12. Juni 2006

Zu Gast bei Freunden – Marlene Habermann als ‘Botschafterin’ für ein Jahr in die USA — Wilhelm Josef Sebastian MdB nominiert junge Remagenerin für das Parlamentarische Patenschafts Programm

Mar­le­ne Haber­mann aus Rema­gen wird das kom­men­de Schul­jahr in den USA ver­brin­gen und dort eine loka­le Schu­le besu­chen. Die 16jährige Schü­le­rin des Gym­na­si­ums Cal­va­ri­en­berg Ahr­wei­ler erhielt im Rah­men des Par­la­men­ta­ri­schen Paten­­schafts-Pro­­­gramm (PPP) vom Deut­schen Bun­des­tag ein Sti­pen­di­um. Nomi­niert wur­de sie vom hei­mi­schen CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­ten Wil­helm Josef Sebas­ti­an MdB.

Abrei­se­ter­min ist der 10. August. Geplant ist zunächst ein zwei­tä­gi­ger Auf­ent­halt in Washing­ton DC. Hier bie­tet sich für Mar­le­ne Haber­mann und 59 ande­re Sti­pen­dia­ten aus ganz Deutsch­land Gele­gen­heit im Sin­ne der poli­ti­schen Bil­dung vor Ort mehr über das ame­ri­ka­ni­sche Regie­rungs­sys­tem zu erfah­ren. Anschlie­ßend wird die Schü­le­rin ein knap­pes Jahr als akti­ves Mit­glied in einer Gast­fa­mi­lie in India­na (mitt­le­rer Wes­ten), Bloo­m­ing­ton, leben und eine High School besu­chen. Zu ihrer Gast­fa­mi­lie, die aus Vater, Mut­ter und zwei Kin­dern (16 u. 20Jahre) besteht, hat sie schon Kon­takt aufgenommen.

Vor­be­rei­tend fand bereits ein ein­wö­chi­ges Semi­nar in Bad Beven­sen statt. Die ‘zukünf­ti­gen Bot­schaf­ter’ absol­vier­ten ein umfang­rei­ches Pro­gramm, in dem sie sich mit den zen­tra­len Fra­gen: ‘Wer bin ich? Woher kom­me ich? Wohin gehe ich?’ inten­siv aus­ein­an­der setz­ten. Neben den anspruchs­vol­len Arbeits­ein­hei­ten, die den Besuch eines Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers, Dis­kus­si­on über Deut­sche Geschich­te sowie trans­at­lan­ti­sche Bezie­hun­gen und eigen­stän­di­ges Erar­bei­ten umfass­ten, blieb den Teil­neh­mern aber genü­gend Zeit, enge­re Freund­schaf­ten zu knüp­fen und sich auszutauschen.

1983 wur­de das PPP aus Anlass des 300. Jah­res­ta­ges der ers­ten deut­schen Ein­wan­de­rung gemein­sam vom Kon­gress der Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka und dem Deut­schen Bun­des­tag beschlos­sen. Die­ses Aus­tausch­pro­gramm soll der jun­gen Genera­ti­on in bei­den Län­dern die Bedeu­tung freund­schaft­li­cher Zusam­men­ar­beit, die auf gemein­sa­men poli­ti­schen und kul­tu­rel­len Wert­vor­stel­lun­gen beruht, ver­mit­teln. Schü­ler leben in Gast­fa­mi­li­en und besu­chen für die Dau­er eines Schul­jah­res eine ame­ri­ka­ni­sche High School. Für jun­ge Berufs­tä­ti­ge sieht das Pro­gramm den Unter­richt an einem Com­mu­ni­ty Col­le­ge oder einer ver­gleich­ba­ren Bil­dungs­stät­te und ein Prak­ti­kum in einem ame­ri­ka­ni­schen Betrieb vor. Aus­drück­lich wird von den jun­gen Men­schen erwar­tet, dass sie als jun­ge ‘Bot­schaf­ter’ ihres Lan­des einen dau­er­haf­ten Bei­trag zu einer bes­se­ren Ver­stän­di­gung zwi­schen jun­gen Deut­schen und Ame­ri­ka­nern leisten.

Das Aus­wahl­ver­fah­ren für das kom­men­de Aus­tausch­jahr 2007/2008 hat bereits begon­nen! Bewer­ben kön­nen sich Schüler/innen mit ers­tem Wohn­sitz in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land am 2. Sep­tem­ber 2005 und guten Schul­leis­tun­gen, die zum Zeit­punkt der Aus­rei­se (31.7.2006) min­des­tens 15 und höchs­tens 17 Jah­re alt sind (Geburts­ta­ge vom 1.8.1988 bis 31.7.1991). Für Jun­ge Berufs­tä­ti­ge und Aus­zu­bil­den­de gilt, dass sie den ers­ten Wohn­sitz in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land am 2. Sep­tem­ber 2005, die zum Zeit­punkt der Aus­rei­se (31.7.2007) ihre Berufs­aus­bil­dung abge­schlos­sen haben und min­des­tens 16, aber höchs­tens 22 Jah­re alt sind (Geburts­ta­ge vom 1.8.1983 bis 31.7.1990); teil­nah­me­be­rech­tigt sind auch arbeits­lo­se Jugend­li­che mit abge­schlos­se­ner Berufs­aus­bil­dung. Alle Bewer­ber soll­ten eine gefes­tig­te Per­sön­lich­keit, Auf­ge­schlos­sen­heit und Enga­ge­ment mit­brin­gen; vor­teil­haft für die Aus­wahl ist auch sozia­les und gesell­schaft­li­ches Engagement.

Die Bewer­bung zum PPP ist mit einer Bewer­bungs­kar­te mög­lich, die­se muss bis spä­tes­tens 1. Sep­tem­ber 2006 bei der zustän­di­gen Aus­tausch­or­ga­ni­sa­ti­on ein­ge­gan­gen sein (Datum des Post­stem­pels ist uner­heb­lich). Man kann sie von der Inter­net­sei­te des Deut­schen Bun­des­ta­ges unter fol­gen­dem Link, der auch mit wei­ter­füh­ren­den Infor­ma­tio­nen hin­ter­legt ist, ausdrucken: