20. Juni 2005

Erinnerung an unselige Zeiten — Walter Wirz fordert energischen Widerstand — Gegen Teilverlagerung beim Zentrum für Nachrichtenwesen

Eigent­lich alle Grün­de spre­chen GEGEN einen Weg­gang des Zen­trums für Nach­rich­ten­we­sen der Bun­des­wehr. Des­halb muß den jet­zi­gen Bestre­bun­gen ein­hel­lig Wider­stand gebo­ten wer­den’ mit die­sen Wor­ten kom­men­tiert der Ade­nau­er CDU-Lan­d­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Wal­ter Wirz aktu­el­le Plä­ne zur Ver­la­ge­rung der Dienst­stel­le nach Ber­lin und zudem ver­schie­dent­li­che Stim­men, die bereits von einem ‘Aus­gleich’ für den Weg­fall von Arbeits­plät­zen sprechen. 

‘Man fühlt sich ja fast schon an unse­li­ge Zei­ten erin­nert, als in Ber­lin alle staat­li­chen Orga­ne von Exe­ku­ti­ve über Mili­tär bis Geheim­diens­te ange­sie­delt waren und Zen­tra­lis­mus pur gelebt wur­de’ mahnt Wal­ter Wirz den geleb­ten Föde­ra­lis­mus der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land als bewähr­tes Gegen­mo­dell an. 

Für ihn ist unver­ständ­lich, mit wel­cher Ver­bis­sen­heit die SPD-geführ­­te Bun­des­re­gie­rung und zustän­di­ge Minis­ter die­sen Weg beschrei­ten — gegen alle Wider­stän­de und guten Argu­men­te, die für den Erhalt bestehen­der, bewähr­ter Struk­tu­ren sprechen. 

‘Ich sehe kei­ner­lei Argu­men­te, geschei­ge denn ‘über­zeu­gen­de Argu­men­te’, die einen zen­tra­li­sier­ten Appa­rat in Ber­lin ver­nünf­tig erschei­nen las­sen’ wider­spricht Wal­ter Wirz zugleich SPD-Sti­m­­men aus der Regi­on. Den neu­en Her­aus­for­de­run­gen gleich wel­cher Art habe auch die bis­he­ri­ge Struk­tur Rech­nung getragen. 

‘Es gibt kei­ne Grün­de für einen Ber­­lin-Zen­­tra­­lis­­mus, erst recht nicht in Zei­ten moder­ner Medi­en’ erteilt der Abge­ord­ne­te den Plä­nen der Bun­des­re­gie­rung eine ein­deu­ti­ge Absa­ge und for­dert ‘alle poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Kräf­te in der Regi­on auf, sich vehe­ment den Plä­nen zu wider­set­zen und sol­che Unsin­nig­kei­ten, mit denen zudem Steu­er­gel­der in mehr­stel­li­ger Mil­lio­nen­hö­he ver­schwen­det wer­den, zu verhindern.’