8. Juni 2009

CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn MdB zu Gast im Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr — Krankenhausfinanzierung im Mittelpunkt der Diskussionen

Zu einem Infor­ma­ti­ons­be­such im Kran­ken­haus Maria Hilf in Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler weil­te jetzt der CDU-Gesun­d­heits­­ex­­per­­te Jens Spahn MdB auf Ein­la­dung des hei­mi­schen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Wil­helm Josef Sebas­ti­an MdB und der CDU-Bun­­­des­­tags­­­kan­­di­­da­­tin Mecht­hild Heil. Mit dabei war auch die sozi­al­po­li­ti­sche Spre­che­rin der CDU-Lan­d­­ta­g­­frak­­ti­on Rhein­­land-Pfalz, Hedi The­len aus Plaidt.

Der Kauf­män­ni­sche Direk­tor des Hau­ses, Bernd Wit­te, stell­te den Christ­de­mo­kra­ten die Struk­tur und Trä­ger­schaft des Hau­ses vor. Das Mari­en­haus Kli­ni­kum im Kreis Ahr­wei­ler ist eine Ein­rich­tung der Mari­en­haus GmbH Wald­breit­bach. Im Jahr 2005 haben das St. Josef-Kran­­ken­haus in Ade­nau, das Kran­ken­haus Maria Hilf in Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler und die Broh­l­­tal-Kli­­nik St. Josef in Burgb­rohl als Ger­ia­tri­sche Fach­kli­nik zum Mari­en­haus Kli­ni­kum im Kreis Ahr­wei­ler fusio­niert. Mit 452 Plan­bet­ten stellt das Mari­en­haus Kli­ni­kum die Grund- und Regel­ver­sor­gung für den Kreis Ahr­wei­ler sicher.

In der inten­si­ven Dis­kus­si­on stan­den die Grund­zü­ge der seit 2009 neu gere­gel­ten Kran­ken­haus­fi­nan­zie­rung im Mit­tel­punkt. Das Kran­ken­haus­fi­nan­zie­rungs­re­form­ge­setz stellt sicher, dass die deut­schen Kran­ken­häu­ser im kom­men­den Jahr die zuge­sag­ten zusätz­li­chen Finanz­mit­tel von 3,5 Mil­li­ar­den Euro erhal­ten wer­den. Es wird sicher­ge­stellt, dass rund 1,2 Mil­li­ar­den Euro für die Refi­nan­zie­rung der Tarif­stei­ge­run­gen den Mit­ar­bei­tern in den Kran­ken­häu­sern zufließt. Die Fest­set­zung der Finan­zie­rungs­quo­te für das Pfle­ge­stel­len­pro­gramm auf 90 Pro­zent bedeu­tet, dass deut­lich mehr Pfle­ge­kräf­te ein­ge­stellt wer­den kön­nen und stellt damit eine deut­li­che Hil­fe für die Pfle­ge­kräf­te in den Kran­ken­häu­sern dar. Im Rah­men der Ein­füh­rung eines dia­gno­se­ori­en­tier­ten DRG-Fal­l­­pau­­scha­­len­­sys­­tems (Dia­gno­sis Rela­ted Groups) wer­den der­zeit in einem mehr­jäh­ri­gen Pro­zess bis zum 1. Janu­ar 2010 die Kran­ken­haus­bud­gets an lan­des­weit ein­heit­li­che Prei­se ange­gli­chen (Kon­ver­genz­pha­se).

Bernd Wit­te, der Kauf­män­ni­sche Direk­tor des Mari­en­haus Kli­ni­kums im Kreis Ahr­wei­ler, umriss in sei­nem kur­zen Refe­rat die Ent­wick­lung des Kli­ni­kums mit sei­nen drei Stand­or­ten. Das Kran­ken­haus Maria Hilf hat mit der Inbe­trieb­nah­me der neu­en OPs im ver­gan­ge­nen Jahr einen wich­ti­gen Schritt nach vorn getan und wird auch in den kom­men­den Jah­ren eini­ge Mil­lio­nen Euro in die bau­li­che Wei­ter­ent­wick­lung des Hau­ses inves­tie­ren. Das Leis­tungs­spek­trum hat man par­al­lel bereits kon­ti­nu­ier­lich aus­ge­baut und wird es mit der Ein­rich­tung einer Kar­dio­lo­gie und der Anschaf­fung eines Links­­her­z­­ka­­the­­ter-Meß­­pla­t­­zes noch in die­sem Jahr wei­ter ent­wi­ckeln. Dies geschieht auch über die Lan­des­gren­zen hin­weg in enger Zusam­men­ar­beit mit dem Gemein­schafts­kran­ken­haus in Bonn, an dem die Mari­en­haus GmbH als Trä­ger gleich­falls betei­ligt ist. Das St. Josef-Kran­­ken­haus in Ade­nau, so Wit­te wei­ter, ist ein wich­ti­ger Bau­stein in der wohn­ort­na­hen medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung der Men­schen in der Eifel, pro­fi­liert sich aber auch und zuneh­mend durch die enge Zusam­men­ar­beit mit dem Nür­burg­ring. Burgb­rohl schließ­lich hat sich als Fach­kli­nik für Ger­ia­tri­sche Reha­bi­li­ta­ti­on weit über den Kreis Ahr­wei­ler hin­aus einen aus­ge­zeich­ne­ten Ruf erwor­ben, lei­det aber nach den Wor­ten von Chef­arzt Dr. Heinz L. Unger wie alle Ger­ia­tri­schen Reha­kli­ni­ken dar­un­ter, dass die Kos­ten­trä­ger ver­su­chen, die Kli­ni­ken aus­blu­ten zu las­sen, indem sie älte­ren Pati­en­ten gezielt die ger­ia­tri­sche Reha­bi­li­ta­ti­on verweigern.

Bei­de Sei­ten erach­te­ten den Mei­nungs­aus­tausch als sinn­vol­len Weg, die Gesund­heits­po­li­tik in Deutsch­land zukunfts­si­cher weiterzuentwickeln.