13. Mai 2014

Land lässt die Kommunen beim Kita-Ausbau erneut im Stich — CDU-Kreis Ahrweiler kritisiert verspätete Zuschusszahlung aus Mainz

Neue Hiobs­bot­schaf­ten errei­chen der­zeit die Kom­mu­nen lan­des­weit, auch im Kreis Ahr­wei­ler. Von den bis Ende des ver­gan­ge­nen Jah­res im Rah­men der För­de­rung von Plät­zen für Kin­der unter drei Jah­ren in den Kin­der­ta­ges­stät­ten aus dem Kreis Ahr­wei­ler gestell­ten Anträ­ge sind bis­her für 14 Pro­jek­te noch kei­ne Lan­des­mit­tel bewil­ligt wor­den. Die CDU im Kreis­tag Ahr­wei­ler stellt fest, dass damit die Kom­mu­nen und frei­en Trä­ger nach­hal­tig dar­an gehin­dert wer­den, ihren Ver­pflich­tun­gen zum Aus­bau der U3-Infra­­stru­k­­tur nachzukommen.

Es gibt kreis­weit feh­len­de Bewil­li­gun­gen des Lan­des für Pro­jek­te mit einem Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von cir­ka vier Mil­lio­nen Euro und erwar­te­ten Lan­des­mit­teln von etwa 900.000 Euro. Nun­mehr wur­de ange­kün­digt, dass das Land in die­sem Jahr für neun der genann­ten Pro­jek­te eine Zuwen­dung bewil­li­gen wer­de, die aller­dings erst 2016, also aus dem neu­en Dop­pel­haus­halt gezahlt wer­den sol­len. Hier stellt sich für die CDU im Kreis die Fra­ge, wo denn die laut Minis­te­ri­um im Dop­pel­haus­halt 2014 / 2015 für Inves­ti­tio­nen im Kin­der­ta­ges­stät­ten­be­reich bereit­ste­hen­den 35 Mil­lio­nen Euro ver­blie­ben sind. Noch schlim­mer trifft es fünf wei­te­re Pro­jek­te im Kreis Ahr­wei­ler, die ent­spre­chend der Ankün­di­gung des Lan­des erst 2015 bewil­ligt wer­den sol­len und deren Aus­zah­lungs­ter­mi­ne sei­tens des Lan­des erst gar nicht benannt wer­den. Fol­ge: Kom­mu­nen und freie Trä­ger müs­sen vor­fi­nan­zie­ren, wenn sie die drin­gend erfor­der­li­chen Bau­maß­nah­men begin­nen wollen.

Micha­el Schnei­der, Spre­cher der CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on für Jugend und Sozia­les: ‘Hier wird deut­lich, was die voll­mun­di­gen Erklä­run­gen der Lan­des­re­gie­rung wirk­lich wert sind. Kom­mu­nen, Kreis und die frei­en Trä­ger von Kin­der­ta­ges­stät­ten wer­den sei­tens des Lan­des dar­an gehin­dert, den Rechts­an­spruch auf einen Kin­der­ta­ges­stät­ten­platz zeit­ge­recht umzu­set­zen. Die­se Poli­tik der Lan­des­re­gie­rung tor­pe­diert das red­li­che Bemü­hen der Betei­lig­ten vor Ort, die bestehen­den Rechts­an­sprü­che, die übri­gens auch das Land mit beschlos­sen hat, zügig umzusetzen.’

Der­zeit kann man im Kreis Ahr­wei­ler deut­lich erken­nen, dass durch die­se Poli­tik des Lan­des der Aus­bau der Betreu­ung ins­be­son­de­re von Ein- und Zwei­jäh­ri­gen in den Kin­der­ta­ges­stät­ten zeit­lich enorm ver­zö­gert wird. Die Kom­mu­nen sind finan­zi­ell abso­lut nicht in der Lage, erneut als Aus­fall­bür­ge für das Land zu fun­gie­ren. Auch kirch­li­che Trä­ger haben bereits ange­kün­digt, dass sie erst inves­tie­ren kön­nen, wenn die Zuschüs­se fließen.