7. Dezem­ber 2005

Walter Wirz: ‘Der negativen Entwicklung gegensteuern’ — CDU will Förderprogramm Ländlicher Raum

Mit einem För­der­pro­gramm für den länd­li­chen Raum soll der Kreis Ahr­wei­ler den nega­ti­ven Ent­wick­lungs­ten­den­zen in den länd­li­chen Berei­chen des Krei­ses Ahr­wei­ler ent­ge­gen­tre­ten. Die­sen Antrag wird die CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on, ver­tre­ten durch das Ade­nau­er Kreis­tags­mit­glied, den Land­tags­ab­ge­or­de­ten Wal­ter Wirz, in die Haus­halts­be­ra­tun­gen 2006 des Kreis­ta­ges am 9. Dezem­ber einbringen.

Alle struk­tur­po­li­ti­schen Zei­chen in den länd­li­chen Regio­nen des Kreis­ge­bie­tes geben Anlaß zur Besorg­nis. Das west­li­che Kreis­ge­biet ist nach dem neu­en Regio­na­len Raum­ord­nungs­plan dem dünn besie­del­ten länd­li­chen Raum in ungüns­ti­ger Lage zuge­ord­net. Bei der Ein­woh­ner­ent­wick­lung fällt die­ser Raum durch Bevöl­ke­rungs­ver­lus­te zwi­schen 5 und 10 Pro­zent auf, wäh­rend für das gesam­te Kreis­ge­biet noch ein gerin­ger Zuwachs zwi­schen den Jah­ren 2001 und 2005 von einem Pro­zent fest­zu­stel­len ist. Auch bei den Arbeits­plät­zen ist mit Aus­nah­me des enge­ren Nür­­bur­g­­ring-Umfel­­des eine schlech­te­re Ent­wick­lung als andern­orts erfaßt. Letzt­lich schlägt auch ein gerin­ge­res Kauf­kraft­ni­veau zu Buche. Ver­stär­kend kommt hin­zu, dass die Infra­struk­tur immer stär­ker aus­ge­dünnt wird, ob Ver­kehrs­in­fra­struk­tur, Post, Lebens­­­mi­t­­tel-Geschäf­­te, Restau­rants oder gar nicht erst auf­ge­baut wird wie bei­spiels­wei­se bei moder­nen Technologien.

Nach Auf­fas­sung der CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on erfor­dert eine sol­che Ana­ly­se poli­ti­sches Gegen­steu­ern auch auf Kreis­ebe­ne, neben und ergän­zend zu den Akti­vi­tä­ten von Land und Kom­mu­ne. Dabei gehe es nicht um eine punk­tu­el­le Stär­kung ohne­hin wirt­schafts­star­ker Räu­me, son­dern um ein bewuß­tes Augen­merk für den länd­li­chen Raum. 

Zwar sei­en, wie Wal­ter Wirz schon vor den Haus­halts­be­ra­tun­gen fest­stellt, die Finanz­mit­tel des Krei­ses beschränkt. Es kön­ne aber nicht ange­hen, dass über die Dis­kus­si­ons­punk­te Sozia­les und Demo­gra­phi­sche Ent­wick­lung die struk­tu­rel­le Ent­wick­lung wesent­li­cher Tei­le des Krei­ses Ahr­wei­ler in Ver­ges­sen­heit gera­te. ‘Wir wol­len kei­nen bevöl­ke­rungs­lee­ren Natur­park Eifel haben, wir wol­len den Men­schen im struk­tur­schwa­chen länd­li­chen Raum die glei­chen Ent­wick­lungs­chan­cen wie andern­orts eröff­nen’, betont der Abge­ord­ne­te, der sich seit Jah­ren für den länd­li­chen Raum ein­setzt. Die Ver­wal­tung sol­le über die vor­lie­gen­de Ana­ly­se des Raum­ord­nungs­pla­nes hin­aus nun­mehr Vor­schlä­ge erar­bei­ten, wie man einer solch bedroh­li­chen und dram­ti­schen Ent­wick­lung Ein­halt gebie­ten könne.