21. März 2015

Fraktionsvize Christian Baldauf MdL (CDU) diskutierte mit Betriebsratsvertretern — ZF Friedrichshafen AG legt wieder kein Zukunftskonzept für das Ahrweiler Werk vor

Nach­dem die für das Werk Ahr­wei­ler zustän­di­ge Geschäfts­füh­rung der ZF Fried­richs­ha­fen AG die Werks­be­sich­ti­gung und das Gespräch mit Chris­ti­an Bald­auf, dem stell­ver­tre­ten­den Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den der CDU im rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Land­tag abge­sagt und auf unbe­stimm­te Zeit ver­scho­ben hat, spra­chen nun der Betriebs­rats­vor­sit­zen­de Pas­cal Delord und das Betriebs­rats­mit­glied Franz Eiden mit dem CDU Poli­ti­ker und den Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Horst Gies und Gui­do Ernst, dem Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den im Kreis­tag Karl-Heinz Sund­hei­mer, dem Kreis­wirt­schafts­för­de­rer Tino Hacken­bruch, sowie dem Ahr­wei­ler Orts­vor­ste­her Peter Die­wald in der Geschäfts­stel­le der Kreis CDU. Die Betriebs­rats­mit­glie­der ent­schul­dig­ten sich für die Absa­ge des zuge­sag­ten Ter­mins und nah­men die Gele­gen­heit wahr, den Anwe­sen­den, beson­ders dem stell­ver­tre­ten­den CDU-Lan­­des­­vor­­­si­t­­zen­­den Chris­ti­an Bald­auf, der auch Mit­glied im Bun­des­vor­stand der Par­tei ist, die Ent­wick­lung des Werks Bad Neu­en­­ahr- Ahr­wei­ler und die momen­ta­ne Situa­ti­on zu schildern.

Die Mit­ar­bei­ter­zahl wur­de in den letz­ten Jah­ren von 380 auf 320 Beschäf­tig­te abge­baut. Ein neu­er Werks­lei­ter ist seit meh­re­ren Mona­ten noch nicht bestimmt. Die Alters­teil­zeit­quo­te liegt der­zeit schon bei 10 Pro­zent. Obwohl schon im letz­ten Jahr meh­re­re Betriebs­ver­samm­lun­gen und auch Pro­test­kund­ge­bun­gen statt­ge­fun­den hat­ten, wur­de die Pro­duk­ti­on von 7 Mil­lio­nen Tei­le auf etwa die Hälf­te zurück­ge­fah­ren. Als Grund hier­für wur­de von der Geschäfts­lei­tung der Auf­trags­man­gel ange­ge­ben. Für das nächs­te Jahr wur­de von 2,8 Mil­lio­nen Tei­len gespro­chen. Gleich­zei­tig wur­den aber im neu­en Werk in Levice, Slo­wa­kei, die Pro­duk­ti­ons­zah­len hoch­ge­setzt. Die Mit­ar­bei­ter fürch­ten um den Bestand des Wer­kes in Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler und den Ver­lust ihrer Arbeits­plät­ze. Das wäre ein schwe­rer Rück­schlag für die Regi­on, denn davon wären natür­lich die Fami­li­en der Mit­ar­bei­ter betrof­fen, aber auch wei­te­re Arbeits­plät­ze im Kreis, die von dem Werk abhängen.

Ein Zukunfts­kon­zept, das der Beleg­schaft für Novem­ber 2014 ver­spro­chen war, wur­de zunächst auf den 23. Janu­ar und dann auf den 13. März ver­scho­ben. Die­ses wur­de dann aber auch am letz­ten Frei­tag nicht vor­ge­legt. Chris­ti­an Bald­auf wird sich gemein­sam mit Julia Klöck­ner, Gui­do Ernst und Horst Gies in einem Brief über die Aus­la­dung der CDU-Dele­­ga­­ti­on bei der Geschäfts­lei­tung beschwe­ren. Außer­dem sag­te er dem Betriebs­rat zu, sich an die rhein­­land-pfäl­­zi­­sche Minis­ter­prä­si­den­tin Malu Drey­er und die Arbeits­mi­nis­te­rin Sabi­ne Bät­­zing-Lich­­ten­t­hä­­ler zu wen­den, und zu erfra­gen, inwie­weit die­se über die Pro­ble­ma­tik infor­miert sind und was sie in die­ser Ange­le­gen­heit zu tun geden­ken. Damit wäre das The­ma auch über die CDU in der Lan­des­po­li­tik ange­kom­men. Nach einem guten und inter­es­san­ten Infor­ma­ti­ons­ge­spräch ver­ein­bar­ten die Betei­lig­ten, sich in der Sache auch wei­ter­hin auf dem Lau­fen­den zu hal­ten, um mög­lichst alles für die Zukunft des Wer­kes im Kreis Ahr­wei­ler zu tun.