15. April 2015

Stellvertretender CDU-Landesvorsitzender Christian Baldauf MdL besuchte das Ahrtal — Christdemokraten informierten sich vor Ort über Sanierung der historischen Weinbergsmauern

Im Wein­berg bei Wal­porz­heim infor­mier­ten sich Chris­ti­an Bald­auf, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der rhein­­land-pfäl­­zi­­schen CDU, sei­ne Land­tags­kol­le­gen Horst Gies und Gui­do Ernst, sowie der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der CDU im Kreis­tag Karl-Heinz Sund­hei­mer und der Ahr­wei­ler Orts­vor­ste­her Peter Die­wald über den Fort­gang, aber auch die Pro­ble­me bei der Sanie­rung der his­to­ri­schen Wein­bergs­mau­ern. Als Gesprächs­part­ner stand ihnen der Prä­si­dent des Wein­bau­ver­ban­des Ahr Hubert Pau­ly zur Verfügung.

Die­ser konn­te berich­ten, dass es Pro­ble­me bei den Bau­zei­ten gibt, in denen die Sanie­run­gen vor­ge­nom­men wer­den sol­len. Hier erwar­te man vor allen Din­gen ein Ent­ge­gen­kom­men der SGD Nord. Das jähr­li­che Zeit­fens­ter vom 15.07. bis zum 01.10. sei zu kurz, da es auch schon Zei­ten der Lese umfas­se. Für die Sanie­rung sei ein Zeit­fens­ter vom 15.06. bis zum 01.10. not­wen­dig. Neben die­sem Pro­blem gebe es aber auch Kal­ku­la­ti­ons­pro­ble­me in der Pla­nung. Durch die lan­ge, mehr­jäh­ri­ge Dau­er der Maß­nah­me, wür­den sich Bau­ma­te­ria­li­en, wie etwa die Bruch­stei­ne erheb­lich ver­teu­ern, was so nicht ein­ge­rech­net sei.

Man müs­se schließ­lich auch das Arbeits­ver­fah­ren beschleu­ni­gen, indem das Dienst­leis­tungs­zen­trum länd­li­cher Raum (DLR) mehr Leu­te ein­set­ze. Die Lan­­des- und Kreis­po­li­ti­ker nah­men die Anre­gun­gen des Wein­bau­prä­si­den­ten inter­es­siert auf und frag­ten noch nach dem Stand der För­de­rung. Hier gibt es nach der Dar­stel­lung von Hubert Pau­ly beson­ders Pro­ble­me bei den Mau­ern, die pri­vat von den Eigen­tü­mern saniert wer­den müs­sen, denn hier för­dert die EU nicht. 2006 gab es aller­dings noch die Ankün­di­gung, dass die EU, der Bund und das Land die Maß­nah­men för­dern wür­den. Hier­bei woll­ten das Land und der Bund z.B. je 2 Mil­lio­nen Euro über­neh­men. Begrün­det wur­de dies mit der kul­tur­his­to­ri­schen Bedeutung.

Heu­te wür­den sich die Win­zer wün­schen, dass wenigs­tens Land und Bund zu die­ser Ankün­di­gung ste­hen wür­den. Eini­ge Gel­der von Kreis, Stadt und Land stän­den zwar zur Ver­fü­gung, das rei­che aber bei wei­tem nicht aus, da für eine Sanie­rung der gesam­ten Mau­ern, je nach Rech­nung, 12–20 Mil­lio­nen Euro not­wen­dig sei­en. Nun hof­fe man auf Kom­pen­sa­ti­ons­gel­der, die aus Aus­gleichs­maß­nah­men für Gewer­be­ge­bie­te, wie z.B. in der Graf­schaft für Natur­schutz­maß­nah­men anfal­len. Chris­ti­an Bald­auf und Horst Gies, der auch der wein­bau­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on ist, ver­spra­chen, die Pro­ble­me in Mainz vor­zu­tra­gen. Der Frak­ti­ons­spre­cher der CDU im Kreis­tag Karl-Heinz Sund­hei­mer will das The­ma noch ein­mal auf Kreis­ebe­ne vorbringen.