29. Mai 2010

Im Fokus: Bedarfsgerechte Ausgestaltung von KITA-Plätzen — CDU-Kreistagsfraktion widerspricht Thesen der Grünen zur Kinderbetreuung

Kri­tisch reagiert die CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on Ahr­wei­ler auf jüngs­te Pres­se­mel­dun­gen der GRÜNEN zur Situa­ti­on im Bereich der Kin­der­ta­ges­stät­ten. ‘Die Aus­sa­ge von Grü­­nen-Kreis­­tags­­­mi­t­­glied Ute Reu­land, der Kreis Ahr­wei­ler sei auf die Erfül­lung des Rechts­an­spruchs von 2jährigen auf einen Kin­der­gar­ten­platz unge­nü­gend vor­be­rei­tet, ist unzu­tref­fend und fer­ner weder fach- noch sach­ge­recht’, so Frak­ti­ons­chef Karl-Heinz Sund­hei­mer und der CDU-Spre­cher im Kreis­tag für ‘Jugend und Sozia­les’, Micha­el Schneider.

Nach Ansicht der CDU ist es ziem­lich dreist zu behaup­ten, der ‘Rechts­an­spruch für drei- bis sechs­jäh­ri­ge Kin­der wer­de in Bad Brei­sig nicht erfüllt.’ Laut Gebur­ten­sta­tis­tik leben in Bad Brei­sig zwar mehr Kin­der zwi­schen drei und sechs Jah­ren, als Plät­ze in Kin­­der-tages­­stä­t­­ten bereit ste­hen, so Micha­el Schnei­der. Die tat­säch­li­che Inanspruch¬nahme gestal­te sich jedoch der­art, dass die vor­han­den Plät­ze bis­her aus­reich­ten. Der Christ-demo­­krat führt dazu aus, dass die Kin­der­ta­ges­stät­ten­be­darfs­pla­nung sich an der tat­säch­li­chen Nach­fra­ge ori­en­tie­ren muss. ‘Aus Sicht der öffent­li­chen Finan­zen sind Leer­stän­de und Über­ka­pa­zi­tä­ten zu ver­mei­den,’ ergänzt der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Karl-Heinz Sund­hei­mer.’ Zu kei­nem Zeit­punkt gab es in der Ver­bands­ge­mein­de Bad Brei­sig eine höhe­re Nach­fra­ge als vor­ge­hal­te­ne Plätze!’

Fakt sei es auch, dass die Pla­nungs­räu­me im Kreis Ahr­wei­ler sich auf Städ­te, Ver­­­bands-gemein­­den und die ver­bands­freie Gemein­de Graf­schaft bezie­he. Inner­halb die­ser Gebiets­kör­per­schaf­ten konn­te und kann die Nach­fra­ge nach wohn­ort­na­hen Plät­zen in Kindertages¬stätten für die drei- bis sechs­jäh­ri­gen Kin­der über­all befrie­digt wer­den. ‘Dar­über hin­aus haben wir als CDU im Kreis­tag seit vie­len Jah­ren den kreis­wei­ten Aus­bau von Krip­pen­grup­pen und der ver­schie­de­nen For­men der alters­ge­misch­ten Grup­pen vor­an­ge­trie­ben,’ erläu­tern die bei­den Christ­de­mo­kra­ten, ‘damit wir auch bedarfs­ge­rech­te Ange­bo­te für Kin­der unter drei Jah­ren auf­bau­en und bereit­stel­len können.’

Micha­el Schnei­der ver­weist auch auf die Band­brei­te der Schät­zun­gen für die Inan­spruch­nah­me für Kita-Plä­t­­ze durch 2–3jährige Kin­der, für die ab Som­mer ein Rechts­an­spruch bestehe. Erfah­rungs­wer­te dazu lägen kei­ne vor. Wur­de im Kin­­der­­ta­­ges-stä­t­­ten­­be­­darf­s­­plan in 2007 noch von einer 40 Pro­zent Inan­spruch­nah­me aller 2jährigen aus­ge­gan­gen, so geht man mitt­ler­wei­le von 60 Pro­zent, ver­ein­zelt sogar mehr, aus. Mit Blick auf die Situa­ti­on in Sin­zig, wo Kin­der­ta­ges­stät­ten­plät­ze für Schul­kin­der (Hort­plät­ze) in Plät­ze für Kin­der mit Rechts­an­spruch (2–3jährige) umge­wan­delt wer­den., ver­weist Schnei­der auf vor­han­de­ne ande­re Ange­bo­te für Schul­kin­der. ‘Es gibt eine betreu­en­de Grund­schu­le, eine Ganz­tags­grund­schu­le sowie Ange­bo­te des HOT Sin­zig, die in Anspruch genom­men wer­den kön­nen.’ Karl-Heinz Sund­hei­mer ver­weist abschlie­ßend auf die Mög­lich­kei­ten des von der CDU initi­ier­ten För­der­pro­gramms des Krei­ses zuguns­ten ehren­amt­li­cher Betreu­ungs­in­itia­ti­ven für Schulkinder.