5. Mai 2009

RWE investiert 2,5 Millionen Euro am Nürburgring — CDU-Kreistagsfraktion begrüßt neues Öko-Heizwerk

Karl-Heinz Sund­hei­mer, CDU-Frak­­ti­on­s­­vor­­­si­t­­zen­­der im Kreis­tag, begrüßt den Bau des Bio­­­mas­­se-Hei­z­­werks am Nür­burg­ring. Die Groß­in­ves­ti­ti­on von über 2,5 Mio. Euro durch RWE sei in dop­pel­ter Hin­sicht ein wich­ti­ges Signal: zum einen stel­le das neue Kraft­werk einen beein­dru­cken­den Gewinn für die Umwelt dar. Im Rah­men der 15-jäh­­ri­­gen Koope­ra­ti­on wür­den dadurch 500.000 Ton­nen Koh­len­di­oxid (CO2) ein­ge­spart. ‘Zur Wär­me­er­zeu­gung wer­den über­wie­gend Holz­hack­schnit­zel aus der Regi­on ein­ge­setzt’, hebt Sund­hei­mer her­vor. Damit tra­ge der Ein­satz von Bio­mas­se nach­hal­tig zu einer Stei­ge­rung der regio­na­len Wert­schöp­fung bei.

Zum ande­ren gewin­ne der Nür­burg­ring mit dem RWE einen star­ken und pro­fes­sio­nel­len Ver­sor­ger als Koope­ra­ti­ons­part­ner. Sund­hei­mer: ‘Die Inves­ti­tio­nen des RWE unter­strei­chen das Ver­trau­en in das Zukunfts­pro­jekt ‘Nür­burg­ring 2009’. Mit dem neu­en Ener­­gie- und Umwelt­kon­zept sei klar, dass der Nür­burg­ring in Zukunft auf erneu­er­ba­re Ener­gien und Ener­gie­ef­fi­zi­enz set­ze. ‘Zudem ist ein sol­cher ‘finan­zi­el­ler Kraft­akt’ gera­de in wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zei­ten eine enorm wich­ti­ge Inves­ti­ti­on zur Siche­rung von Arbeits­plät­zen’, so der CDU-Ver­­­tre­­ter. Sund­hei­mer geht davon aus, dass das neue Öko-Pro­­­jekt und der hier­zu vom RWE geplan­te The­men­park auch zusätz­li­che Besu­cher­grup­pen anzieht und damit zugleich die tou­ris­ti­sche Infra­struk­tur bereichert.

Kein Ver­ständ­nis äußert der CDU-Frak­­ti­on­s­­vor­­­si­t­­zen­­de für die Kri­tik von Bünd­nis 90/Die Grü­nen am geplan­ten Bio­­­mas­­se-Hei­z­­werk. ‘Die Grü­nen spre­chen hier mit gespal­te­ner Zun­ge: In den Kreis­gre­mi­en pro­pa­gie­ren sie den Bio­­­mas­­se-Mas­­ter­­plan des Krei­ses und haben sogar das ‘Bio­mas­se­heiz­werk Nür­burg­ring’ bei der Bewer­bung zum Wett­be­werb ‘Bio­­en­er­­gie-Regi­o­­nen’ ein­stim­mig mit auf den Weg gebracht. Auf ein­mal, vier Wochen vor der Kom­mu­nal­wahl, sind die Grü­nen gegen das Pro­jekt.’ Die Begrün­dung hier­für – es wer­de in die­sem Wär­me­heiz­werk kein Strom zusätz­lich pro­du­ziert – ist nach Ansicht von Sund­hei­mer vor­ge­scho­ben. Denn sonst hät­ten Bünd­nis 90/Die Grü­nen auch der Holz­hack­schnit­zel­hei­zung am Schul­zen­trum Bachem, einem Wär­me­ver­bund von Stadt und Kreis, nicht zustim­men kön­nen; auch dort wer­de kein Strom pro­du­ziert. Auch der Hin­weis, mit Blick auf die Ver­hand­lun­gen über das Aus­lau­fen der RWE-Kon­­zes­­si­on­s­­ver­­­trä­­ge sei eine Betei­li­gung des RWE pikant, ist für Sund­hei­mer nicht nach­voll­zieh­bar. Weder der Kreis noch der Nür­burg­ring sei­en an die­sen Ver­hand­lun­gen betei­ligt, son­dern aus­schließ­lich die Kommunen.

‘Wer eine Öko­an­la­ge ablehnt, die auf die Lauf­zeit bezo­gen eine hal­be Mil­li­on Ton­nen Koh­len­di­oxid ein­spart, hat offen­sicht­lich ande­re Grün­de. Sund­hei­mer ist der Ansicht, dass die Ableh­nung mit der Gesamt­hal­tung der Grü­nen gegen den Nür­burg­ring zu tun hat. ‘Wenn dem so ist’, so Sund­hei­mer, ’soll­ten die Grü­nen auch den Mut haben, dies öffent­lich zu sagen.’