7. Mai 2009

Stabile und verlässliche Rahmenbedingungen für landwirtschaftliche Produktion schaffen — CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzender Christian Baldauf besuchte neues Raiffeisenzentrum in Grafschaft-Gelsdorf

Der CDU-Lan­­des- und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Chris­ti­an Bald­auf MdL stat­te­te im Rah­men sei­nes Besu­ches im Kreis Ahr­wei­ler jetzt auch dem neu­en Raiff­ei­sen­zen­trum bei Gels­dorf einen Besuch ab. Beglei­tet wur­de er vom CDU-Kreis­­vor­­­si­t­­zen­­den Gui­do Ernst MdL, dem Graf­schaf­ter CDU-Chef Micha­el Schnei­der sowie wei­te­ren Fun­k­­ti­ons- und Man­dats­trä­gern sei­ner Par­tei. Auch Bür­ger­meis­ter Achim Juchem und die CDU-Bun­­­des­­tags­­­kan­­di­­da­­tin Mecht­hild Heil waren in die Graf­schaft gekommen. 

Gast­ge­ber Dr. Alo­is Splo­ns­kow­ski, Geschäfts­füh­rer der Raiff­ei­sen­han­dels­ge­sell­schaft erläu­ter­te dem Gast aus Mainz die vier Stand­bei­ne des Unter­neh­mens: das Agrar­zen­trum mit einer Lager­flä­che für Getrei­de und Dün­ger von 2.560 qm und einer Getreide¬lagerkapazität von 14.500 Ton­nen, einer Sei­t­­wärts- und einer Rück­wärtskip­pe mit je einer Stun­den­leis­tung von 200 Ton­nen sowie einer Flüs­sig­dün­ger­la­ger­ka­pa­zi­tät von 210 Ton­nen. Der Raiff­ei­­sen-Markt bzw. das Bau­zen­trum ver­fügt über eine Ver­­­kaufs- und Lager­flä­che von 1.500 qm, einem Block­la­ger von 500 qm und einer Hoch­re­gal­la­ger­flä­che von unge­fähr 800 Euro­palet­ten. Geheizt wird mit Holz­pel­lets und zwei Ener­gie­fach­be­ra­ter sor­gen in einem eigens errich­te­ten Ener­gie­spar­haus für Bera­tung im Bau­stoff­sek­tor. Bei der Raiff­ei­­sen-Tan­k­stel­­le kön­nen vier Kraft­stoff­ar­ten bezo­gen wer­den, sie führt als eine der ers­ten in Rhein­­land-Pfalz auch Bio­etha­nol. Die Akti­vi­tä­ten der Bank­fi­lia­le wur­den von Vor­stands­vor­sit­zen­dem Ernst Bugl erläutert.

Im Mit­tel­punkt des inten­si­ven Mei­nungs­aus­tauschs stand die all­ge­mei­ne Preis- und Kos­ten­si­tua­ti­on der vola­ti­len Märk­te und die damit ver­bun­de­ne schwie­ri­ge Geschäfts­si­tua­ti­on im Mit­tel­punkt. In Zei­ten der Glo­ba­li­sie­rung lei­de auch die Land­wirt­schaft unter unkal­ku­lier­ba­ren Markt- und Preis­schwan­kun­gen. Die Poli­tik müs­se auf allen Ebe­nen sta­bi­le und ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen schaf­fen, damit ein fai­rer Wett­be­werb mög­lich sei.

Dis­ku­tiert wur­de über die Ener­gie­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung. Wie Splo­ns­kow­ski erläu­ter­te, habe die Bio­kraft­stoff­be­steue­rung zu deut­li­chen Umsatz­ein­bu­ßen bei den rege­ne­ra­ti­ven Kraft­stof­fen geführt. ‘Auch die Land­wir­te brauch­ten den Ener­gie­pflan­zen­bau als Flä­chen­re­gu­la­tiv, um Ent­las­tung bei der Nah­rungs­mit­tel­er­zeu­gung und damit eine Sta­bi­li­sie­rung der Prei­se zu bewir­ken’, so der Geschäftsführer. 

Als der­zei­ti­ges Pro­blem des Raiff­ei­­sen-Zen­­trums führ­te er die För­der­pra­xis des Lan­des beim Bau der neu­en Lager­hal­le an. Die hoch­mo­der­ne neue Hal­le für Getrei­de und Dün­ge­mit­tel ent­sprä­che den höchs­ten Ansprü­chen der Logis­tik und sei bei­spiel­haft über die Gren­zen von Rhein­­land-Pfalz hin­aus. Durch Ein­satz eines Gene­ral­un­ter­neh­mers habe man Pro­ble­me bei der För­de­rung nach dem Markt­struk­tur­ge­setz bekom­men, nach des­sen Richt­li­ni­en Ein­zel­ge­wer­ke aus­ge­schrie­ben wer­den müs­sen. Chris­ti­an Bald­auf sag­te zu, sich in Mainz die­ser Sache anzu­neh­men. Er zeig­te sich im Übri­gen beein­druckt von der neu­en Gesamt­in­ves­ti­ti­on in Graf­schaft. Hier zei­ge sich die Bedeu­tung der Land­wirt­schaft in die­sem Teil des nörd­li­chen Rheinland-Pfalz.