14. Mai 2005

Gute Noten im bundesweiten Vergleichstest — CDU sieht positive Entwicklung für den Kreis Ahrweiler

Trotz man­cher Unken­ru­fe sieht die CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on vor allem posi­ti­ve Aspek­te für die Ent­wick­lung des Krei­ses Ahr­wei­ler in den nächs­ten fünf Jah­ren. Vor­sit­zen­der Karl-Heinz Sund­hei­mer beton­te im Zusam­men­hang mit dem Gut­ach­ten des Ber­­lin-Insti­­tuts über die Zukunfts­fä­hig­keit der Krei­se in Deutsch­land, dass ein Platz im obe­ren Mit­tel­feld der rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Krei­se sicher kei­ne schlech­te Aus­gangs­po­si­ti­on für einen Kreis sei, dem vie­le nach dem Bonn-Ber­­lin Beschluss vor­aus­sag­ten, hier wür­den bald die Lich­ter ausgehen.

Sund­hei­mer wies dar­auf hin, dass Rhein­­land-Pfalz in die­sem Gut­ach­ten einen vor­de­ren Platz unter den deut­schen Bun­des­län­der bele­ge und der Kreis Ahr­wei­ler in die­sem Land wie­der­um über dem Durch­schnitt lie­ge. Im Ver­gleich mit May­­en-Koblenz, aber auch dem Rhein-Sieg Kreis (NRW) schnei­de der Kreis Ahr­wei­ler in der Durch­schnitts­no­te bes­ser ab.

Des­halb sei es rich­tig, so Sund­hei­mer, dass die CDU in ihrem Wahl­pro­gramm die zukünf­ti­gen Auf­ga­ben­stel­lun­gen posi­tiv ange­he und dass sie ‘Ja’ sage zu Tou­ris­mus, Wein­bau, Umwelt und Kul­tur sage. Wei­ter wol­le man sich bemü­hen, der kin­der­freund­lichs­te Land­kreis im Land zu wer­den, sich für den Mit­tel­stand ein­zu­set­zen und die Infra­struk­tur zu stär­ken. Der CDU-Frak­­ti­on­s­­vor­­­si­t­­zen­­de wies aber auch dar­auf hin, dass ein aus­ge­gli­che­ner Haus­halt die Vor­aus­set­zung für poli­ti­sche Arbeit sei und dass eine wei­te­re Ver­schul­dung nicht mehr hin­ge­nom­men wer­den soll.

Gui­do Ernst MdL mach­te klar, dass die ver­fehl­te Poli­tik der Bun­­­des- und Lan­des­re­gie­rung die wesent­li­che Ursa­che für die finan­zi­el­len Pro­ble­me von Krei­sen und Kom­mu­nen sei, dass man aber trotz der wid­ri­gen Umstän­de das Bes­te aus der Situa­ti­on gemacht habe. Immer­hin ste­he den Schul­den des Krei­ses noch ein ansehn­li­cher Akti­en­be­stand gegen­über, der nach dem Wil­len der FDP schon längst ‘ver­hö­kert’ wor­den wäre.

Im Bereich der Wirt­schafts­för­de­rung wie­sen Frak­ti­ons­ge­schäfts­füh­rer Micha­el Schnei­der und Wal­ter Wirz MdL dar­auf hin, dass die Zei­chen der Zeit erkannt wor­den sei­en. Die unter­durch­schnitt­li­che Note des Land­krei­ses in die­sem Bereich sei Ansporn für die zukünf­ti­ge Arbeit. Die pro­jekt­be­zo­ge­ne Koope­ra­ti­on des Krei­ses mit der Stadt Sin­zig und der Gemein­de Graf­schaft zur über­re­gio­na­len Ver­mark­tung des IGZ in Sin­zig und dem Inno­va­ti­ons­park Rhein­land sei rich­tungs­wei­send. Im IGZ zie­hen gera­de die ers­ten Mie­ter ein, dort soll jun­gen, inno­va­ti­ven Fir­men der ers­te Start ermög­licht wer­den. Die Ver­mark­tung des Tech­no­lo­gie­parks Rhein­land hat begon­nen. Gemein­sam mit dem schon nach weni­gen Jah­ren renom­mier­ten Rhein/Ahr Cam­pus in Rema­gen ist dies nach Auf­fas­sung der CDU-Poli­­ti­­ker ein posi­ti­ver Drei­klang für die Zukunft.

In Über­ein­stim­mung mit Land­rat Dr. Jür­gen Pföh­ler ver­spricht sich Karl-Heinz Sund­hei­mer auch eine Ver­stär­kung im wirt­schaft­li­chen Bereich durch einen Bei­tritt zur Stand­ort­mar­ke­ting Regi­on Köln/Bonn GmbH, der größ­ten kom­mu­na­len Wirt­schafts­för­de­rungs­ge­sell­schaft des Rhein­lan­des. Gesprä­che sol­len, wenn die Kreis­gre­mi­en zustim­men, bald begon­nen werden.