21. Novem­ber 2005

Ortsumgehung Esch soll gebaut werden — CDU will Planfeststellungsverfahren zur K 35 in Gang bringen

Die CDU im Kreis Ahr­wei­ler bekräf­tigt ihren Beschluss, die Orts­um­ge­hung Esch im Zuge der Kreis­stra­ße 35 zu bau­en. Die Kreis­tags­frak­ti­on der Christ­de­mo­kra­ten hat daher jetzt ein­stim­mig vor­ge­schla­gen, dass das Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet wer­den soll. Die ent­spre­chen­den Beschlüs­se sol­len auf CDU-Antrag bei der Sit­zung des Kreis- und Umwelt­aus­schus­ses am 26. Novem­ber sowie im Kreis­tag am 9. Dezem­ber gefasst werden.

Wie der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Christ­de­mo­kra­ten, Karl-Heinz Sund­hei­mer, sowie Micha­el Schnei­der, Frak­ti­ons­ge­schäfts­füh­rer und Graf­schaf­ter Kreis­tags­mit­glied, beton­ten, ver­fol­ge man damit kon­se­quent die seit Jahr­zehn­ten ein­ge­schla­ge­ne Rich­tung in die­ser Fra­ge, die Orts­la­ge Esch mit einer leis­tungs­fä­hi­gen Umge­hung nach­hal­tig zu ent­las­ten. Ange­sichts des immer stär­ker wer­den­den PKW-Ver­­­kehrs aus dem Groß­raum Köln-Bonn ins mitt­le­re Ahr­tal sei die Not­wen­dig­keit der Umge­hung von Esch in den letz­ten Jah­ren noch wei­ter gestiegen.

Es sei dabei vor­teil­haft, dass damit auch eine leis­tungs­fä­hi­ge Anbin­dung der Mit­­­tel­ahr-Gemein­­den an das Gewer­be­ge­biet Graf­schaft sowie das Mecken­hei­mer Kreuz der A 61 geschaf­fen wer­den, ohne irgend­wel­che Orts­la­gen zu tan­gie­ren. Die­se Neu­bau­maß­nah­me kann über­dies nur mit gerin­gen öko­lo­gi­schen Nach­tei­len, so das Umwelt­gut­ach­ten aus dem Jahr 1998, umge­setzt wer­den, so Schnei­der und Sund­hei­mer übereinstimmend.

Der Kreis­tag beschloss bereits 1999 mit brei­ter Mehr­heit, den wei­te­ren Aus­bau der K 35 auf der Grund­la­ge der Pla­nungs­vor­ga­be der so genann­ten ‘Vari­an­te II – gro­ße Lösung’ mit der Lini­en­füh­rung über das Gewer­be­ge­biet Gels­dorf zwi­schen Esch und Holz­wei­ler durch­zu­füh­ren. Dem Lan­des­be­trieb Stra­ßen und Ver­kehr (LSV) in Cochem wur­de dabei der Pla­nungs­auf­trag erteilt; die Pla­nungs­un­ter­la­gen für den Aus­bau der K 35 lie­gen mitt­ler­wei­le vor. Nun müs­sen die Kreis­gre­mi­en der kon­kre­ten Pla­nung noch zustimmen.

Die Aus­bau­kos­ten wer­den mit knapp 2,7 Mil­lio­nen Euro geschätzt. Hier­in ent­hal­ten sind 487.000 Euro für lan­des­pfle­ge­ri­sche Aus­­­gleichs- und Ersatz­vor­nah­men. Unter Berück­sich­ti­gung der Regel­för­de­rung des Lan­des von der­zeit 60 Pro­zent, beläuft sich der Eigen­an­teil des Land­krei­ses auf etwas unter 1,1 Mil­lio­nen Euro. Die Finanz­pla­nung des Krei­ses sieht ab dem Jahr 2008 die ers­ten Anlauf­mit­tel für die Maß­nah­me vor, ab dem Jahr 2009 soll der Bau der Orts­um­ge­hung dann beginnen.