29. April 2013

Mechthild Heil MdB (CDU) konnte ausgewiesenen Euro- und Finanzfachmann begrüßen — Dr. Michael Meister plädierte in Sinzig für den Grundsatz ‘Solidarität bei Solidität’

Einen aus­ge­wie­se­nen Euro- und Finanz­fach­mann konn­te die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil, der Vor­sit­zen­de der Mit­­­tel­­stands- und Wirt­schafts­uni­on im Kreis Ahr­wei­ler, Elmar Lersch, sowie der Sin­zi­ger CDU-Stadt­­­ver­­­band­s­­vor­­­si­t­­zen­­de Kurt Quarz jetzt zu einer poli­ti­schen Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung begrü­ßen. Dr. Micha­el Meis­ter, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der CDU/C­­SU-Bun­­­des­­tags­­­frak­­ti­on für die Fach­ge­bie­te ‘Haus­halt, Finan­zen und Kom­mu­nal­po­li­tik’, war ins Sin­zi­ger Schloss gekom­men, um über die augen­blick­li­che Situa­ti­on im Euro­raum sowie die wei­te­re Ent­wick­lung der Staats­fi­nan­zen zu berichten.

Nach Lösung der Zypern-Kri­­se herr­sche zur­zeit eine ‘Schein­ru­he’, so Micha­el Meis­ter, die jedoch nicht auf eine Über­win­dung aller Pro­blem deu­te und im Gegen­teil unbe­dingt für alle Ver­ant­wort­li­chen Anlass sein müs­se, wei­te­re Reform- und Kon­so­li­die­rungs­schrit­te zu unter­neh­men. ‘Die Staats­schul­den­kri­se kann nur durch die wachs­tums­ori­en­tier­te Kon­so­li­die­rung der öffent­li­chen Haus­hal­te bewäl­tigt wer­den. Dazu ist kei­ne kur­ze, son­dern eine lan­ge und stei­ni­ge Weg­stre­cke mit Höhen und Tie­fen zurück­zu­le­gen,’ beto­net der Ber­li­ner Fraktionsvize.

‘Nur kon­so­li­dier­te Haus­hal­te wer­den das not­wen­di­ge Ver­trau­en in die Euro­zo­ne erzeu­gen und der Staats­schul­den­kri­se end­gül­tig den Gar­aus machen. Bei gra­vie­ren­den Abwei­chun­gen von die­sem Kurs könn­te sonst die Geschäfts­grund­la­ge für die deut­schen Ret­tungs­hil­fen in Fra­ge gestellt wer­den. Für uns in Deutsch­land gilt nach wie vor der Grund­satz ‘Soli­da­ri­tät bei Soli­di­tät’. Streng abge­lehnt wur­de von Meis­ter die Idee, alle Staats­schul­den in Euro­pa zu ver­ge­sell­schaf­ten, etwa in Form der soge­nann­ten Euro-Bonds. Die­se wür­den näm­lich eine gren­zen­lo­se Gesamt­haf­tung Deutsch­lands für alle Euro-Staa­­ten umfas­sen. Das kön­ne auch Deutsch­land nicht schul­tern. Zudem wür­den Euro-Bonds auch jeg­li­che Anrei­ze zur Ver­bes­se­rung in den ein­zel­nen Euro-Mit­­­glie­d­­staa­­ten aus­brem­sen. Micha­el Meis­ter dazu: ‘Euro-Bonds ver­wi­schen nur die Ver­ant­wor­tung, leis­ten aber kei­ner­lei Bei­trag um die eigent­li­che Ursa­che der Kri­se, näm­lich feh­len­de Struk­tur­re­for­men, zu beseitigen.’

Auch zur Haus­halts­la­ge in Deutsch­land nahm der Exper­te Stel­lung, der an der hes­si­schen Wein­stra­ße sei­nen Wahl­kreis hat. ‘Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger neh­men an der guten wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung teil. Gleich­zei­tig ste­hen wir für die nach­hal­ti­ge Kon­so­li­die­rung der öffent­li­chen Haus­hal­te. Drei Jah­re frü­her als vom Grund­ge­setz vor­ge­schrie­ben, hal­ten wir im Bund schon im lau­fen­den Jahr die ver­fas­sungs­recht­li­che Gren­ze für das struk­tu­rel­le Defi­zit von maxi­mal 0,35 Pro­zent des Brut­to­in­lands­pro­dukts ein. Ziel der Koali­ti­on für das Jahr 2014 ist es, unter der Vor­aus­set­zung sta­bi­ler welt­wirt­schaft­li­cher und euro­päi­scher Rah­men­be­din­gun­gen, einen struk­tu­rell aus­ge­gli­che­nen Haus­halt zu ver­ab­schie­den.’ Mecht­hild Heil, Elmar Lersch und Kurt Quarz dank­ten Dr. Micha­el Meis­ter für einen enga­gier­ten Vor­trag mit einem Wein­prä­sent von der Ahr.