4. Mai 2015

Pföhler: ‘Für das Miteinander der Generationen’ — Interview unseres CDU-Landtagskandidaten Dr. Jürgen Pfoehler in der Rhein-Zeitung vom 2. Mai 2015

Herr Dr. Pföh­ler, for­mu­lie­ren Sie in einem kur­zen State­ment, war­um die Bür­ger Sie am 10. Mai erneut zum Land­rat wäh­len sollen?

Seit 15 Jah­ren sind mei­ne Fami­lie und ich hier zu Hau­se. In die­ser Zeit habe ich als Land­rat gemein­sam mit ande­ren vie­les bewe­gen kön­nen. Dabei kom­men mir auch mei­ne Aus­bil­dung als Jurist und Ver­wal­tungs­fach­mann sowie mei­ne beruf­li­chen Erfah­run­gen in Bon­ner Minis­te­ri­en zugute.

Es sind vor allem die per­sön­li­chen Begeg­nun­gen, die mich immer wie­der moti­vie­ren und antrei­ben. Tag für Tag erle­be ich dabei groß­ar­ti­ges Enga­ge­ment und viel Idea­lis­mus. Ich ken­ne den Kreis, ich ken­ne die Men­schen und weiß, wo der Schuh drückt. Die Bür­ger kön­nen sich, wenn sie mich wie­der­wäh­len, dar­auf ver­las­sen, dass ich unse­ren Kreis mit vol­lem Ein­satz wei­ter vor­an­brin­gen möch­te und werde.

Wo steht der Kreis Ahr­wei­ler heu­te, in wel­che Rich­tung muss er sich in den kom­men­den acht Jah­ren entwickeln?

Wir sind eine Regi­on, um die uns vie­le ande­re benei­den. Der Kreis Ahr­wei­ler gehört zu den star­ken Regio­nen mit hoher Lebens­qua­li­tät und nied­ri­ger Arbeits­lo­sig­keit. In vie­len Berei­chen, etwa mit unse­rer Ehren­amts- und Ver­eins­för­de­rung, sind wir Vor­rei­ter. Unser breit auf­ge­stell­ter Mit­tel­stand ist ein Garant für Wirtschaftswachstum.

Für mich ist ein gutes Mit­ein­an­der aller Genera­tio­nen wich­tig, damit unser Kreis auf Dau­er lebens- und lie­bens­wert bleibt. Dazu gehö­ren vor allem gleich­wer­ti­ge Lebens­ver­hält­nis­se, ins­be­son­de­re im länd­li­chen Raum, und Soli­da­ri­tät mit den­je­ni­gen, die unse­re Hil­fe und Unter­stüt­zung benötigen.

Wir müs­sen wei­ter in die Ver­kehrs­in­fra­struk­tur inves­tie­ren, die Ener­gie­wen­de vor­an­trei­ben und über­all schnel­les Inter­net gewähr­leis­ten, so wie wir das jetzt für 42 Orts­ge­mein­den in den Ver­bands­ge­mein­den Ade­nau und Alte­nahr auf den Weg gebracht haben.

Der Nür­burg­ring kommt aus den Nega­tiv­schlag­zei­len nicht her­aus. Wie sehen Sie die Zukunft?

Der Nür­burg­ring ist ein bedeu­ten­der Wirt­schafts­fak­tor und Publi­kums­ma­gnet. So waren jetzt mehr als 16 000 Biker beim ‘Anlas­sen’. Der Weg­fall von For­mel 1 und Rock am Ring ist aller­dings ein schwe­rer Rück­schlag. Die berühm­tes­te Renn­stre­cke der Welt braucht wie­der gute Nach­rich­ten. Das jah­re­lan­ge Hick­hack muss been­det wer­den. Wich­tig ist jetzt, dass alle Betei­lig­ten den Blick nach vorn rich­ten, an einem Strang zie­hen und wie­der attrak­ti­ve Groß­ver­an­stal­tun­gen an den Ring holen. Die Regi­on braucht Pla­nungs­si­cher­heit und ver­läss­li­che Ansprech­part­ner am Ring.

Das The­ma demo­gra­fi­scher Wan­del ist in aller Mun­de. Auf den länd­lich struk­tu­rier­ten Kreis Ahr­wei­ler kom­men enor­me Her­aus­for­de­run­gen zu. Wel­chen Ansatz, die­se Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern, ver­folgt der Land­rats­kan­di­dat Dr. Jür­gen Pföhler?

Die Her­aus­for­de­run­gen kön­nen wir am bes­ten bewäl­ti­gen, wenn wir sie vor allem auch als Chan­ce begrei­fen. Hier­für müs­sen wir eine bes­se­re senio­ren­ge­rech­te Infra­struk­tur schaf­fen und eine wohn­ort­na­he Gesun­d­heits- und Ärz­te­ver­sor­gung auf dem Land sicher­stel­len. Aber auch für die jun­ge Genera­ti­on und für jun­ge Fami­li­en müs­sen wir noch attrak­ti­ver wer­den. Wir haben bereits top aus­ge­stat­te­te Kreis­schu­len sowie mehr als 1750 Ganz­tags­plät­ze und 1000 Plät­ze für die U 3‑Betreuung in den Kitas.

Was muss eine moder­ne Ver­wal­tung in Zukunft leis­ten kön­nen? Ist unser Ver­wal­tungs­ap­pa­rat über­haupt noch zeitgemäß?

Eine moder­ne Ver­wal­tung muss sich stän­dig wei­ter­ent­wi­ckeln und gut wirt­schaf­ten. Des­halb haben wir heu­te noch die glei­chen Abfall­ge­büh­ren wie vor 15 Jah­ren. Um unse­ren Bür­ger­ser­vice aus­zu­bau­en, haben wir Zulas­sungs­stel­len in Ade­nau, Sin­zig und Nie­der­zis­sen ein­ge­rich­tet. Auch im Inter­net und über Social Media wie Face­book oder Apps sind wir prä­sent. In Zukunft wer­den immer mehr Ange­bo­te für Bür­ger über­all und zu jeder Zeit mobil abruf­bar sein, wie bereits heu­te die Online­ab­mel­dung von Fahr­zeu­gen. Aber das Inter­net kann für mich nie den per­sön­li­chen Kon­takt mit den Bür­gern erset­zen. Denn im Gespräch und an Ort und Stel­le las­sen sich oft­mals Pro­ble­me am bes­ten lösen.