15. Mai 2008

Qualität und Maß der individuellen Förderung sind die obersten Kriterien — Positionspapier der CDU zur Realschule plus ist unter

Zu einer brei­ten gesell­schaft­li­chen Dis­kus­si­on über die bil­dungs­po­li­ti­schen Plä­ne der SPD-Lan­­des­­re­­gie­­rung ruft der CDU-Kreis­­ver­­­band Ahr­wei­ler auf. ‘Ange­sichts der Plä­ne zur Ein­füh­rung der soge­nann­ten Real­schu­le plus müs­sen wir immer wie­der auf die wesent­li­chen Bil­dungs­zie­le hin­wei­sen,’ so der CDU-Kreis­­vor­­­si­t­­zen­­de und Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Gui­do Ernst. ‘Die Qua­li­tät und das Maß der indi­vi­du­el­len För­de­rung sind für uns die Kri­te­ri­en für die Güte einer Schu­le.’ Ernst ver­weist dar­auf, dass das aktu­el­le Posi­ti­ons­pa­pier der CDU-Rhein­­land-Pfalz zur ‘Real­schu­le plus’ jetzt auch online auf der Sei­te des Kreis­ver­ban­des unter www.cdu-aw.de abzu­ru­fen ist.

Die Christ­de­mo­kra­ten sind über­zeugt davon, dass weder Her­kunft noch Geld über die Chan­ce auf Bil­dung ent­schei­den dür­fen. Wenn es aber Her­kunft und Geld nicht sein dür­fen, dann muss Leis­tung als Ergeb­nis indi­vi­du­el­ler För­de­rung der Maß­stab sein. Nur wer jun­ge Men­schen for­dert, hilft ihnen, Fähig­kei­ten zu ent­wi­ckeln. Die päd­ago­gi­sche Kunst besteht dar­in, die rich­ti­ge Balan­ce zwi­schen For­dern und För­dern zu fin­den. ‘Wir wol­len die unter­schied­li­chen Bega­bun­gen ent­de­cken und för­dern, so Gui­do Ernst. ‘Daher brau­chen wir ver­schie­de­ne Bil­­dungs-gän­­ge, die die­sen Bega­bun­gen gerecht wer­den und die Lern­freu­de, Wiss­be­gier, aber auch die unter­schied­li­chen Lern­hal­tun­gen berück-sichtigen’. 

Die Sor­gen der Eltern über zu gro­ße Klas­sen und zu viel Unter­richts­aus­fall sei­en in Rhein­­land-Pfalz weit ver­brei­tet, so der Christ­de­mo­krat. Auf die­se und ande­re Män­gel reagie­re die Lan­des­re­gie­rung mit einer Sys­tem­de­bat­te offen­sicht­lich unter der Vor­ga­be eines Beschlus­ses der Bun­des–SPD, die Ein­heits­schu­le ein­füh­ren zu wol­len. Die Lan­des­re­gie­rung habe nun mit ihren Vor­schlä­gen zur Wei­ter­ent­wick­lung der Schul­struk­tur eine rein orga­ni­sa­to­ri­sche Ant­wort gege­ben. Die Christ­de­mo­kra­ten hal­ten das schlich­te Aus­wech­seln von Tür­schil­dern für den fal­schen Weg.

Die CDU favo­ri­siert hin­ge­gen nach­hal­ti­ge Schrit­te zur inhalt­li­chen Ver­bes­se­rung der Schul­bil­dung. Der ers­te berufs­qua­li­fi­zie­ren­de Bil­dungs­gang — bis­her Haupt­schu­le — und die Real­schu­le sind zu erhal­ten. Schu­len und Schul­ar­ten, die funk­tio­nie­ren, sol­len erhal­ten blei­ben und nicht zwangs­wei­se auf­ge­löst wer­den. Man for­dert sei­tens der Christ-demo­­kra­­ten lan­des­wei­te zen­tra­le Abschluss­prü­fun­gen zur Qua­­li­­täts-siche­­rung sowie indi­vi­du­el­le und bega­bungs­ge­rech­te För­de­rung inner­halb des geglie­der­ten Schul­we­sens. Gera­de im Bereich der Haupt­schu­le muss die Klas­sen­mess­zahl auf maxi­mal 20 Schü­ler begrenzt und je Klas­se zusätz­lich fünf wei­te­re För­der­stun­den ein­ge­führt werden.