16. Juni 2005

Deutschlands Verkehrsinfrastruktur krankt an allen Ecken und Enden — Wilhelm Josef Sebastian MdB kritisiert rot-grüne Verkehrspolitik

Anläss­lich der aktu­el­len Debat­te im Deut­schen Bun­des­tag zu den Inves­ti­tio­nen in die deut­sche Ver­kehrs­in­fra­struk­tur zieht der CDU-Wahl­­kreis­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Wil­helm Josef Sebas­ti­an, Mit­glied im Ver­kehrs­aus­schuss, ein tris­tes Fazit. Die trau­ri­ge Wahr­heit sei, so Sebas­ti­an, dass knapp sie­ben Jah­re rot-grü­­ne Ver­kehrs­po­li­tik Deutsch­lands Infra­struk­tur in eine Sack­gas­se gefah­ren hät­ten. Trotz pro­gnos­ti­zier­ter mas­si­ver Ver­kehrs­zu­nah­men in Deutsch­land sei­en die Inves­ti­tio­nen in die Ver­kehrs­in­fra­struk­tur kon­ti­nu­ier­lich abge­senkt worden. 

Dies alles vor dem Hin­ter­grund, dass zusätz­li­che Maut­mit­tel in die Haus­halts­kas­se des Bun­des gespült wer­den. Den­noch hat Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Man­fred Stol­pe (SPD) gegen den kla­ren Geset­zes­wort­laut des Auto­bahn­maut­ge­set­zes die­se Mit­tel nicht zusätz­lich für Inves­ti­tio­nen genutzt. Im Gegen­teil: Die Inves­ti­tio­nen wur­den gegen­über den Vor­jah­ren ohne Maut abge­senkt, kri­ti­siert der Christdemokrat.

Auch beim nun auf­ge­leg­ten 2‑Mil­­li­ar­­den-Pro­­­gramm greift Rot/Grün wie­der tief in die Trick­kis­te. Zu begrü­ßen ist zwar, dass im Jahr 2005 ins­ge­samt 500 Mil­lio­nen Euro für Bau­maß­nah­men genutzt wer­den, doch darf nicht ver­ges­sen wer­den, dass zuvor der Inves­ti­ti­ons­haus­halt um 600 Mil­lio­nen Euro gegen­über dem Vor­jahr abge­senkt wur­de. Dies ist ein Null­sum­men­spiel à la Stol­pe. Für den Wahl­kreis 200, Ahrweiler/Mayen, zeigt sich: die wich­ti­gen Ver­kehrs­pro­jek­te, wie die Orts­um­ge­hung Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler, wer­den erneut auch in die­sem Son­der­pro­jekt nicht ange­packt. Poli­tisch sei klar erkenn­bar, dass die neue Pro­jekt­lis­te nur in sol­chen Wahl­krei­sen Maß­nah­men vor­se­he, in denen SPD-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te sich bei der bevor­ste­hen­den Wahl Chan­cen aus­rech­ne kön­ne, den Wahl­kreis zu gewinnen. 

‘Statt immer wie­der neue Pro­gram­me auf­zu­le­gen, die ohne­hin nie oder nur bedingt umge­setzt wer­den, brau­chen wir wie­der ver­nünf­ti­ge Inves­ti­ti­ons­li­ni­en, die für Stra­ße, Schie­ne und Was­ser­stra­ße Pla­nungs­si­cher­heit geben,’ betont Wil­helm Josef Sebas­ti­an abschlie­ßend. Doch hier ist von dem Minis­ter auf Abruf Man­fred Stol­pe nicht mehr viel zu erwarten.