8. April 2013

Baustoff ‘Holz’ näher in den Fokus rücken — Christdemokraten aus dem Kreis Ahrweiler informierten sich über Holzbau und weitere Belange der Fortwirtschaft

Zum einem umfas­sen­den Mei­nungs­aus­tausch über die Belan­ge der Forst­wirt­schaft kamen jetzt füh­ren­de Christ­de­mo­kra­ten aus dem Kreis Ahr­wei­ler in die Umwelt­lern­schu­le beim Abfall­wirt­schafts­zen­trum des Krei­ses in Nie­der­zis­sen. Der CDU-Kreis­­vor­­­si­t­­zen­­de Horst Gies MdL, sein Land­tags­kol­le­ge Gui­do Ernst, die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil, der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de im Kreis­tag, Karl-Heinz Sund­hei­mer, sowie wei­te­re CDU-Kreis­­tags­­­mi­t­­glie­­der waren mit dabei. Emp­fan­gen wur­den sie vom Lei­ter der tech­ni­schen Abfall­wirt­schaft im Kreis Ahr­wei­ler, Josef Hom­men, der mit Details zur Umwelt­lern­schu­le auf­war­te­te, die als bei­spiel­haf­tes ‘Leucht­turm­pro­jekt’ im Bereich Holz­bau beson­ders aus­ge­zeich­net wur­de. Die Umwelt­lern­schu­le wur­de auf Antrag der CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on gebaut.

Forst­amts­lei­ter Hanns­jörg Pohl­mey­er vom Forst­amt Ahr­wei­ler und sein Stell­ver­tre­ter Ulrich Jakobs konn­ten hier ein­ha­ken und stell­ten den Christ­de­mo­kra­ten aus dem Kreis Ahr­wei­ler die Stra­te­gie vor, lan­des­weit Holz als Bau­stoff stär­ker in den Fokus zu rücken. Das 2009 ein­ge­rich­te­te Clus­ter­ma­nage­ment ‘Hol­z­­bau-Clus­­ter RLP’ mit Sitz in Koblenz ver­folgt das Ziel die Holz­bau­bran­che zu stär­ken und vor­han­de­ne Netz­werk­struk­tu­ren wei­ter zu ent­wi­ckeln. Durch inno­va­ti­ve Refe­renz­pro­jek­te sol­len ‘Leucht­tür­me’ ent­ste­hen, die sowohl nach innen in die Holz­bau­be­trie­be, als auch nach außen in die Öffent­lich­keit strah­len. Auf­grund her­vor­ra­gen­der Dämm­ei­gen­schaf­ten und gerin­ger Wär­me­leit­fä­hig­keit sei Holz ein idea­ler Bau­stoff, mit dem über­aus inno­va­ti­ve und archi­tek­to­nisch anspruchs­vol­le Gebäu­de rea­li­siert wer­den kön­nen. Auch im kom­mu­na­len Bereich sei Holz­bau eine kon­kur­renz­fä­hi­ge Alter­na­ti­ve, ins­be­son­de­re, wenn der Roh­stoff aus der kom­mu­na­len Fort­wirt­schaft ent­nom­men wer­den kann. Als ers­tes her­aus­ra­gen­des Pro­jekt im Rah­men der Clus­ter­initia­ti­ve ‘Forst und Holz’ konn­te mit der Umwelt­lern­schu­le in Nie­der­zis­sen ein Antrag des Abfall­wirt­schafts­be­trie­bes des Land­krei­ses Ahr­wei­ler bewil­ligt werden.

Pohl­mey­er infor­mier­te auch über die Mög­lich­kei­ten der Nut­zung von Wind­kraft im Wald, die ange­sichts des lan­des­weit und auch im Kreis Ahr­wei­ler ange­streb­ten Aus­baus rege­ne­ra­ti­ver Ener­gien an Bedeu­tung gewin­nen wird. Hin­ge­wie­sen wur­de dabei, dass lan­des­weit mit der Fort­schrei­bung des Lan­des­ent­wick­lungs­plan (LEP IV) min­des­tens zwei Pro­zent der Flä­che des Wal­des für die Nut­zung durch die Wind­ener­gie zur Ver­fü­gung gestellt wer­den sol­len. Alte Laub­holz­be­stän­de sol­len hin­ge­gen von der Wind­ener­gie­nut­zung frei­ge­hal­ten wer­den. Auch die Dis­kus­si­on der letz­ten Mona­te um ein Füt­te­rungs­ver­bot für Wild in Rhein­­land-Pfalz wur­de auf­ge­grif­fen. Die Förs­ter stell­ten dar, dass es ört­lich sehr hohe Schä­den an Bäu­men durch Rin­den­ver­biss gege­ben habe.