14. Mai 2005

Pilotprojekt ‘Freizeitbuslinien’ starten — Straßen sind Adern — CDU sieht Schwerpunkt in Erhaltung der Infrastruktur

Als abso­lut not­wen­dig sieht die CDU im Kreis die Erhal­tung des kreis­wei­ten Stra­ßen­net­zes. Aus die­sem Grund habe man auch jähr­lich etwa 2 Mil­lio­nen Euro zur Sanie­rung und zum Aus­bau der Kreis­stra­ßen bereit gestellt, so der Vor­sit­zen­de der CDU Kreis­tags­frak­ti­on Karl-Heinz Sund­hei­mer. Seit 1999 sind sogar 19,3 Mil­lio­nen Euro für den Unter­halt, den Aus- oder Neu­bau die­ser wich­ti­gen Ver­kehrs­we­ge ein­ge­setzt wor­den. Sund­hei­mer wies dar­auf hin, dass erst in der letz­ten Sit­zung des Kreis- und Umwelt­aus­schus­ses wie­der Auf­trä­ge für meh­re­re 100.000 € an Fir­men ver­ge­ben wor­den sei­en um unter­schied­li­che Maß­nah­men im Kreis­stra­ßen­bau umzusetzen. 

In die­sem Zusam­men­hang mach­te der ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU-Lan­d­­tags­­­frak­­ti­on, Wal­ter Wirz, klar, dass man eine sol­che Ver­ant­wor­tung aber auch vom Land erwar­ten müs­se. Dort wür­den Maß­nah­men im Gegen­wert von 800 Mil­lio­nen Euro für Lan­des­stra­ßen seit Jah­ren vor sich her­ge­scho­ben. Die CDU-Poli­­ti­­ker erin­ner­ten auch dar­an, dass wich­ti­ge Stra­ßen­pro­jek­te für unse­re Regi­on wie der Lücken­schluss der A 1, die Umge­hung Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler, der Aus- und Wei­ter­bau der B 266 (Bad Bodendorf/Lohrsdorf), die Orts­um­ge­hung Burgb­rohl, der Lin­gen­berg­tun­nel Alte­nahr und die voll­stän­di­ge Anbin­dung des Inno­va­ti­ons­parks Rhein­land an die A 61 noch umge­setzt wer­den müssen.

Dane­ben sei es wich­tig, so Sund­hei­mer, den Öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr leis­tungs­fä­hig zu erhal­ten. Der beschlos­se­ne Nah­ver­kehrs­plan sei ein ers­ter Schritt gewe­sen, nun gel­te es die­sen zu opti­mie­ren. Dabei sei auch beson­ders an den Schü­ler­ver­kehr gedacht. Der CDU-Poli­­ti­­ker ist sich aller­dings bewusst, dass auch dies nur im Rah­men der finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten mach­bar ist und dass es soge­nann­te ‘Geis­ter­bus­se’, in denen nur der Fah­rer sitzt, nicht geben soll.

Die CDU setzt in die­sem Bereich auf Fort­schrei­bung und Ver­bes­se­rung des VRM-Tarifs durch neue und teil­wei­se rabat­tier­te Ange­bo­te sowie auf eine Aus­wei­tung des VRS-Tarifs nach Mög­lich­keit auf den Gesamt­kreis. In der neu­en Amts­zeit des Kreis­ta­ges möch­te die CDU auch ein zunächst auf eini­ge Mona­te beschränk­tes Pilot­pro­jekt ‘Frei­zeit­bus­li­ni­en’ set­zen. Das Nah­ver­kehrs­an­ge­bot des Krei­ses an Aben­den oder auch an Wochen­en­den kann näm­lich, wenn sich Nach­fra­ge zeigt, noch aus­ge­baut werden.