1. Dezem­ber 2014

Guido Ernst und Horst Gies: Elternwillen konsequent Rechnung tragen — Vorschlag der CDU-Landtagsfraktion zur Reform der Schulferien

Die CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on hat vor kur­zem ihre Pla­nun­gen zur Neu­ord­nung der Schul­fe­ri­en bis 2024 vor­ge­stellt. Dazu erklärt der Vor­sit­zen­de des Aus­schus­ses für Bil­dung im rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Land­tag, Gui­do Ernst: ‘Wenn Par­ti­zi­pa­ti­on und Eltern­wil­le kei­ne hoh­len Phra­sen sein sol­len, dann müs­sen am Ende der Dis­kus­si­on zur Reform der Schul­fe­ri­en auch bere­chen­ba­re und ein­deu­ti­ge Ergeb­nis­se ste­hen. Die CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on sieht sich am Ende des Pro­zes­ses in ihrer Hal­tung für Fami­lie und Bil­dung bestä­tigt und schlägt des­halb eine durch­ge­hen­de Ein­füh­rung von Pfingst­fe­ri­en vor. In Jah­ren, in denen das nicht mög­lich ist, sol­len Win­ter­fe­ri­en das Schul­jahr sinn­voll glie­dern. Die dafür not­wen­di­gen Feri­en­ta­ge wer­den durch die Kür­zung der Herbst­fe­ri­en erzielt. Das ist fami­li­en­freund­lich und bil­dungs­po­li­tisch sinnvoll.’ 

, MdL, ergänzt: ‘Was die Lan­des­re­gie­rung vor­schlägt, ist kei­ne Reform der Feri­en­zei­ten. Der Vor­schlag über­zeugt nicht und hält die Eltern, Schü­ler und Leh­rer zum Nar­ren. Es ist abwe­gig, inner­halb von sie­ben Jah­ren even­tu­ell nur ein­mal Win­ter­fe­ri­en und nur zwei Mal Pfingst­fe­ri­en zu eta­blie­ren. Damit kön­nen weder die Schu­len noch die Eltern pla­nen. Das ist kei­ne Umset­zung des Eltern­wil­lens.’ Vor­schlag der CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on: Aus päd­ago­gi­schen Grün­den muss min­des­tens eine 6‑wöchige Schul­zeit zwi­schen den Feri­en ein­ge­hal­ten wer­den. In Jah­ren, in denen die zeit­li­chen Abstän­de es zulas­sen (min­des­tens 6 Wochen), sol­len Pfingst­fe­ri­en eta­bliert wer­den. Dies gilt für die Jah­re 2021 bis 2024. 

Bei der Feri­en­pla­nung kann in drei Fäl­len Fron­leich­nam mit ein­ge­bun­den wer­den. Somit ent­ste­hen zwei­wö­chi­ge Feri­en­zei­ten. Wenn die Abstän­de zwi­schen Ostern und den Som­mer­fe­ri­en nicht min­des­tens sechs Wochen Raum las­sen, wer­den ein­wö­chi­ge Win­ter­fe­ri­en vor Rosen­mon­tag vor­ge­se­hen. Durch die fes­te Ter­mi­nie­rung kann die Plan- und Bere­chen­bar­keit die­ses Feri­en­ab­schnitts unter­stützt wer­den. In den Jah­ren 2019 und 2020 kön­nen Win­ter­fe­ri­en ein­ge­führt wer­den. Im Schul­jahr 2017/ 2018 fällt aus­nahms­wei­se ein frü­her Oster­ter­min mit frü­hen Som­mer­fe­ri­en zusam­men. Des­halb kann kei­ne der bei­den neu­en Feri­en­ab­schnit­te rea­li­siert wer­den. Die Herbst­fe­ri­en wer­den zuguns­ten der neu­en Feri­en­zei­ten um eine Woche gekürzt. Für die Som­mer­fe­ri­en for­dert die CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on wei­ter­hin, dass die Lan­des­re­gie­rung auf Kul­­tus­­mi­­nis­­ter­­kon­­fe­­renz-Ebe­­ne einen Dis­kus­si­ons­pro­zess über eine fami­li­en­ge­rech­te Umge­stal­tung beginnt.