25. Okto­ber 2011

Jahrzehntelange politische Verantwortung aus christlicher Überzeugung — CDU-Politiker Johann Peter Josten verstarb 96jährig

Johann Peter Jos­ten, lang­jäh­ri­ger CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ter für den Wahl­kreis Ahr­wei­ler, ist tot. Er ver­starb jetzt 96jährig in sei­ner Hei­mat­stadt Ober­we­sel. Der CDU-Kreis­­vor­­­si­t­­zen­­de Gui­do Ernst MdL wür­digt die poli­ti­sche Lebens­leis­tung des Ver­stor­be­nen als gro­ßen Bei­trag zur Ent­wick­lung der demo­kra­ti­schen Kul­tur nach dem Krieg.

Vie­len Bür­ge­rin­nen und Bür­gern des Krei­ses Ahr­wei­ler ist der CDU-Poli­­ti­­ker noch bes­tens in Erin­ne­rung. Von 1957 bis 1980 ver­trat Jos­ten als direkt gewähl­ter Abge­ord­ne­ter den Wahl­kreis Ahr­wei­ler im Deut­schen Bun­des­tag. Er war aber auch einer der Grün­der­vä­ter der neu­en Demo­kra­tie in Deutsch­land nach dem 2. Welt­krieg; 1946 gehör­te er zu den Män­nern der ers­ten Stun­de bei der CDU. In den rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Land­tag kam er 1947 als damals jüngs­ter Abge­ord­ne­ter, bevor er 1953 in den Deut­schen Bun­des­tag ein­zog. Von 1951 bis 1957 war er Lan­des­vor­sit­zen­der Rhein­­land-Pfalz der Jun­gen Union. 

Jos­ten stammt aus einer alten Hand­wer­ker­fa­mi­lie in Ober­we­sel und erlern­te vor sei­ner poli­ti­schen Lauf­bahn das Tisch­ler­hand­werk. In der Poli­tik war daher für ihn die Inter­es­sen­ver­tre­tung von Hand­werk und Mit­tel­stand stets von hoher Bedeu­tung. Als Kriegs­heim­keh­rer galt das poli­ti­sche Augen­merk von Jos­ten lan­ge Jah­re der Rück­kehr der deut­schen Kriegs­ge­fan­ge­nen aus Russ­land. Vor die­sem Hin­ter­grund ist auch sein Enga­ge­ment in VdH und VdK zu sehen. Im Deut­schen Bun­des­tag gehör­te er schließ­lich über Jahr­zehn­te den Aus­schüs­sen für Ver­tei­di­gung und Ent­wick­lungs­hil­fe an.

Sei­ne poli­ti­sche Tätig­keit hat Johann Peter Jos­ten auf sei­ne christ­li­che Über­zeu­gung gegrün­det. So galt sein Enga­ge­ment stets der katho­li­schen Kol­ping­fa­mi­lie. Die Grün­dung der Inter­na­tio­na­len Jugend­burg Kol­ping­haus auf Schön­burg ober­halb von Ober­we­sel ist sei­nem lang­jäh­ri­gen Ein­satz zu verdanken.