11. Juni 2012

CDU-Kreistagsfraktion Ahrweiler besuchte ehemalige Synagoge in Niederzissen — Erinnerungs- und Begegnungsstätte fertiggestellt

Beein­druckt zeig­ten sich die Mit­glie­der der CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on Ahr­wei­ler bei ihrem Infor­ma­ti­ons­be­such in der ehe­ma­li­gen Syn­ago­ge in Nie­der­zis­sen. Orts­bür­ger­meis­ter Richard Keu­ler, sei­ner­seits auch Mit­glied der CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on, emp­fing die Christ­de­mo­kra­ten, allen vor­an Frak­ti­ons­chef Karl-Heinz Sund­hei­mer. Er leg­te die inten­si­ven poli­ti­schen Pro­zes­se dar, die am Ende dazu führ­ten, dass die Orts­ge­mein­de das Gebäu­de erwarb und damit die Bewah­rung geschicht­li­chen Erbes in Nie­der­zis­sen sicherte. 

Der klei­ne Saal­bau mit Sat­tel­dach und Rund­bo­gen­fens­tern aus dem Jahr 1841 ist seit eini­gen Mona­ten als Erin­­ne­­rungs- und Begeg­nungs­stät­te fer­tig­ge­stellt. Von 1948 bis 1997 wur­de das umge­bau­te Got­tes­haus als Schmie­de genutzt. Unge­ach­tet der star­ken Ver­än­de­run­gen und Erwei­te­run­gen des Bau­werks im Lauf der Jah­re, blie­ben vom Ursprungs­bau doch Res­te der öst­li­chen Fens­ter, der Frau­en­em­po­re, der Nische für den Tora­schrein sowie der Wand- und Decken­be­ma­lung erhal­ten. Auch Res­te der Aus­stat­tung kön­nen heu­te besich­tigt wer­den, dar­un­ter Tora­rol­len, Brie­fe, Klei­dungs­stü­cke und Gebets­rie­men. Außer­dem ent­deck­te man auf dem Dach­bo­den zahl­rei­che Schrif­ten aus dem 18. und 19. Jahr­hun­dert. Die Mit­glie­der der CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on zeig­ten sich sehr erfreut, dass es auch mit Hil­fe des Krei­ses gelang, beträcht­li­che För­der­mit­tel von der Dorf­er­neue­rung des Lan­des Rhein­­land-Pfalz, der Lan­des­denk­mal­pfle­ge, der Deut­schen Stif­tung Denk­mal­schutz und der Lan­des­stif­tung für Kul­tur zu erlan­gen. Posi­tiv her­vor­ge­ho­ben wur­de vor Ort auch, dass der Kul­­tur- und Hei­mat­ver­ein Nie­der­zis­sen, der die Erin­­ne­­rungs- und Begeg­nungs­stät­te betreut, hohe Eigen­leis­tun­gen erbracht hat.