7. Febru­ar 2011

Anreize für Ärzte sollen Unterversorgung in vielen Gebieten stoppen — Guido Ernst MdL (CDU) plädiert für Gesundheitskonferenzen

Die Siche­rung der ärzt­li­chen Ver­sor­gung wird in vie­len Gebie­ten immer schwie­ri­ger. Vor allem im länd­li­chen Raum las­sen sich immer weni­ger Ärz­te nie­der. ‘So beun­ru­higt uns etwa die Ent­wick­lung im Brohl­tal’, erklär­te der CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Gui­do Ernst gegen­über der Presse. 

Die CDU im Kreis Ahr­wei­ler hält des­halb eine inten­si­ve, und brei­te Dis­kus­si­on für drin­gend erfor­der­lich, um den kri­ti­schen Trend zu stop­pen. Sie regt regio­na­le Gesundheits¬konferenzen unter der Betei­li­gung der Kom­mu­nen an, um Steue­rungs­mög­lich­kei­ten in die Kom­pe­tenz der Betrof­fe­nen zu legen.

‘Wir haben eine gan­ze Rei­he von Vor­schlä­gen für die ver­lang­te Dis­kus­si­on’, so Ernst. Denn nur gemein­sam kön­ne man etwa Anrei­ze schaf­fen, damit sich Ärz­te in unter­ver­sorg­ten Regio­nen nie­der­las­sen. Laut Ernst gehe es dabei nicht nur um finan­zi­el­le Anrei­ze, son­dern auch um attrak­ti­ve­re Lebens- und Arbeits­be­din­gun­gen am Ort der Praxis.

Kon­kret ist die CDU etwa für die Ein­rich­tung eines Struk­tur­fonds, in den ein Pro­zent der Gesamt­ver­gü­tung der jewei­li­gen Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung ein­flie­ßen könn­te. Die­ser Fond kön­ne bei­spiels­wei­se über Inves­ti­ti­ons­kos­ten­zu­schüs­se oder Ver­gü­tungs­zu­schlä­ge Ärz­te dazu bewe­gen, sich in unter­ver­sorg­ten Gebie­ten niederzulassen.

Für Ernst kann das aber nur ein Bau­stein sein. Die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung müs­se mit Hil­fe eines regio­na­len Gesamt­kon­zep­tes sicher­ge­stellt wer­den. ‘Teil des Kon­zep­tes müs­sen funk­tio­nie­ren­de Netz­wer­ke sein’, so Ernst, ‘etwa medi­zi­ni­sche Ver­sor­gungs­zen­tren, um ambu­lan­te und sta­tio­nä­re Ver­sor­gung effek­ti­ver zu koordinieren.’