11. Dezem­ber 2006

Erhöhung des Stammkapitals und Änderung des Gesellschaftsvertrags der Nürburgring GmbH — Karl-Heinz Sundheimer, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion Ahrweiler

Mei­ne Damen und Her­ren, es wird Sie nicht wun­dern, dass die CDU auch wei­ter zum Nür­burg­ring steht. Der Nür­burg­ring gehört zu unse­rem Kreis. Er ist Stück unse­rer Hei­mat. Er ist ein Magnet für Men­schen aus ganz Deutsch­land, ja aus der gan­zen Welt. Ande­re Krei­se wären glück­lich, wenn sie ein sol­ches High­light in ihrer Regi­on hät­ten. Sie haben es wahr­schein­lich selbst schon erlebt, wenn Sie ein­mal wei­ter fort in Urlaub waren und Sie wol­len neu­en Bekann­ten erklä­ren, wo Sie denn nun woh­nen. Der Hin­weis auf die schö­ne Ahr , die in unse­rem Kreis in den Rhein fließt, funk­tio­niert manch­mal, der Hin­weis auf den Nür­burg­ring funk­tio­niert immer. Aber der Nür­burg­ring ist auch ein enor­mer für unse­ren Kreis, beson­ders natür­lich für den Raum Ade­nau enor­mer Wirt­schafts­fak­tor. Er ist in den 30er Jah­ren aus die­sem Grund gebaut wor­den, und er hat die­se Funk­ti­on bis heut zu 100% erfüllt.

Seit 1994 wur­den dort mehr als 100 Mio. inves­tiert. Und von die­sem Geld ist auch ein guter Teil in unse­rem Kreis geblie­ben. Jedes Jahr besu­chen 2 Mio. Besu­cher den Ring. Die fah­ren nicht alle nur hin und schnell wie­der weg. Das sind Kun­den, die las­sen auch Geld da. Über 4 Mio. Über­nach­tun­gen wur­den dadurch im Umkreis von 30 km gezählt. Aber auch in Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler dürf­te es noch vie­le Ring­gäs­te geben.
200 Events und Incen­ti­ves, 100 Motor­sport­ver­an­stal­tun­gen im Jahr. Das ist Wirt­schafts­kraft, von der wir ja nach dem iNMS-Gut­ach­­ten durch­aus noch mehr brau­chen können.

Direkt am Nür­burg­ring sind inzwi­schen 600 Arbeits­plät­ze ange­sie­delt, davon sind 400 in den letz­ten Jah­ren ent­stan­den. 300 davon im Gewer­be­park am Nür­burg­ring, der nach schwe­rem Start inzwi­schen aus den Näh­ten zu plat­zen droht. 2500 Arbeits­plät­ze sind mit­tel­bar vom Nür­burg­ring abhän­gig. Wer wie ich nicht weit vom Nür­burg­ring wohnt und in Ade­nau arbei­tet weiß, wie lebens­not­wen­dig die­ser Nür­burg­ring für uns und damit auch für den Kreis ist. 

Nun ist aber die allei­ni­ge Fixie­rung auf die For­mel I als das High­light des Renn­sports ris­kant. Natür­lich muss man ver­su­chen die Königs­klas­se des Motor­sports am Ring zu hal­ten. Es ist aber sehr ver­ant­wor­tungs­voll von der Geschäfts­füh­rung und dem Auf­sichts­rat der Nür­burg­ring GmbH gedacht, eine zusätz­li­che, trag­fä­hi­ge Stüt­ze für die Zukunft ein­zu­zie­hen und die Struk­tu­ren zu verbreitern.

Des­halb soll die neue Erleb­nis­re­gi­on ent­ste­hen. Des­halb wird man dort in den nächs­ten Jah­ren wei­te­re 150 Mio. inves­tie­ren, eine Sum­me zu der wir durch unse­re Kapi­tal­erhö­hung nur einen klei­nen Teil­bei­trag leisten.
Man erwar­tet zusätz­li­che 500.000 Besu­cher im Jahr und wer das Kon­zept gese­hen hat, müss­te über­zeugt sein, dass dies abso­lut nicht unrea­lis­tisch ist. Die­se 500.000 Besu­cher wer­den auch nicht allei­ne in der Gas­tro­no­mie am Nür­burg­ring ver­sorgt wer­den. Auch hier wer­den wie­der wirt­schaft­li­che Effek­te für die Regi­on und den Kreis ent­ste­hen. 500 neue Arbeits­plät­ze, von denen allei­ne 200 bei der Nür­burg­ring GmbH ange­sie­delt sind, wer­den unse­rem Kreis, beson­ders dem Raum Ade­nau und Alte­nahr gut tun.
Wir wer­den uns aus die­sem Erfolgs­pro­jekt nicht ver­ab­schie­den. Weder lang­sam noch schnell, wir sind an der Sei­te des Lan­des Rhein­­land-Pfalz dabei und set­zen damit ein wirt­schaft­li­ches und auch ein poli­ti­sches Zeichen.

Die CDU steht auch in Zukunft für den Nür­burg­ring und wird dem Beschluss­vor­schlag zustimmen.