29. Janu­ar 2013

Guido Ernst MdL und Horst Gies MdL: Pflegende und Pflege brauchen eine starke Stimme — Demografischer Wandel / Pflege

Zur Stär­kung der Pfle­ge in Rhein­­land-Pfalz haben sich die CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten Horst Gies und Gui­do Ernst heu­te für die Ein­rich­tung einer Pfle­ge­kam­mer aus­ge­spro­chen. Damit ver­bun­den ist die Auf­for­de­rung an die Lan­des­re­gie­rung, jetzt die Wei­chen für die Schaf­fung einer sol­chen berufs­stän­di­schen Kör­per­schaft zu stel­len. Gera­de in Anbe­tracht des über­pro­por­tio­nal stei­gen­den Anteils älte­rer Men­schen, des damit ver­bun­de­nen höhe­ren Pfle­ge­be­darfs und des zuneh­men­den Bedarfs an Pfle­ge­kräf­ten sei es drin­gend gebo­ten, eine ’star­ke Stim­me’ für alle in der Pfle­ge täti­gen zu schaffen.

Horst Gies: ‘Jeder von uns kann ein­mal auf gute Pfle­ge ange­wie­sen sein. Es ist eine qua­li­fi­zier­te und ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be. Leis­tung und Zukunft der Pfle­ge müs­sen gesi­chert wer­den, ins­be­son­de­re auch ange­sichts der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung. Für die­se Qua­li­tät und eine gesi­cher­te Zukunft sind gut aus­ge­bil­de­te und moti­vier­te Fach­kräf­te not­wen­dig. Der Beruf muss attrak­ti­ver und aner­kann­ter wer­den. Eine star­ke beruf­li­che und gesell­schaft­li­che Ver­tre­tung der Pfle­ge dient die­sem Ziel. Eine Pfle­ge­kam­mer ist ein geeig­ne­tes Instru­ment hier­für. Sie wäre eine berufs­stän­di­sche Kör­per­schaft des öffent­li­chen Rechts als eine Stan­des­ver­tre­tung, die Auf­ga­ben der berufs­be­zo­ge­nen Selbst­ver­wal­tung und Inter­es­sen­ver­tre­tung wahr­nimmt. Das Gesund­heits­we­sen kennt bereits berufs­stän­di­sche Kam­mern wie z. B. die Ärz­te­kam­mer, die Apo­the­ker­kam­mer, die Psy­cho­the­ra­peu­ten­kam­mer und die Zahn­ärz­te­kam­mer. Eine Pfle­ge­kam­mer ergänzt das Kam­mer­spek­trum im Gesundheitswesen.’

Die zen­tra­len Argu­men­te für eine Pfle­ge­kam­mer sind:

— Die Pfle­ge­kam­mer trägt zur gleich­be­rech­tig­ten Inter­es­sen­ver­tre­tung bei
— Die Pfle­ge­kam­mer bün­delt Kompetenzen
— Die Pfle­ge­kam­mer sorgt für Qualität
— Die Pfle­ge­kam­mer wer­tet die Pfle­ge auf
— Die Pfle­ge­kam­mer schafft Transparenz
— Die Pfle­ge­kam­mer ist ein star­kes Sprach­rohr in die Politik 

Die For­de­rung nach Ein­rich­tung einer Pfle­ge­kam­mer, so die Abge­ord­ne­ten, habe die CDU Rhein­­land-Pfalz bereits auf ihrem Lan­des­par­tei­tag im Jahr 2011 beschlos­sen. Die Ergeb­nis­se einer von der CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on im Okto­ber 2012 durch­ge­führ­ten Anhö­rung zum The­ma Pfle­ge­kam­mer und einer im Novem­ber 2012 ein­ge­brach­ten Gro­ße Anfra­ge hät­ten die Not­wen­dig­keit einer Pfle­ge­kam­mer bestätigt.

Gui­do Ernst: ‘Die Lan­des­re­gie­rung hat die Ein­rich­tung einer Pfle­ge­kam­mer lan­ge abge­lehnt. Es ist zu begrü­ßen, dass die Akti­vi­tä­ten der CDU dort nun zu einem Sin­nes­wan­del geführt haben. Aller­dings hat die Lan­des­re­gie­rung kost­ba­re Zeit ver­strei­chen las­sen und bleibt nun hin­ter ihren eige­nen Ankün­di­gun­gen zurück. Ursprüng­lich soll­te die Pfle­ge­kam­mer Anfang 2014 star­ten. Jetzt ist von Mit­te 2015 die Rede. Das wird den Belan­gen der Pfle­gen­den und der Pfle­ge nicht gerecht.’