18. Janu­ar 2013

Horst Gies MdL und Guido Ernst MdL: Schritt zu mehr Bürgernähe — Wählerinnen und Wähler sollen zu Hause entscheiden können

Bei den nächs­ten Kom­mu­nal­wah­len in Rhein­­land-Pfalz sol­len die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger auch die Mög­lich­keit haben, zu Hau­se zu wäh­len. Dies schla­gen die CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten Horst Gies und Gui­do Ernst als Bei­trag zu mehr Bür­­ger-betei­­li­­gung und als Mit­tel gegen die anhal­ten­de Wahl­mü­dig­keit vor. 

‘Wir debat­tie­ren in der Enquete-Kom­­mis­­si­on ‘Bür­ger­be­tei­li­gung’ das Wahl­recht ab 16 und Wahl­mög­lich­kei­ten für Nicht-EU-Aus­­län­­der. Ein wirk­lich kon­kre­ter Schritt zu einer höhe­ren Wahl­be­tei­li­gung und zu einer Erleich­te­rung wäre jedoch, das Wäh­len zu Hau­se nach dem Vor­bild Baden-Wür­t­­te­m­­bergs zuzu­las­sen. Unse­re For­de­rung ist ein ech­ter ‘Lack­­mus-Test’ für die Regie­rungs­frak­tio­nen aus SPD und Grü­ne, die ansons­ten die Bür­ger­be­tei­li­gung als ihre Erfin­dung auf die Fah­nen geschrie­ben haben.’

Ernst ver­wies dar­auf, dass die Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler, die hun­der­te von Stim­men ver­ge­ben soll­ten, Orts­vor­ste­her, Gemein­­de- und Stadt­rä­te sowie Kreis­ta­ge wäh­len und sich noch für die Par­tei­en ent­schei­den müss­ten, leicht abge­schreckt wür­den, über­haupt wäh­len zu gehen. Kein Wahl­ver­fah­ren im poli­ti­schen Sys­tem der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land sei für den abstim­men­den Bür­ger, bei­spiels­wei­se durch das Kumu­lie­ren und Pana­schie­ren, so kom­pli­ziert wie das Kom­mu­nal­wahl­recht. Zum Teil lan­ge War­te­schlan­gen vor den Wahl­lo­ka­len täten ihr Übri­ges. Neben der Wahl­ent­hal­tung näh­me auch der Anteil der Brief­wäh­ler mas­siv zu. Brief­wah­len von über 30 Pro­zent bei den ver­gan­ge­nen drei Kom­mu­nal­wah­len sei­en des­halb kei­ne Seltenheit. 

Des­halb, so Horst Gies sol­le den Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler wie in Baden-Wür­t­­te­m­­berg, durch die jewei­li­ge Stadt oder Gemein­de etwa eine Woche vor der Wahl ihre Stimm­zet­tel und ein Merk­blatt mit Hin­wei­sen zur Stimm­ab­ga­be über­sandt wer­den. So könn­ten sich die Bür­ge­rin­nen und Bür­gern in Ruhe auf den Urnen­gang vor­be­rei­ten und dann den Wahl­zet­tel abge­ben. Natür­lich blei­be es den Wäh­le­rin­nen und Wäh­lern unbe­nom­men, auch erst im Wahl­lo­kal abzustimmen. 

Ernst und Gies ver­wie­sen dar­auf, dass die CDU und die Kom­mu­nal­po­li­ti­sche Ver­ei­ni­gung der CDU Rhein­­land-Pfalz (KPV) das The­ma ‘Wäh­len zu Hau­se’ bereits nach den Kom­mu­nal­wah­len 1999 auf­ge­bracht hät­ten. Seit nun­mehr 14 Jah­ren blo­ckier­ten die SPD-geführ­­ten Lan­des­re­gie­run­gen die­sen Schritt zu mehr Bür­ger­be­tei­li­gung. Gies appel­lier­te an die rot-grü­­nen Regie­rungs­frak­tio­nen, die jet­zi­ge Initia­ti­ve der CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on end­lich auf­zu­grei­fen und das Ver­sen­den der Wahl­zet­tel nach dem Vor­bild Baden-Wür­t­­te­m­­bergs bei Kom­mu­nal­wah­len zuzulassen.