14. Dezem­ber 2012

Ständige Ankündigungen von Hürter zeigen schlechten Stil — CDU bedauert Schließung der Katasterämter — Behördenkahlschlag in AW

Wenn der SPD-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mar­cel Hür­ter öffent­lich ankün­digt, dass in der Kreis­ver­wal­tung jetzt eine Ser­vice­stel­le des Katas­ter­am­tes ein­ge­rich­tet wer­de, zeigt er damit ein­mal mehr schlech­ten Stil’, so die ein­hel­li­ge Mei­nung der CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten Gui­do Ernst und Horst Gies. Laut Aus­kunft der Kreis­ver­wal­tung läge näm­lich bis heu­te kei­ne offi­zi­el­le Bestä­ti­gung vor, wann und wie vie­le Mit­ar­bei­ter in der künf­ti­gen Ser­vice­stel­le ein­ge­setzt wer­den. Auch gebe es bis heu­te kei­ne ent­spre­chen­de schrift­li­che Vereinbarung.

Zudem ver­schwei­ge der SPD-Abge­­or­d­­ne­­te, so Gui­do Ernst, dass die Ser­vice­stel­le über­haupt nur des­halb not­wen­dig wer­de, weil das Land sei­ne Poli­tik des Behör­den­kahl­schla­ges im Kreis Ahr­wei­ler immer wei­ter fort­füh­re: ‘Jetzt trifft es gleich bei­de Katas­ter­äm­ter im Kreis. Die Außen­stel­le Sin­zig schließt in die­sen Tagen die Tür, im kom­men­den Jahr wird auch der Stand­ort Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren.’ Damit wer­de eine lan­ge Rei­he fort­ge­setzt: So habe die SPD-Lan­­des­­re­­gie­­rung zahl­rei­che wei­te­re Behör­den im Kreis­ge­biet dicht­ge­macht: die Lei­tungs­ebe­ne der Poli­zei in der Kreis­ver­wal­tung, das Amts­ge­richt Ade­nau, das Kul­tur­amt Ade­nau, die Stra­ßen­meis­te­rei Alte­nahr, die Staat­li­che Lehr- und Ver­suchs­an­stalt Ahr­wei­ler sowie die Staat­li­che Wein­bau­do­mä­ne Marienthal.

Horst Gies ergänzt: ‘Auf Initia­ti­ve der CDU hat­ten sich die Kreis­gre­mi­en par­tei­über­grei­fend gegen die vom Land geplan­te kom­plet­te Schlie­ßung gleich bei­der Katas­ter­äm­ter aus­ge­spro­chen. Nun ver­kün­det Mar­cel Hür­ter hin­ge­gen eine Mini-Ser­­vice­­stel­­le als gro­ßen Wurf. Bes­ser wäre es gewe­sen, er hät­te sich als Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter aus dem Kreis auch wirk­lich für den Kreis ein­ge­setzt.’ Sei­ne zahl­rei­chen pres­se­wirk­sa­men Ankün­di­gun­gen zeig­ten sei­ne gro­ße Nähe zur Regie­rung, so Gies. ‘Offen­bar ist er ihr so nahe, dass er sich nicht mehr mit kri­ti­schen Wor­ten gegen die Regie­rung stel­len kann. Er kann sogar noch nicht ein­mal abwar­ten, bis die Adres­sa­ten die­ser Ent­schei­dung offi­zi­ell unter­rich­tet sind.’