8. Febru­ar 2010

Zukunft des Brand- und Katastrophenschutzes auf Ehrenamtsbasis sichern — CDU-Kreisvorstand im Gespräch mit Kreisfeuerwehrverband

Zu einem infor­ma­ti­ven Mei­nungs­aus­tausch tra­fen sich jetzt der CDU-Kreis­­vor­­­stand und der geschäfts­füh­ren­de Vor­stand des Kreis­feu­er­wehr­ver­ban­des (KFV). Der CDU-Kreis­­vor­­­si­t­­zen­­de Gui­do Ernst MdL beton­te die Bedeu­tung eines engen und ver­trau­ens­vol­len Aus­tau­sches von Kom­­mu­­nal- und Kreis­po­li­tik mit den Feu­er­weh­ren, um die kom­men­den Her­aus­for­de­run­gen gemein­sam zu bestehen. ‘Wir wol­len die Zukunft des Brand- und Kata­stro­phen­schut­zes auf Ehren­amts­ba­sis in unse­ren Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren sichern,’ so der Christdemokrat.

Der Kreis­vor­sit­zen­de des KFV, Hans Jörg Degen, erläu­ter­te zu Beginn die Auf­ga­ben der Orga­ni­sa­ti­on, die die Inter­es­sen der Feu­er­weh­ren gegen­über den kom­mu­na­len Auf­ga­ben­trä­gern ver­tritt. Dazu gehört etwa die För­de­rung des Feu­er­wehr­we­sens, des Brand- und Kata­stro­phen­schut­zes, von Aus- und Wei­ter­bil­dung, der Jugend­ar­beit in der Feu­er­wehr sowie der Öffent­lich­keits­ar­beit, Brand­schutz­er­zie­hung und –auf­klä­rung.

In der Dis­kus­si­on erga­ben sich zahl­rei­che The­men, die gemein­sam zu behan­deln sind. So erfuh­ren die CDU-Kom­­mu­­nal­­po­­li­­ti­­ker, dass die zuneh­men­de Ver­brei­tung von Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf den Dächern den Feu­er­wehr­män­nern ver­stärkt Sor­gen machen. Im Ein­satz­fal­le kön­nen hohe Span­nun­gen, Split­ter­bruch und ver­sperr­te Zugän­ge zu den Dach­stüh­len sowohl die Feu­er­wehr­leu­te gefähr­den als auch den Lösch­erfolg in Fra­ge stel­len. The­ma war auch der ver­brei­tet im Kreis­ge­biet noch fest­zu­stel­len­de Ein­satz der Feu­er­wehr bei Ölspu­ren auf den Fahr­bah­nen. Hier mach­te der KFV klar, dass man dafür weder zustän­dig sei, noch die erfor­der­li­che Aus­rüs­tung habe.

Ein Anlie­gen der Feu­er­wehr ist auch die leis­tungs­ge­rech­te Anpas­sung der Auf­wands­ent­schä­di­gun­gen für Schlüs­sel­po­si­tio­nen, etwa die der Gerä­te­war­te, die unzäh­li­ge Stun­den zur Auf­recht­erhal­tung der tech­ni­schen Ein­satz­fä­hig­keit der Lösch­grup­pen auf­wen­den. Hier denkt man an eine Ver­gü­tung auf 400-Euro-Basis. Eben­so ist die Ver­ein­heit­li­chung der heu­te noch sehr unter­schied­li­chen Ent­schä­di­gun­gen in den Ver­bands­ge­mein­den, Gemein­den und Städ­ten ein Anliegen. 

Schließ­lich waren noch die stark zu spü­ren­den Vor­be­hal­te von Arbeit­ge­bern gegen­über Mit­ar­bei­tern, die in der Feu­er­wehr enga­giert sind, zum The­ma. Hier erwar­te man auch von der Poli­tik die Ver­bes­se­rung der Rah­men­be­din­gun­gen. Ver­bes­sert wer­den muss nach Ansicht bei­der Sei­ten auch die inter­kom­mu­na­le Koope­ra­ti­on, etwa durch gemein­sa­me feu­er­wehr­tech­ni­sche Zen­tra­len, wo bei­spiels­wei­se Schlauch- und Atem­schutz­werk­stät­ten gemein­sam betrie­ben wer­den könnten.