16. März 2009

Bildungssystem ist im Umbruch — Kreis-CDU diskutierte über Schulentwicklung im Kreis Ahrweiler

Auf einer Ver­an­stal­tung mit dem Titel ‘wel­che Schu­le für mein Kind?’ im rah­men der ‘Wochen der CDU’ infor­mier­ten Ingrid Näkel-Sur­­ges, Karl-Heinz Sund­hei­mer und Hans-Wer­­ner Rieck über neue Ent­wick­lun­gen im rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Schul­we­sen. Als inter­es­sier­te Zuhö­rer­rin­nen und Zuhö­rer hat­ten sich Leh­re­rin­nen und Leh­rer, sowie Schul­lei­tungs­mit­glie­der aus ver­schie­de­nen Schu­len des Krei­ses ein­ge­fun­den. Nach der Begrü­ßung durch den Kreis­vor­sit­zen­den der CDU, Gui­do Ernst, stell­te die stell­ver­tre­ten­de Schul­lei­te­rin des Are-Gym­­na­­si­ums Ingrid Näkel-Sur­­ges den Bil­dungs­weg des 8‑jährigen Gym­na­si­ums mit gleich­zei­ti­ger Ganz­tags­schu­le vor. Beson­ders die Orga­ni­sa­ti­on die­ser Ganz­tags­schu­le inter­es­sier­te hier­bei die Anwe­sen­den. Näkel-Sur­­ges mach­te deut­lich, dass nur in einer Ganz­tags­schu­le der Weg zum Abitur in acht Jah­ren leist­bar sei.

Anschlie­ßend stell­te Karl-Heinz Sund­hei­mer, Lei­ter der Real­schu­le Ade­nau, das neue Kon­zept der Real­schu­le plus vor, das an der Schu­le in Ade­nau ab August umge­setzt wird. Hier­bei wer­den Haupt- und Real­schu­le zu einer neu­en Schu­le zusam­men­ge­schlos­sen. Neben einer bes­se­ren Durch­läs­sig­keit, klei­ne­ren Klas­sen und mehr För­der­stun­den will man in Ade­nau auch eine Fach­ober­schu­le anglie­dern, um Schü­le­rin­nen und Schü­lern im länd­li­chen Raum die Fach­hoch­schul­rei­fe zu ermög­li­chen. Karl-Heinz Sund­hei­mer konn­te berich­ten, dass die Kol­le­gi­en der bei­den Schu­len schon weit mit ihren Fest­le­gun­gen für die neue Schul­form vor­an­ge­kom­men sind. Eltern, die eine Ganz­tags­be­treu­ung wün­schen, kön­nen ihre Kin­der in den ange­bo­te­nen Ganz­tags­klas­sen, die zusätz­lich Übungs­stun­den in den Haupt­fä­chern anbie­ten, anmel­den. Schrift­li­che Haus­auf­ga­ben, die nach der Schu­le noch zu Hau­se erle­digt wer­den müs­sen, sol­len für die­se Schü­ler der Ver­gan­gen­heit angehören.

Schließ­lich erläu­ter­te der Lei­ter der Berufs­bil­den­den Schu­le Bad Neuen­ahr Ahr­wei­ler Hans-Wer­­ner Rieck die Mög­lich­kei­ten, die in der BBS bestehen und neu geschaf­fen wur­den. Momen­tan gibt es einen Antrag, der in der BBS auch ein beruf­li­ches Gym­na­si­um begrün­den soll. Rieck zeig­te auch auf, wie Schü­ler der Real­schu­len plus mit Fach­ober­schul­ab­schluss an der Berufs­bil­den­den Schu­le noch die all­ge­mei­ne Hoch­schul­rei­fe errei­chen kön­nen. Sein Vor­trag zeig­te, dass es in die­sem Schul­sys­tem kei­ne Sack­gas­se mehr gibt, son­dern immer noch alle Mög­lich­kei­ten zur Wei­ter­qua­li­fi­zie­rung bestehen.

An die Kurz­vor­trä­ge schloss sich eine Dis­kus­si­on mit den Teil­neh­mern der Ver­an­stal­tung an, in der die anwe­sen­den Leh­rer und Schul­lei­tungs­mit­glie­der auch ihre Erfah­run­gen mit den Ent­wick­lun­gen im rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Schul­sys­tem ein­flie­ßen ließen.