8. Novem­ber 2013

Peinliches Theater der Genossen im Kreistag Ahrweiler — Michael Schneider (CDU): ‘SPD im Kreis Ahrweiler stellt mal wieder Nibelungentreue zur Landesregierung unter Beweis’

Wei­ter hef­ti­ge Kri­tik ern­tet die SPD-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on Ahr­wei­ler ange­sichts ihres Ver­hal­tens in der jüngs­ten Kreis­tags­sit­zung beim The­ma ‘Reso­lu­ti­on zur Betei­li­gung des Lan­des Rhein­­land-Pfalz an der Grü­nen Woche in Ber­lin’. SPD-Frak­­ti­on­s­­chef Lorenz Denn hat­te in der Debat­te erklärt, die SPD neh­me an der Abstim­mung nicht teil und sei qua­si ’nicht im Saal anwe­send’. Der Geschäfts­füh­rer von CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on und CDU-Kreis­­ver­­­band, Micha­el Schnei­der, bezeich­net das Ver­hal­ten der Genos­sen als schlicht pein­lich. ‘So ein Ver­hal­ten hat es mei­nes Erach­tens im Kreis­tag noch nicht gegeben.’

‘Offen­bar ist bei der SPD Kreis Ahr­wei­ler eine kri­ti­sche Hal­tung zur eige­nen Lan­des­re­gie­rung ver­pönt’, so Schnei­der. ‘Wir erle­ben es ja nicht zum ers­ten Mal bei den Sozi­al­de­mo­kra­ten, dass hier vor Ort eine Nibe­lun­gen­treue zur Lan­des­re­gie­rung an den Tag gelegt wird, ohne sich um die Belan­ge des Krei­ses und sei­ner Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu kümmern.’

Auch die Begrün­dung Denns für das merk­wür­di­ge Ver­hal­ten der SPD-Frak­­ti­on, man habe noch eine Rei­he von offe­nen Fra­gen zum The­ma, wirkt vor­ge­scho­ben. ‘War­um hat die SPD die­se Fra­gen nicht zum Gegen­stand einer Anfra­ge im Kreis- und Umwelt­aus­schuss weni­ge Tage vor dem Kreis­tag gemacht?’ hakt Schnei­der nach. Spä­tes­tens im Kreis­tag selbst hät­te Lorenz Denn die Fra­ge­stel­lun­gen auf­wer­fen und debat­tie­ren kön­nen. Für schlech­ten Stil hält es der Geschäfts­füh­rer der CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on, dass man sich in einer Debat­te erst zu Wort mel­de und im Schluss­satz erklä­re, man neh­me an der Debat­te und Abstim­mung gar nicht teil.

Gera­de­zu aben­teu­er­lich ist die Behaup­tung der SPD, ‘das The­ma gehört eigent­lich in den Land­tag und nicht in den Kreis­tag.’ Man sei in der Ver­gan­gen­heit oft genug gemein­sam im Kreis­tag in glei­cher Wei­se vor­ge­gan­gen, so Micha­el Schnei­der, und wesent­li­ches Merk­mal einer Reso­lu­ti­on sei es nun ein­mal, dass Adres­sat hier­für eine über­ge­ord­ne­te staat­li­che Ebe­ne wie Land oder Bund sei. Dabei gehe es dar­um, die Inter­es­sen einer Regi­on zu arti­ku­lie­ren und der höhe­ren Ebe­ne, hier der Lan­des­re­gie­rung und dem Land­tag, für deren Ent­schei­dungs­ab­wä­gung nahe­zu­brin­gen. In der Sache gebe es im Übri­gen für die Christ­de­mo­kra­ten im Kreis kei­ner­lei Zwei­fel, so Micha­el Schnei­der abschlie­ßend, dass das Land Rhein­­land-Pfalz nicht zuletzt als wich­tigs­tes deut­sches Wein­an­bau­land mit einem eige­nen Stand bei der ‘Grü­nen Woche’ dabei sein müs­se. ‘Auch unser Kreis Ahr­wei­ler als star­ke Wein­bau­re­gi­on mit einer viel­fäl­ti­gen Land­wirt­schaft und Lebens­mit­tel­pro­duk­ti­on hat dar­an ein vita­les Interesse.’