25. Janu­ar 2008

Christdemokraten gehen optimistisch an die Sachthemen heran — Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbandes Ahrweiler

Wir haben kei­nen Grund, unse­ren Opti­mis­mus zu ver­ste­cken. Vie­le Maß­nah­men, die wir in den ver­gan­ge­nen Mona­ten ange­sto­ßen haben, geben uns Selbst­ver­trau­en. Wir sind fest ent­schlos­sen, die nächs­ten Auf­ga­ben enga­giert und geschlos­sen anzu­pa­cken,’ so begann der CDU-Kreis­­vor­­­si­t­­zen­­de Gui­do Ernst sei­ne Anspra­che beim Neu­jahrs­emp­fang sei­ner Par­tei, der schon tra­di­tio­nell im Rhen­ho­tel ‘Vier Jah­res­zei­ten’ in Bad Brei­sig statt­fand. Eini­ge hun­dert Mit­glie­der und Ehren­gäs­te folg­ten ger­ne der Einladung.

Inhalt­lich wer­de die CDU wich­ti­ge The­men beset­zen: ‘Wir als Kreis­par­tei wol­len uns im ers­ten Quar­tal in einer Ver­samm­lung dem The­ma ‘Gewalt’ wid­men. Wir wol­len hier etwas bewe­gen, und wir wer­den etwas bewe­gen, weil wir star­ke Mit­strei­ter haben. Wir wer­den uns mit der Poli­zei und dem ‘Wei­ßen Ring’ zusam­men­tun, um ein The­ma anzu­pa­cken, dass uns allen auf den Nägeln brennt. Wir packen das unaus­ge­go­re­ne Kon­zept der ‘Real­schu­le Plus’ an. Wir wer­den wei­te­ren Anstren­gun­gen unter­neh­men, um den ‘länd­li­chen Raum’ nach vor­ne zu brin­gen und wol­len einen Arbeits­kreis hier­zu bil­den. Wir haben Anmel­de­for­mu­la­re für Inter­es­sier­te aus­ge­legt. Wir wol­len dar­über hin­aus auch fach­kun­di­ge Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ein­la­den, die nicht unse­rer Par­tei angehören.’

Als Gast­red­ner des Mor­gens sprach dann Pro­fes­sor Dr. Carl Fried­rich Geth­mann, Direk­tor der Euro­päi­schen Aka­de­mie zur Erfor­schung von Fol­gen wis­­sen­­schaf­t­­lich-tech­­ni­­scher Ent­wick­lun­gen Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler. Sein Vor­trag stand unter der Über­schrift ‘Kli­ma­wan­del: ver­ant­wort­li­cher Umgang mit Wis­sen.’ Hin­sicht­lich die­ses aktu­el­len The­mas mahn­te der Phi­lo­soph zum kri­ti­schen Hin­ter­fra­gen der ver­­­schie-denen Kli­ma­mo­del­le. So äußer­te er gro­ße Skep­sis an Model­len, die heu­te schon Vor­aus­sa­gen für die nächs­ten Jahr­hun­der­te bis hin zum Jahr 3000 machen wollen.

Wis­sen­schaft­li­che Theo­rien beruh­ten stets auf mehr oder weni­ger gesi­cher­ten Annah­men und gera­de bei kom­ple­xen Kli­ma­mo­del­len kön­ne sich das Ergeb­nis stark ändern, auch wenn man bei den Annah­men auch nur leich­te Varia­tio­nen zulas­se. Poli­ti­sches Han­deln dage­gen müs­se lang­fris­ti­ger ange­legt sein und müs­se auf mög­lichst gesi­cher­tem Wis­sen basie­ren. Unter ande­rem mahn­te Geth­mann einen ideo­lo­gisch unbe­las­te­nen Umgang mit dem The­ma ‘Kern­ener­gie’ an. Es wer­de poli­tisch in Deutsch­land ver­hin­dert, dass in die­sem Bereich tech­no­lo­gi­scher Fort­schritt statt­fin­de, also auch Ver­bes­se­run­gen in der Sicherheit.

Zum Abschluß der Ver­an­stal­tung mar­schie­ret dann in gro­ßer Beset­zung die Prin­zen­gar­de Brohl, an der Spit­ze mit Prinz Uli und Prin­zes­sin Sabi­ne, in den Saal ein und stimm­te die Gäs­te des CDU-Neu­­jahrs­­em­p­­fan­­ges auf die hei­ße Pha­se der när­ri­schen Jah­res­zeit ein.