20. April 2012

Adenauer CDU unterstützt Forderung nach Anhebung der Pendlerpauschale — Entlastung der Pendler dringend geboten

Ange­sichts der gestie­ge­nen Sprit­prei­se hat sich der CDU-Gemein­­de­­ver­­­band Ade­nau für eine Erhö­hung der Pend­ler­pau­scha­le aus­ge­spro­chen und unter­stützt damit aus­drück­lich die For­de­rung des Koblen­zer CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten Micha­el Fuchs, der sich kürz­lich als einer der ers­ten Uni­ons­ab­ge­ord­ne­ten hier­für öffent­lich stark gemacht hat­te. Ins­be­son­de­re Berufs­pend­ler im länd­li­chen Raum wie der Ver­bands­ge­mein­de Ade­nau sei­en durch die enorm gestie­ge­nen Kos­ten für Ben­zin und Die­sel stark belastet. 

Nach Ansicht des Vor­stan­des der CDU in der Ver­bands­ge­mein­de Ade­nau sei eine Ent­las­tung der Pend­ler durch eine deut­li­che Erhö­hung der Pend­ler­pau­scha­le drin­gend gebo­ten, wofür sich die CDU im Bund stark machen müs­se. Sonst dür­fe man sich nicht wun­dern, wenn die Men­schen aus dem länd­li­chen Raum in die Bal­lungs­zen­tren zie­hen, wo sich die Arbeits­plät­ze befin­den. Wäh­rend in den Bal­lungs­räu­men ein gut aus­ge­bau­ter ÖPNV zu akzep­ta­blen Prei­sen zur Ver­fü­gung ste­he, sind die Pend­ler im länd­li­chen Raum in vie­len Fäl­len unver­zicht­bar auf den Pkw ange­wie­sen, um zur Arbeit zu gelangen. 

Wie der Vor­sit­zen­de Micha­el Kor­den erläu­ter­te, sei die Pau­scha­le 2004 gesenkt und seit­her nicht mehr an die gestie­ge­nen Prei­se ange­passt wor­den. Ein Ver­fas­sungs­ge­richts­ur­teil schrei­be aber vor, dass die Kos­ten für die Fahrt zur Arbeits­stät­te nicht zu ver­min­der­ten Net­to­ein­künf­ten füh­ren dürf­ten. In den ver­gan­ge­nen sie­ben Jah­ren sei­en – im Gegen­satz zur Pau­scha­le – die Prei­se für Ben­zin jedoch um etwa 25 bis 30 Pro­zent gestiegen. 

Zur Begrün­dung ihrer For­de­rung ver­wei­sen die Ade­nau­er Christ­de­mo­kra­ten zudem auf eine ganz aktu­el­le Stu­die des Wis­sen­schaft­li­chen Diens­tes des Bun­des­tags. Dem­nach müss­te die Pau­scha­le heu­te bei 74 statt bei 30 Cent lie­gen, um eine Ent­las­tung wie noch 1991 zu errei­chen. Vor 20 Jah­ren konn­ten die Bür­ger mit der von der Steu­er abzu­set­zen­den Pau­scha­le noch 61 Pro­zent der Fahrt­kos­ten zurück­be­kom­men, 2004 waren es schon nur noch 40 Pro­zent. Um wenigs­tens die glei­che Ent­las­tungs­wir­kung bei den Fahrt­kos­ten wie noch 2004 zu errei­chen, müss­te die Pend­ler­pau­scha­le dem­nach eigent­lich bei 49 Cent lie­gen, wie der Wis­sen­schaft­li­che Dienst des Par­la­ments ermit­telt hat. 

Gleich­zei­tig erzie­le der Staat durch gestie­ge­ne Sprit­prei­se steu­er­li­che Mehr­ein­nah­men. Zumin­dest die von den Berufs­pend­lern an der Zapf­säu­le durch gestie­ge­ne Prei­se ver­ur­sach­ten Steu­er­mehr­ein­nah­men, sei­en daher zwin­gend über eine erhöh­te Pau­scha­le an die Pend­ler zurückzugeben.

Die Ade­nau­er CDU kün­dig­te an, für eine Erhö­hung der Pend­ler­pau­scha­le in CDU-Par­­tei­­gre­­mi­en zu wer­ben und in der Sache den Dia­log mit der Wahl­kreis­ab­ge­ord­ne­ten Mecht­hild Heil und wei­te­ren CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten der Regi­on zu suchen.