14. April 2013

Große Anstrengungen für die Schwächeren in unserer Gesellschaft’ — Kreistagsmitglied Michael Schneider (CDU) berichtet bei der Frauen-Union Bad Neuenahr-Ahrweiler über ‘Jugend und Soziales’ im Kreis Ahrweiler

Jugend und Sozia­les im Kreis Ahr­wei­ler — Eine Bestands­auf­nah­me’, so lau­te­te der Titel einen Ver­an­stal­tung der Frau­en-Uni­on (FU) Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler, zu der zahl­rei­che poli­tisch inter­es­sier­te gekom­men waren. Hei­ke Krä­­mer-Resch, Vor­sit­zen­de der FU, konn­te als Refe­ren­ten Micha­el Schnei­der, Spre­cher der CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on Ahr­wei­ler für ‘Jugend und Sozia­les, begrü­ßen. Aus dem brei­ten Spek­trum der The­men berich­te­te Schnei­der über die Bereich Kin­der­ta­ges­stät­ten, Jugend­hil­fe, Schul­so­zi­al­ar­beit, Demo­gra­fi­sche Ent­wick­lun­gen, Pfle­ge und Job-Center. 

Der ers­te Blick rich­te­te sich auf die finan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen der Jugend- und Sozi­al-Leis­­tun­­­gen auf den Haus­halt des Krei­ses Ahr­wei­ler mit sei­nem augen­blick­li­chen Volu­men in Höhe von 156 Mil­lio­nen Euro. Für den Bereich Sozia­les wer­den etwa 73 Mil­lio­nen, für Jugend 42, 4 Mil­lio­nen auf­ge­wen­det. Ins­ge­samt sind so 74 Pro­zent des Kreis­haus­halts für die­se Zwe­cke gebun­den; Spiel­räu­me bei der Aus­ga­ben­ge­stal­tung, so Schnei­der gibt es kaum, da es sich fast aus­schließ­lich um gesetz­li­che Pflicht­auf­ga­ben han­de­le. So schlägt allein die Ein­glie­de­rungs­hil­fe für behin­der­te Men­schen mit fast 40 Mil­lio­nen Euro an Aus­ga­ben zu Buche. Schnei­der mahn­te aber an, dass hin­ter die­sen Zah­len fast immer der Ansatz ste­he, die Lebens­si­tua­ti­on der schwä­che­ren Mit­glie­der unse­rer Gesell­schaft zu verbessern. 

Der Blick rich­te­te sich anschlie­ßend auf die Fak­ten eini­ger Ein­zel­be­rei­che. Bei den Kin­der­ta­ges­stät­ten waren zuletzt Anpas­sun­gen beim Anteil der Ganz­ta­ges­plät­ze von 30 auf 40 Pro­zent aller Kita-Plä­t­­ze erfolgt. Gemein­sam mit den ande­ren Kreis­tags­frak­tio­nen habe man als CDU hier dem gestie­ge­nen Bedarf an sol­chen Betreu­ungs­for­men Rech­nung getra­gen. Nach dem Rechts­an­spruch für Zwei­jäh­ri­ge ab dem Jahr 2010 steht im August 2013 der nächs­te Quan­ten­sprung an, denn Ein­jäh­ri­ge haben einen Anspruch auf einen Kita-Platz und drän­gen in die 65 Ein­rich­tun­gen im Kreis Ahr­wei­ler. Auch die­ses lan­des­ge­setz­li­che Fest­le­gung hat gro­ße Aus­wir­kun­gen: not­wen­dig ist die Umwand­lung von 28 Grup­pen und die Neu­schaf­fung von 25 zusätz­li­chen Grup­pen. 29 Bau­maß­nah­men mit einem Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von ca. 5,8 Mil­lio­nen Euro und Kreis­zu­schüs­sen von 1,2 Mil­lio­nen Euro ste­hen an. Das not­wen­di­ge zusätz­li­che Fach­per­so­nal ent­spricht 57 Vollzeitstellen.

Im Bereich der Jugend­hil­fe beto­ne Micha­el Schnei­der den seit Jah­ren von der CDU im Kreis ver­folg­ten und gemein­sam mit Land­rat und Kreis­ju­gend­amt ver­folg­ten prä­ven­ti­ven Ansät­ze. Um am Ende die extrem teu­ren Heim­un­ter­brin­gun­gen von Kin­dern und Jugend­li­chen ver­mei­den zu kön­nen, wer­den aus sei­ner Sicht nied­rig­schwel­li­ge Ange­bo­te für Fami­li­en mit Hil­­fe- und Bera­tungs­an­ge­bo­ten immer wich­ti­ger wer­den. Für den Bereich der Schul­so­zi­al­ar­beit ver­wies der Christ­de­mo­krat auf die mitt­ler­wei­le vom Kreis auf­ge­bau­te Struk­tu­ren mit­hil­fe von Bun­des­mit­teln. Hier erwar­tet man ab 2014 wei­ter Unter­stüt­zung, auch vom Land Rhein­­land-Pfalz, das sei­ne vor­he­ri­gen Zuschüs­se unver­ständ­li­cher Wei­se zurück­ge­fah­ren hat. Betrach­tet wur­den auch die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung im Kreis Ahr­wei­ler, die Situa­ti­on der Pfle­ge sowie die Arbeit des seit 2012 täti­gen gemein­sa­men Job­cen­ters im Kreis Ahr­wei­ler. Eine rege Dis­kus­si­on schloss sich an, in der wei­te­re Fra­ge­stel­lun­gen rund um den The­men­kom­plex ‘Jugend und Sozia­les’ beleuch­tet wer­den konnten.

Die Frau­en-Uni­on freut sich jeder­zeit über neue Mitglieder.