Ant­wort der Lan­des­re­gie­rung aus dem letz­ten Jahr ver­wies, die besag­te, dass weni­ger als die Hälf­te der Ver­tre­tungs­leh­rer eine Bezah­lung über die Som­mer­fe­ri­en hatten.

Dies bestä­tigt auch der Vor­sit­zen­de des Bil­dungs­aus­schus­ses Gui­do Ernst, der auf Arti­kel in der Main­zer All­ge­mei­nen Zei­tung und in Spie­gel – online vom August letz­ten Jah­res ver­wies, die auch von mehr als der Hälf­te arbeits­lo­ser Leh­rer über die Som­mer­fe­ri­en berichteten .

Die bei­den Abge­ord­ne­ten Gies und Ernst wei­sen beson­ders auf den erschwe­ren­den Umstand hin, dass die­se Leh­rer in der Regel nur dann Arbeits­lo­sen­geld bekom­men kön­nen, wenn sie durch­gän­gig mehr als ein Jahr ange­stellt waren. Meist erfül­len die­se Leh­re­rin­nen und Leh­rer die­se Vor­aus­set­zung nicht, so dass sie, vor­aus­ge­setzt dass sie Bedürf­tig­keit nach­wei­sen kön­nen, nur einen Anspruch auf Hartz 4 haben.

Dabei wer­den die­se Leh­re­rin­nen und Leh­rer meist nach den Feri­en an der glei­chen oder einer ande­ren Schu­le des Lan­des wie­der gebraucht“, so der Abge­ord­ne­te Horst Gies.

Über die­sen Miss­stand sind auch die Leh­rer­ver­bän­de erbost und wei­sen immer wie­der dar­auf hin. So hat erst in einer Pres­se­mit­tei­lung vom Juli die­sen Jah­res die GEW dar­auf auf­merk­sam gemacht, dass die Schu­len ihren Bil­dungs­auf­trag nicht mehr erfül­len könn­ten. Die Rah­men­be­din­gun­gen wür­den den gestie­ge­nen Anfor­de­run­gen nicht mehr genü­gen. Vor allen Din­gen wer­den auch in der Pres­se­mit­tei­lung der GEW mehr Plan­stel­len für eine ver­bes­ser­te Unter­richts­ver­sor­gung gefordert.

Die Abge­ord­ne­ten Ernst und Gies sind nun auf die Dar­stel­lung der Ergeb­nis­se für den Kreis Ahr­wei­ler gespannt und wer­den auch die Zah­len zur Unter­richts­ver­sor­gung im neu­en Schul­jahr genau beobachten.